FITKO/IT-PlanungsratKonsultation zur föderalen API-Autorisierungsinfrastruktur

[31.03.2026] Föderale Basisdienste sollten idealerweise leicht in Online-Dienste und Fachverfahren integrierbar sein. Ein vom IT-Planungsrat beauftragtes Vorhaben entwickelt die dazu notwendige gemeinsame Autorisierungsinfrastruktur. Erste Projektergebnisse können jetzt kommentiert werden.

Für die API-Autorisierung im föderalen Kontext braucht es einheitliche Sicherheitsvorgaben und eine Zielarchitektur.

(Bildquelle: peacestock123/123rf.com)

Wie greifen Online-Dienste, Fachverfahren und Unternehmensanwendungen sicher auf föderale Basisdienste wie FIT-Connect, NOOTS oder Bezahldienste zu? Derzeit müssen sie sich gegenüber diesen Basisdiensten nach jeweils unterschiedlichen Vorgaben und Registrierungsprozessen autorisieren. Das verursacht Mehraufwände bei der Anbindung an Basisdienst-Schnittstellen und bei der Registrierung für deren Nutzung, erschwert den Aufbau eines föderalen API-Ökosystems und führt zu einem uneinheitlichen Sicherheitsniveau. Im Projekt „Föderale API-Autorisierungsinfrastruktur“ wird ein gemeinsames Fundament für die wichtigen Dienste erarbeitet. Es gehört zu den ersten 27 Vorhaben, die der IT-Planungsrat im Juni 2025 zur operativen Umsetzung der föderalen Digitalstrategie beschlossen hat.

Einheitliche Sicherheitsstandards und Architekturvorgaben

Wie die FITKO berichtet, ist das Vorhaben auch ein konkreter Beitrag zum Zielbild des Schwerpunktthemas Digitale Transformation. Dieses Zielbild sieht vor, verbindliche Standards für die Verwaltungsdigitalisierung zu schaffen, um die interföderale Zusammenarbeit zu vereinfachen und skalierbare Lösungen sicherzustellen. Mit einheitlichen Sicherheitsstandards und Architekturvorgaben für die API-Absicherung setzt das Vorhaben hier an. Dabei wird konsequent auf etablierte Industriestandards wie beispielsweise OAuth 2.0, OpenID Connect und dem FAPI 2.0 Security Profile gebaut. Sachsen-Anhalt und die FITKO verantworten im Auftrag des IT-Planungsrats gemeinsam die Leitung des Projekts.

Einladung zu Diskussion und Feedback

Nun lädt das Projektteam „Föderale API-Autorisierungsinfrastruktur“ die Fachöffentlichkeit ein, die bisher erarbeiteten Projektergebnisse zu kommentieren und mitzudiskutieren. Die Konsultation läuft noch bis zum 16. April 2026. Die Kommentare sollen in die weitere Ausarbeitung einfließen, die dem IT-Planungsrat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Alle Projektergebnisse sind auf OpenCode veröffentlicht. Teil der Konsultation sind die föderalen Sicherheitsvorgaben, Architekturprinzipien, Anforderungen, Architekturentscheidungen (ADRs) sowie die föderale Zielarchitektur. Auf jeder Dokumentenseite finden sich direkte Links, über die Feedback, Änderungsvorschläge und Fragen als Issues eingereicht werden können. Darüber hinaus können auch allgemeines Feedback, Verständnisfragen und neue Anforderungen eingebracht werden. Bereits eingegangene Beiträge sind öffentlich einsehbar und stehen zur Diskussion.





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