Nordrhein-WestfalenKI hilft bei Steuerveranlagung

NRW: Neues Rechenzentrum der Finanzverwaltung in Kaarst legt einen Fokus auf den zukunftsfähigen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Nordrhein-Westfalens Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk informiert bei einen Rundgang durch das neue Rechenzentrum der Fiinanzverwaltung über die Nutzung von KI in der Finanzverwaltung in Kaarst.
(Bildquelle: FM NRW/Caroline Seidel)
NRW: Neues Rechenzentrum der Finanzverwaltung in Kaarst legt einen Fokus auf den zukunftsfähigen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Nordrhein-Westfalens Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk informiert bei einen Rundgang durch das neue Rechenzentrum der Fiinanzverwaltung über die Nutzung von KI in der Finanzverwaltung in Kaarst.
(Bildquelle: FM NRW/Caroline Seidel)
Das bewährte Risikomanagementsystem der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung wird künftig durch ein neues KI-Modul ergänzt. Es erkennt Muster in den Steuerdaten und kann gut nachvollziehbare Fälle mit geringem Prüfbedarf gezielt identifizieren. Diese werden dann automatisiert verarbeitet – und damit schneller abgeschlossen. Die Beschäftigten in den Veranlagungsstellen müssen sich zudem seltener mit einfachen Fällen befassen und erhalten weniger automatische Hinweise, die manuell zu prüfen sind.
„Künstliche Intelligenz hilft uns, die Steuerverwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten“, so Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk. „Wenn klar nachvollziehbare und unproblematische Steuererklärungen automatisch bearbeitet werden, erhalten die Menschen ihren Bescheid schneller. Gleichzeitig haben unsere Kolleginnen und Kollegen mehr Zeit für die komplexeren Fälle.“
Wie das Finanzministerium weiter mitteilt, beginnt die Pilotierung im Mai 2025 in den Finanzämtern Brühl, Bielefeld-Außenstadt, Hamm und Lübbecke. Gestartet werde mit klassischen Arbeitnehmerfällen – also Steuererklärungen mit Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalerträgen, Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben, haushaltsnahen Dienstleistungen und ähnlichen Bereichen. Eine Ausweitung auf weitere Fallkonstellationen sei bereits in Planung.
Entwickelt wurde das KI-Modul vom Rechenzentrum der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen im Rahmen des bundesweiten KONSENS-Verbunds. Mit der Pilotierung übernimmt Nordrhein-Westfalen nach eigenen Angaben die Vorreiterrolle unter den Ländern. Nach erfolgreichem Testlauf ist die landesweite Einführung geplant.
Neues Rechenzentrum in Kaarst
Ein zentraler Baustein für die technologische Weiterentwicklung der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen ist das neue Rechenzentrum in Kaarst. Inmitten des Rheinischen Reviers – der digitalen Zukunftsregion Nordrhein-Westfalens – entsteht bis 2026 eines der modernsten Rechenzentren Deutschlands (wir berichteten). Das Rechenzentrum der Finanzverwaltung (RZF) zieht dann mit rund 1.000 Beschäftigten unter ein gemeinsames Dach.
Ein besonderer Fokus liegt dabei laut dem Finanzministerium auf dem zukunftsfähigen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Im neuen Rechenzentrum sei der Betrieb eigener KI-Hardware geplant – dies stelle einen wichtigen Schritt für die digitale Souveränität der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen dar.
Bereits jetzt hat das nordrhein-westfälische Finanzministerium generative KI-Chatbots wie ChatGPT und Google Gemini offiziell für den dienstlichen Gebrauch unter klaren Rahmenbedingungen und unter Wahrung des Steuergeheimnisses freigegeben – etwa zur Texterstellung, Recherche oder Bildgenerierung. Auch ein neuer Ausbildungspodcast wurde vollständig von KI erstellt – vom Text bis zu den Stimmen der Moderatoren.
„Es ist schon gewaltig, was heute möglich ist“, sagt Minister Optendrenk. „Der Einsatz moderner Technologien soll unseren Beschäftigten die Arbeit erleichtern und zugleich den Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern – in klaren Grenzen und mit klarer Verantwortung.“ Ein aktueller Erlass definiert dafür die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und sorgt für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Tools.
Freistaat Bayern: KI-Gipfel zu Sicherheit und Regulierung
[16.09.2026] Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring will führende Unternehmen der KI-Branche zu einem Gipfeltreffen nach München einladen. Thema sollen die Risiken leistungsfähiger KI-Systeme und mögliche internationale Regeln für deren Einsatz sein. mehr...
AISI Deutschland: Wohin zieht das KI-Sicherheitsinstitut?
[07.09.2026] Der Startschuss für das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland ist gefallen. Zum Auftakt stützt sich AISI Deutschland auf BSI und Bundesnetzagentur. Wie und wo das tatsächliche Institut später ausgebaut wird, ist offen. Bayern und das Saarland werben bereits für München und Saarbrücken. mehr...
BMI/BMDS: AISI Deutschland gegründet
[02.09.2026] BMDS und BMI richten ein gemeinsames KI-Sicherheitsinstitut ein. Zunächst sollen BSI und Bundesnetzagentur fortschrittliche KI-Modelle auf Fähigkeiten und Risiken untersuchen, später soll das Institut ausgebaut und international vernetzt werden. mehr...
Hessen: Leitplanken für den KI-Einsatz
[02.09.2026] KI soll in Hessens Landesverwaltung Arbeit abnehmen, Entscheidungen aber nicht übernehmen. Die neue KI-Strategie beschreibt, wie das Land Beschäftigte schulen, Werkzeuge bereitstellen und Zuständigkeiten regeln will. Die technische Basis soll eine Multi-Cloud-Strategie liefern. mehr...
Bundesrat: KI-Nutzung bei Bauleitplänen
[01.09.2026] Die Bauleitplanung bereitet die bauliche Nutzung von Grundstücken einer Gemeinde vor – eine komplexe Aufgabe, die unterschiedlichste Aspekte berücksichtigen muss. KI könnte wesentlich unterstützen, meint der Bundesrat, der deshalb fordert, KI auch bei der Begründung und dem Umweltbericht von Bauleitplänen einsetzen zu können. Die Bundesregierung lehnte dies ab. mehr...
BMDS: Abschlussbericht zum Agentic AI Hub
[25.08.2026] Der Agentic AI Hub hat in 19 Kommunen den Einsatz agentischer KI in 20 Pilotprojekten erprobt. Der Abschlussbericht zeigt deutliche Zeitersparnisse und soll nun den Weg für die Skalierung erfolgreicher Anwendungen ebnen. mehr...
EU AI Act: Stellungnahme von Aristech
[13.08.2026] Mit Artikel 50 des EU AI Acts gilt seit dem 2. August 2026 eine Transparenzpflicht für den Einsatz von KI-Systemen. Aristech-Geschäftsführerin Carolin Edler-Mende sieht bei Voice AI jedoch größere Herausforderungen bei Verantwortung, Risikobewertung und AI Literacy. mehr...
KI-Gesetz: Neue Rolle für Bundesnetzagentur
[07.08.2026] Seit Ende Juli koordiniert die Bundesnetzagentur die Umsetzung der europäischen KI-Verordnung in Deutschland. Sie überwacht unter anderem bestimmte Anwendungen im Personalmanagement, in Kritischen Infrastrukturen sowie im Bildungswesen und nimmt zudem Beschwerden entgegen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: KI-Chatbot für die Finanzverwaltung
[05.08.2026] Nordrhein-Westfalens Finanzverwaltung erprobt mit FinAssist.NRW eine selbst entwickelte KI-Lösung im Ministerium und in drei Finanzämtern. Die Anwendung läuft im eigenen Rechenzentrum und kann deshalb auch für sensible interne und steuerliche Daten eingesetzt werden. mehr...
KI: LLMoin auf MDD verfügbar
[29.07.2026] LLMoin ist ab sofort auf dem Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar. Somit können Bund, Länder und Kommunen den KI-Textassistenten ohne eigene Ausschreibungen beziehen. mehr...
Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität
[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...
Berlin: KI-Strategie für Finanzämter
[17.07.2026] Berlin will KI schrittweise in die Steuerverwaltung integrieren. Pilotprojekte sollen zeigen, wie sich Anträge schneller bearbeiten, Beschäftigte entlasten und der Service verbessern lassen. Schulungen und feste Ansprechpersonen begleiten die Einführung. mehr...
Bundesdruckerei: KI-Modellvergleich für die öffentliche Verwaltung
[15.07.2026] Die Bundesdruckerei veröffentlicht das fortlaufende Forschungsprojekt MÖVE. Auf einer interaktiven Website können Behörden KI-Sprachmodelle systematisch vergleichen. Der Bewertungsrahmen ist speziell auf den Public Sector abgestellt und prüft hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Einhaltung europäischer Vorgaben. mehr...
Deutschland/Großbritannien: Zusammenarbeit für KI-Sicherheit
[10.07.2026] Mit immer leistungsfähigeren KI-Modellen entstehen neue Sicherheitsrisiken. Deutschland und Großbritannien wollen deshalb ihre Zusammenarbeit in der KI-Sicherheit ausbauen – auch über das britische AISI und das geplante deutsche KI-Sicherheitsinstitut. mehr...
Nordrhein-Westfalen: KI für eine starke Landwirtschaft
[10.07.2026] Zunehmend smart werden nicht nur Städte und Regionen, sondern auch die Landwirtschaft. Das Land Nordrhein-Westfalen erprobt Lösungen, die durch digitale Klimadatennetzwerke zum Schutz vor extremen Wetterereignissen beitragen und einen nachhaltigen Pflanzenbau auch in Zukunft ermöglichen sollen. mehr...














