FITKOInfoplattform für föderale IT-Standards

[28.11.2023] Die FITKO hat eine Online-Plattform gestartet, auf der erstmals sämtliche Informationen zu IT-Standards des Bundes und der Länder, die bei der Digitalisierung der Verwaltung relevant sind, an einer Stelle gebündelt werden.

Für Ministerien, Verwaltungseinheiten und Anwendungsentwickler, die im Kontext der Verwaltungsdigitalisierung tätig sind, steht ab sofort eine zentrale Plattform mit allen relevanten Informationen zu den föderalen IT-Standards des IT-Planungsrats zur Verfügung. Das berichtet die Föderale IT-Kooperation (FITKO), welche auch Betreiber dieser Informationsplattform ist.
IT-Standards spielen bei der Verwaltungsdigitalisierung eine entscheidende Rolle: Sie können dazu beitragen, die Vielfalt der IT-Systeme und -Infrastrukturen von Bund und Ländern zu vereinheitlichen und ihre Komplexität zu reduzieren. Im föderalen Kontext gewährleisten IT-Standards zudem ein Mindestmaß an Qualität und Sicherheit bei der Bereitstellung von Verwaltungsleistungen.
„Der IT-Planungsrat ist das zentrale Gremium für den Beschluss von IT-Standards in der digitalen Verwaltung. Mit dem Release der neuen Plattform werden der IT-Planungsrat und die FITKO dem gemeinsamen Anspruch gerecht, die Informationen über diese Standards an einem zentralen und aufgeräumten Ort bereitzustellen. Wir schaffen damit einen wesentlichen Anlaufpunkt für die digitalen Fachkräfte aller föderaler Ebenen“, sagt der Vorsitzende des IT-Planungsrats und CIO des Landes Hessen, Patrick Burghardt.

IT-Standards transparent und detailliert dargestellt

Die neue Informationsplattform enthält laut der Pressemeldung eine umfassende Auflistung aller föderalen IT-Standards des IT-Planungsrats und begleitet jeden IT-Standard über seinen gesamten Lebenszyklus. Ein zentrales Element sei die Listenansicht mit individuellen Filtermöglichkeiten. Die Detailansicht eines IT-Standards biete dann Informationen wie Beschlusslage, Kontaktdaten, Supportleistungen und alle zugehörigen Artefakte. Grundlage der Plattform, die kontinuierlich weiterentwickelt werde, sei die Standardisierungsagenda des IT-Planungsrats, die der Priorisierung und Steuerung von Standardisierungsbedarfen dienen und dazu beitragen soll, Beschlüsse des IT-Planungsrats zu IT-Standards in der öffentlichen Verwaltung herbeizuführen.
Die neue Informationsplattform biete allen Interessierten die Möglichkeit, Fortschritte der Arbeiten rund um die Standardisierungsagenda nachzuverfolgen, sagt FITKO-Präsident André Göbel. „Gleichzeitig schaffen wir einen klaren Überblick über die Bedeutung, Funktion und Anwendung der föderalen IT-Standards. Dies ist ein weiterer Schritt unserer Bestrebungen für mehr Transparenz und Zusammenarbeit mit den umsetzenden Stellen in ganz Deutschland.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur

Bremen: Digitalisierungsschub für die Steuerverwaltung

[05.03.2026] Der Senat der Freien Hansestadt Bremen stellt 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Steuerverwaltung bereit. Neue Hardware und ein moderneres Datennetz sollen künftig dazu beitragen, die Bearbeitung von Steuererklärungen zu beschleunigen. mehr...

Diagramm mit den Modulen der digitalen Antragsstrecke

Hessen: Das Ende der Papierwirtschaft

[03.03.2026] Mit der digitalen Antragsstrecke hat die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung eine All-in-One-Lösung geschaffen, bei der verschiedene selbst entwickelte Komponenten nahtlos ineinandergreifen und die den gesamten Prozess der Antragsverarbeitung durchgängig digitalisiert. mehr...

Symbolbild für Cloud-Technologie: eine Hand greift nach mehreren gerenderten Cloud-Icons.

Berlin: Multi-Cloud-Strategie beschlossen

[02.03.2026] Cloud-Lösungen haben das Potenzial, die Arbeit von Behörden zu verbessern und den Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern erheblich zu vereinfachen. Der Berliner Senat hat nun eine Multi-Cloud-Strategie für das Land beschlossen. Details zu Anbietern und Diensten wurden zunächst nicht bekannt gegeben. mehr...

Blick auf das Hauptgebäude der Universität Gießen.
bericht

Universität Gießen: Effizientes Gebäudemanagement

[09.02.2026] 345 Gebäude, 210 Nutzer, ein zentrales System: Die Justus-Liebig-Universität Gießen steuert ihre komplexe Gebäudeinfrastruktur mithilfe einer CAFM-Software. Die Lösung ermöglicht automatisierte Prozesse und erleichtert so die Arbeit verschiedener Aufgabenbereiche. mehr...

Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Amazon-Cloud geht in Betrieb

[21.01.2026] In Potsdam hat Amazon Web Services die AWS European Sovereign Cloud in Betrieb genommen. Die Infrastruktur liegt vollständig in der EU – konkret in Brandenburg. Geplant sind eigene Rechenzentren und Investitionen von rund 7,8 Milliarden Euro. mehr...

Registermodernisierung: Erfolgreicher Nachweisdatenabruf

[20.01.2026] Beim NOOTS wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Der Nachweisdatenabruf aus dem Fahrzeugregister des Kraftfahrt-Bundesamts wurde erfolgreich umgesetzt. Noch in diesem Jahr soll ein ausgereiftes System für den Flächen-Roll-out bereitgestellt werden. mehr...

Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

BMDS: Konsultation geht in die zweite Runde

[19.01.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung setzt die Online-Konsultation zum Deutschland-Stack fort. In einer zweiten Runde werden bis Mitte Februar 2026 weitere Rückmeldungen erbeten. mehr...

Berlin: Service-Management mit Open Source

[19.01.2026] Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit insgesamt 2.200 Mitarbeitenden an zahlreichen Standorten ergänzt ihre Sozialhilfesoftware mit dem Ticketsystem KIX. Nach rund zehn Jahren On-Premises-Betrieb erfolgte der Wechsel in die Cloud. mehr...

Berlin: Verwaltungsabkommen mit Dataport

[09.01.2026] Berlin nutzt künftig die Steuer-IT-Infrastruktur von Dataport, gemeinsam mit mehreren norddeutschen Ländern. Ein neues Verwaltungsabkommen regelt die schrittweise Verlagerung der Berliner Steuerdatenproduktion ins Data Center Steuern. Diese soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

Registermodernisierung: Dreistufiges Anschlussvorhaben

[17.12.2025] Bei der Registermodernisierung sind weitere Fortschritte zu verzeichnen. Das Bundesverwaltungsamt skizziert das nun vorliegende dreistufige Konzept, mit dem dezentrale Register zu einem modernen, vernetzten Register verknüpft werden sollen. mehr...

Logo er Dienstekonsolidierung

Bundesverwaltung: Großprojekt Dienstekonsolidierung abgeschlossen

[17.12.2025] Bundesclient, Bundescloud, E-Akte Bund, Chatbots und mehr – das Programm der Dienstekonsolidierung will durch einheitliche IT-Lösungen behördenübergreifende Veränderungen ermöglichen. Nach zehn Jahren ist das Vorhaben nun abgeschlossen. mehr...

Umrisse der BRD, daneben stichwortartig verschiedene Ziele der NdB, darunter Bündelung, hohes Sicherheitsniveau und schnellerer Datentransport.

Bundesrechnungshof: Netzkonsolidierung ohne Architekturmanagement

[12.12.2025] Der Bundesrechnungshof kritisiert das Milliardenvorhaben Netze des Bundes. Das BMDS wolle die IT-Netze ohne ressortübergreifendes Architekturmanagement bündeln. Damit drohen ein teurer „Blindflug“, höhere Risiken und eine erschwerte Konsolidierung bei einem Projekt von sicherheitsrelevanter Bedeutung. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop mit digitalen Dokumenten und Ordnern.

BW-Empfangsclient: Anträge ohne Fachsoftware empfangen

[10.12.2025] Mit dem BW-Empfangsclient können Kommunal- und Landesbehörden in Baden-Württemberg jetzt auch solche digitalen Verwaltungsleistungen anbieten, für die sie bislang keine Fachsoftware nutzen. Die Behörden können sich kostenfrei selbst registrieren, die Lösung ist sofort einsetzbar. mehr...

Hauptgebäude des ITDZ Berlin

Berlin: Moderne IT für den Justizsenat

[13.11.2025] Die Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz beschleunigt ihre IT-Modernisierung mithilfe des ITDZ Berlin: Die Einführung des standardisierten BerlinPC und eine IT-Zentralisierung via Cloud erhöhen die IT-Sicherheit und entlasten das IT-Fachpersonal. mehr...

Bayern: Rechenzentren als Rückgrat der Digitalisierung

[10.11.2025] Um die langfristige Ansiedlung leistungsfähiger Rechenzentren im Freistaat zu unterstützen, wurde die neue Kontaktstelle Datacenter Bayern geschaffen. Das Angebot richtet sich an Investoren und Projektentwickler, aber auch an Kommunen und Regionen. mehr...