ÖFITNachnutzung generativer KI-Systeme

Verwaltungen nutzen schon lange GenAi-Lösungen. Gibt es eine gemeinsame Basis, um die Nachnutzung erfolgreicher Anwendungen zu erleichtern?
(Bildquelle: terovesalainen/123rf.com)
Welche Nachnutzungspotenziale bieten bereits bestehende generativer KI-Systeme für die öffentliche Verwaltung? Wie lassen sich diese vereinheitlichen? Diesen Fragen ging das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) im Auftrag des IT-Planungsrats nach, beziehungsweise für dessen Kompetenzteam KI im Schwerpunkt Datennutzung. Nun liegen die Ergebnisse der Untersuchung vor. Betrachtet wurden sieben unterschiedliche GenKI-Systeme, die Funktionen großer Sprachmodelle (LLMs) für verschiedene Bereiche der Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen verfügbar machen. Das ÖFIT verglich für die nun vorliegende Untersuchung die Anwendungen KIPITZ, PLAIN, LLMoin, NRW. Genius, F13, AIGude sowie MUCGPT systematisch auf Basis einer Referenzarchitektur anhand technischer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte.
Einheitliche Plattform unrealistisch
Eine zentrale Erkenntnis ist laut ÖFIT, dass sich die Systeme in ihren Anwendungsbereichen ähneln, ebenso wie in ihren technische Grundlagen – eine solide Basis für Zusammenarbeit und Austausch zwischen den Projekten. Doch auch wenn die Nachnutzung und der Aufbau eines gemeinsamen KI-Ökosystems der Verwaltung erhebliche Vorteile bringen könnten, erscheint eine einheitliche Plattform für alle Akteure unrealistisch. Zum einen bedienen die Lösungen unterschiedliche Bedürfnisse, von der Bundesverwaltung über Landesbehörden bis hin zu Kommunen. Hinzu kommen die rasante Entwicklung im KI-Bereich, die Parallelentwicklungen unvermeidbar macht, sowie der fortgeschrittene Einsatz in vielen Einzelprojekten, deren Umstellung aufwendig wäre.
Referenzarchitektur als gemeinsamer Nenner
Ein realistisches Ziel wäre laut der Untersuchung aber die Entwicklung und Einigung auf eine gemeinsame Referenzarchitektur. Für den Aufbau eines solchen KI-Ökosystems empfiehlt die Vorstudie, die Bedarfe der Nutzergruppen systematisch zu erfassen und daraus ein Szenarien-Portfolio mit klaren Anforderungen zu entwickeln. Sie betont zudem die Notwendigkeit, Begriffe und Systemstrukturen zu präzisieren, um ein einheitliches Verständnis von Plattformen, Anwendungen und Infrastruktur zu gewährleisten. Compliance soll als Querschnittsthema behandelt werden, etwa durch praxisnahe Checklisten und Vorlagen. Gleichzeitig wird die Förderung konvergenter Architekturen vorgeschlagen: Microservices sollen nach einheitlichen Standards entwickelt und als Open-Source-Lösungen geteilt werden. Schließlich empfiehlt die Studie, die Positionierung zum Deutschland-Stack zu klären und die Bedarfe aus dem GenKI-Kontext aktiv in dessen Weiterentwicklung einzubringen.
Bremen: Dienstvereinbarung für den KI-Einsatz
[05.05.2026] In Bremen tritt eine neue Dienstvereinbarung zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung in Kraft. Mit internen klaren Regeln gibt sie den Mitarbeitenden Rechtssicherheit im Umgang mit KI und sorgt für Transparenz und Beschäftigtenschutz. mehr...
Schleswig-Holstein: LLMoin-Pilot für die Landesverwaltung
[29.04.2026] In der Landesverwaltung Schleswig-Holstein ist das Pilotprojekt LLMoin gestartet. Bei 1.000 Beschäftigten wird der KI-Assistent nun in den IT-Arbeitsplatz integriert. Das norddeutsche Bundesland nutzt erstmals eine von Dataport angepasste Produktversion von LLMoin. mehr...
Wolters Kluwer: Von der Idee zur Anwendung
[28.04.2026] Wolters Kluwer lädt zum dritten GovTech Prompt-a-thon ein. Am 18. Juni werden Expertinnen und Experten aus dem öffentlichen Sektor sowie aus IT, Recht und Projektmanagement gemeinsam an zukunftsweisenden KI-Lösungen für reale Verwaltungsherausforderungen arbeiten. mehr...
Materna/Neo4j: Strategische Partnerschaft
[17.04.2026] Eine strategische Partnerschaft für Graph-Intelligence und erklärbare KI haben Materna und Neo4j geschlossen. Damit baut die Unternehmensgruppe Materna ihre Kompetenz für vernetzte Datenanalysen in sicherheitskritischen und regulierten Umfeldern aus. mehr...
BMDS: Open-Source-KI-Module für die Verwaltung
[08.04.2026] Im Projekt SPARK hat das BMDS in den vergangenen acht Monaten KI-Module entwickeln lassen, die komplexe verwaltungsrechtliche Planungs- und Genehmigungsverfahren als operative Assistenz unterstützen können. mehr...
Orientierungshilfe: KI in der Verwaltung – aber mit Datenschutz
[01.04.2026] Um Künstliche Intelligenz innerhalb der öffentlichen Verwaltung erfolgreich zu betreiben, müssen europäische und nationale Datenschutzverordnungen eingehalten werden. Der Bayerische Datenschutzbeauftragte hat jetzt eine Orientierungshilfe für die Umsetzung von KI-Projekten vorgelegt. mehr...
Bayern: Steuerverwaltung macht Tempo mit KI
[20.03.2026] Die bayerische Steuerverwaltung setzt für noch mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit verstärkt auf KI-Lösungen. Entsprechende Pilotprojekte sind jetzt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg gestartet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: KI für schnellere Verwaltung
[04.03.2026] Der Verwaltungsassistent NRW.Genius ist das zentrale KI-Projekt in Nordrhein-Westfalen. Die Lösung wurde gezielt für alle Verwaltungsebenen entwickelt. Bald steht sie auch für die Finanzverwaltung zur Verfügung – aus Datenschutzgründen erfolgt der Betrieb im eigenen Rechenzentrum. mehr...
Brandenburg: KI für Ausländerbehörden
[13.02.2026] Mit „Aufenthalt Digital“ verantwortet das Innenministerium Brandenburg ein bundesweit erfolgreiches Programm. Dieses erhält nun ein KI-Update: Eine neue Funktion prüft, ob digital eingereichte Dokumente die tatsächlich erforderlichen sind. mehr...
EU AI Act: Schlanke KI-Aufsicht für Deutschland
[12.02.2026] Das Bundeskabinett hat den Entwurf zum nationalen Durchführungsgesetz für den EU AI Act beschlossen. Ziel ist die Schaffung einer Aufsichtsstruktur für Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb von KI-Systemen in der Verwaltung und Wirtschaft. mehr...
Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice
[10.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...
CSBW: Neues Lernmodul zu KI
[09.02.2026] Das Lernangebot der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg liefert in verschiedenen Formaten Wissen zu wichtigen Cybersicherheitsthemen. Verwaltungsmitarbeitende erhalten Hintergrundwissen, Praxistipps und Handlungsempfehlungen. Nun gibt es eine neue interaktive Schulungseinheit zum KI-Einsatz. mehr...
Berlin: Kein Behördendeutsch dank KI
[04.02.2026] Damit Behörden Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzen können, stellt die Berliner Senatskanzlei ab sofort und zunächst für drei Jahre eine KI-unterstützte Software zur Verfügung. mehr...
Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet
[03.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...












