StandardisierungStandardverordnung Onlinezugang praktisch umsetzen

Der Servicestandard unterstützt Mitarbeitende der Verwaltung dabei, die Anforderungen der OZSV umzusetzen.
(Bildquelle: DigitalService des Bundes)
Die Standardisierung von Onlineservices der Verwaltung rückt zunehmend in den Fokus: Sie verbessert die Nutzungsqualität, schafft Vertrauen und kann außerdem effizienzsteigernd und kostensenkend wirken. Zudem erleichtert Standardisierung die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen. In diesem Jahr gab es viel Bewegung im Gebiet der Standardisierung von Onlineservices. So gilt seit Oktober 2025 die Verordnung über Standards für den Onlinezugang zu Verwaltungsleistungen, kurz: Standardverordnung Onlinezugang oder OZSV. Darauf weist der DigitalService des Bundes hin.
Die Standardverordnung Onlinezugang verpflichtet die Verwaltung, bei digitalen Angeboten verbindliche Qualitätsanforderungen einzuhalten. So soll sichergestellt werden, dass digitale Dienste, die sich an Bürgerinnen und Bürger oder an Unternehmen richten, verständlich, gut nutzbar und verlässlich sind. Für die Umsetzung der Verordnung gelten feste Fristen: Bestehende digitale Angebote, die bis zum 31. Dezember 2027 betrieben werden, haben eine Übergangsfrist und müssen die Anforderungen spätestens bis zum 31. März 2030 erfüllen. Digitale Angebote, die ab dem 1. Januar 2028 neu betrieben werden, müssen die Qualitätsanforderungen sofort einhalten. Die Qualitätsanforderungen der OZSV gelten als erfüllt, wenn Mitarbeitende der Verwaltung die DIN SPEC 66336 einhalten. Diese Anfang 2025 veröffentlichte Spezifikation benennt und spezifiziert die Qualitätsanforderungen, die für die Umsetzung der Verordnung maßgeblich sind (wir berichteten).
Der Servicestandard – als offizielle Empfehlung von Bund und Ländern – unterstützt dabei, die Vorgaben von OZSV und DIN SPEC 66336 umzusetzen. Er zeigt, wie die DIN SPEC 66336 angewendet wird, und bietet eine klare Orientierung für die Entwicklung und den Betrieb digitaler Angebote. Verwaltungsmitarbeitende erhalten verständliche Schritte, Beispiele und praktische Hilfen, die sie direkt nutzen können. Seit Anfang Juni gibt es mit zudem eine umfassende Infowebseite als neues praxisorientiertes Hilfsangebot für den Servicestandard (wir berichteten).
Der DigitalService weist darauf hin, dass bei deren Aufbau zahlreiche Fachleute aus unterschiedlichsten Bereichen eingebunden wurden, um den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer zu entsprechen. Dies gelte auch für alle bisherigen Entwicklungsschritte des Servicestandards sowie für die Erarbeitung der DIN SPEC.
Hessen: Immissionsschutz-Anträge werden digital
[15.06.2026] Hessen treibt die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren weiter voran: Zum Jahreswechsel soll die Antragstellung im Bereich des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ausschließlich über den Dienst ElIA-Online erfolgen. mehr...
Niedersachsen: Waldbrandfrüherkennung per Sensor
[04.06.2026] Um die Entwicklung größerer Brandereignisse zu verhindern, müssen Waldbrände so früh wie möglich lokalisiert und bekämpft werden. Daher baut das Land Niedersachsen sein Sensornetz zur automatisierten Branderkennung weiter aus. mehr...
Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen
[03.06.2026] Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an der bundesweiten Pilotierung von „Schneller Gründen“. Ab Juli 2026 sollen Finanzämter in Aachen und Düsseldorf einen digitalen Kombiantrag testen, der Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung zusammenführt. mehr...
Bundesnetzagentur: Daten zu Kurzzeitvermietungen
[27.05.2026] Die Bundesnetzagentur fungiert ab sofort als digitale Datendrehscheibe für Kurzzeitvermietungen. Länder und Kommunen können darüber künftig verlässliche Daten zu Buchungen auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com erhalten und diese etwa nutzen, um Tourismusströme zu steuern. mehr...
Hessen: Digital vernetzt für bessere Mobilität
[22.05.2026] In Frankfurt am Main wurde jetzt die Verkehrsmanagementzentrale RheinMain in Betrieb genommen. Diese soll unter anderem durch die Nutzung von Echtzeit-Mobilitätsdaten zur besseren Verkehrslenkung beitragen. Geplant ist der Ausbau zu einer Verkehrsmanagementzentrale für ganz Hessen. mehr...
Picture: Prozessmanagement-Ausbildung für alle
[18.05.2026] Der Softwarehersteller Picture öffnet sein Ausbildungsprogramm im Prozessmanagement für alle Verwaltungsebenen. Der zweite Durchgang startet im Oktober 2026. Die Teilnehmenden sollen in neun Monaten lernen, Verwaltungsprozesse zu erfassen, zu analysieren und zu verbessern. mehr...
Bitkom Länderindex 2026: Hamburg führt, Saarland holt auf
[12.05.2026] Der Digitalverband Bitkom hat die Bundesländer erneut nach ihrem Stand bei der Digitalisierung verglichen. Hamburg bleibt klar an der Spitze, Hessen rückt auf Platz drei vor. Besonders deutlich verbessert sich das Saarland, während ostdeutsche Länder bei digitaler Bildung stark abschneiden. mehr...
LGL Baden-Württemberg: Social Wall für Social Media
[06.05.2026] Das baden-württembergische Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung informiert auch in sozialen Medien über seine Arbeit – und bündelt diese Einträge seit Kurzem nutzer- und datenschutzfreundlich auf der eigenen Website. Zum Einsatz kommt die Social-Wall-Lösung Stage. mehr...
115: Behördennummer ab jetzt deutschlandweit
[05.05.2026] Die Behördennummer 115 ist seit Ende April in allen Bundesländern erreichbar. Mit der Freischaltung in Bayern ist der telefonische Zugang zu Verwaltungsinformationen bundesweit verfügbar; der konkrete Serviceumfang unterscheidet sich jedoch je nach Land und Kommune. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Führend beim Einsatz von BIM
[30.04.2026] Nordrhein-Westfalen nimmt im Bereich des BIM-basierten Bauantrags bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, die dafür Bauvorhaben in mehreren Kommunen unter realen Bedingungen untersucht hat. mehr...
Berlin: Mehr Innovation in der Verwaltung
[27.04.2026] GovTech Deutschland erhält einen weiteren Satelliten: GovTech Berlin soll künftig die Bedarfe der Berliner Behörden bündeln und sie gemeinsam mit GovTech Deutschland in konkrete Lösungen übersetzen. mehr...
Berlin: Unruhe beim ITDZ
[24.04.2026] Im März hat Matthias Hundt die Rolle des Berliner CDO übernommen, jetzt wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden des ITDZ Berlin berufen. Gleichzeitig zeichnet sich eine engere Steuerung des IT-Landesbetriebs durch die Senatskanzlei ab. Hintergrund sind anscheinend anhaltende finanzielle Herausforderungen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt
[23.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Mit der nächsten Ausbaustufe werden nun auch Schutzmaßnahmen direkt am Gebäude sichtbar und umsetzbar. mehr...
Building Information Modeling: Im Straßenbau wird digital zur Regel
[22.04.2026] Projekte im Bereich der Bundesfernstraßen sollen ab sofort nach einheitlichen digitalen Standards geplant, gebaut und betrieben werden. Die Methode Building Information Modeling (BIM) wird damit nach erfolgreichen Pilotprojekten künftig zum Regelprozess. mehr...
DigitalService des Bundes: Hotline für den Servicestandard
[16.04.2026] Nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen steigern die Zufriedenheit von Bürgern und Unternehmen, parallel entlasten sie die Verwaltung. Der Servicestandard hilft bei der Umsetzung. Eine Hotline liefert nun individuelle Unterstützung bei Fragen rund um diesen Kriterienkatalog. mehr...














