HessenStaatsanwaltschaften stellen auf E-Akte um

Hessens Justizstaatssekretärin Tanja Eichner (r.) und die leitenden Oberstaatsanwältin Annette von Schmiedeberg in Hanau.
(Bildquelle: HMdJ)
Hessens Justizstaatssekretärin Tanja Eichner hat die Staatsanwaltschaft Hanau besucht, die derzeit die elektronische Akte einführt. Der Besuch habe gezeigt, wie die Umstellung auf die elektronische Aktenbearbeitung auch in Strafsachen erfolgreich gelingen kann, so Eichner. „Bereits in den ersten vier Wochen konnten erste Ermittlungsverfahren in digitaler Form schneller bearbeitet werden, weil die Akten zwischen Polizei und Justiz nun zügiger ausgetauscht werden können. Bei der Einführung haben neben den engagierten Beschäftigten der Staatsanwaltschaft Hanau auch die Erfahrungen der Pilotstaatsanwaltschaft Darmstadt, die IT-Stelle der hessischen Justiz und die Generalstaatsanwaltschaft geholfen“, erklärte die Justizstaatssekretärin. Das war offenbar auch Anlass für gute Laune bei der Hanauer Staatsanwaltschaft: Ein Mitarbeiter hat mit KI-Unterstützung einen schwungvollen E-Akten-Song generiert, der am Einführungstag im Gebäude abgespielt wurde.
Auf der Zielgeraden
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt stellte im Rahmen eines Pilotprojekts erfolgreich auf elektronische Aktenführung um – Hanau ist nun die erste von acht Staatsanwaltschaften, bei der die E-Akte im regulären Roll-out-Prozess eingeführt wird. Seit 1. September 2025 werden dort nun alle neu eingehenden Ermittlungsverfahren ausschließlich elektronisch angelegt. Derzeit wird die E-Akte auch bei den Staatsanwaltschaften Kassel, Marburg und Fulda eingeführt. Parallel dazu werden die zugehörigen Strafgerichte aus den betreffenden Landgerichtsbezirken umgestellt.
In Hessen befindet sich laut dem Justizministerium das gesamte Projekt zur E-Akten-Einführung in der Justiz auf der Zielgeraden. Bis Jahresende sollen noch die verbliebenen Staatsanwaltschaften mit den Strafgerichten sowie die Registergerichte auf die E-Akte umstellen. Bei allen hessischen Amts- und Landgerichten, beim Oberlandesgericht und den Fachgerichten wird bereits mit der E-Akte gearbeitet.
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