Work4GermanyFellowship für einen zukunftsfähigen Staat

[15.12.2025] Digitalisierung bedeutet nicht nur die Einführung neuer Technologien – sie verändert auch die Zusammenarbeit. Mit seinem Fellowship Programm Work4Germany möchte der DigitalService neue Arbeitsweisen in der Bundesverwaltung verankern. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Durchgang startet jetzt.
Drei Frauen sitzen vor einem Plakat mit der Aufschrift "Arbeit neu gestalten"

Am Einführungstag für teilnehmende Partnerinnen aus der Bundesverwaltung des Work4Germany-Jahrgangs 2025 in den Räumen des DigitalService.

(Bildquelle: DigitalService GmbH des Bundes)

Das Jahresende ist immer auch ein Anlass, um den Blick in das kommende Jahr zu richten und zu fragen: Welche Veränderungen müssen wir umsetzen – und wie sieht der Weg dahin aus? Eine Gelegenheit, um besonders den digitalen Wandel der Bundesverwaltung voranzutreiben, bietet der DigitalService des Bundes mit seinem Fellowship-Programm Work4Germany. Die Bewerbungsphase für Work4Germany 2026 (Herbst) startet am 16. Dezember 2025 und läuft bis zum 30. Januar 2026. Der Start des Fellowships selbst ist der 15. September 2026. Auf seiner Webseite bietet der DigitalService detaillierte Informationen zur Bewerbung, der Finanzierung und einzelnen Angebotsschwerpunkten. Der DigitalService lädt alle Bundesbehörden ein, sich mit ihrem Vorhaben zu bewerben und gemeinsam die Zukunftsfähigkeit ihres Hauses weiter voranzutreiben.

Mit zwei Jahrgängen den digitalen Wandel gestalten

Spätestens mit Antritt der neuen schwarz-roten Bundesregierung ist die Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Staates klar als Handlungsfeld benannt. „Für mich als Projektleiterin des Fellowships Work4Germany heißt das: Unsere Verwaltung muss effizienter, bürgerzentrierter und leistungsfähiger in ihrem Handeln werden“, sagt Hannah Bergmann, Projektleiterin Work4Germany. Work4Germany liefert genau dafür erprobte Expertise. Seit 2020 bringt das Programm Expertinnen und Experten für neue Arbeit aus der Privatwirtschaft und dem Non-Profit-Sektor – die Fellows – für sechs Monate mit Mitarbeitenden aus der Bundesverwaltung zusammen.

Im Jahr 2026 gibt es zum ersten Mal zwei Jahrgänge, jeweils im Frühling und im Herbst – eine Reaktion auf die veränderten Bedarfe der Bundesverwaltung. Das nun startende Fellowship hat drei spezifische Angebotsschwerpunkte. Die Referatssteuerung steht für eine nachhaltige Verankerung neuer Arbeits- und Führungskultur, Projektmanagement für eine effizientere Prozesssteuerung, und die Transformationsbegleitung soll die Gestaltung tiefgreifender Transformation ermöglichen.

Gemeinsame Arbeit und enge Begleitung

Im Fokus steht die gemeinsame Arbeit der Fellows mit Verwaltungsmitarbeitenden und Führungskräften. Im Rahmen konkreter Vorhaben geht es neben dem Projekterfolg immer auch um den Abbau von Silos, bessere Teamarbeit und Verteilung von Zuständigkeiten, kurz, darum, die Arbeit und die Zusammenarbeit neu zu gestalten. Jeder Jahrgang wird dabei eng durch das  Fellowshipteam von Work4Germany begleitet. Dabei übernimmt das Team neben der Zuteilung und persönlichen Betreuung der Fellows auch die Umsetzung der mehr als 20 Begleitformate. Das Ziel ist es, gegenseitiges Lernen und Vernetzung zu fördern. Ein wichtiger Baustein ist dabei der Fellow-Friday. Regelmäßig kommen die Fellows in den Räumen des DigitalService in Berlin zusammen und besprechen unter Anwendung verschiedener Methoden wie System Mapping oder Pattern Mining Herausforderungen, Best Practices und neue Ideen. Genau diese Skills und Perspektiven können dann weiter in die Bundesverwaltung getragen werden.

Die Wirkung ist messbar

„Für uns ist in der Durchführung und Gestaltung des Fellowships dabei immer die Frage zentral: Welche Wirkung haben wir?“, sagt die Projektleiterin Hannah Bergmann. Um diese Frage klar zu beantworten, wird die Wirkung des Fellowships regelmäßig intern überprüft, zudem erfolgt seit 2023 auch eine externe Evaluation des Fraunhofer IAO. Die ausführliche Antwort zur Wirksamkeit findet sich im Werkstattbericht. Kurz gefasst lässt sich festhalten: Work4Germany bewirkt sowohl kurzfristig als auch langfristig positive Veränderungen in der Bundesverwaltung. Diese Wirkung zeigt sich in der Förderung agiler Arbeitsweisen, die von Partnerinnen und Partnern auch nach Ende des Fellowship beibehalten werden, dem Aufbau digitaler Kompetenzen und der Nutzung digitaler Tools sowie der Entwicklung von neuen Strukturen und dem Abbau von Silos.





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