BMBFUpdate zur KI-Strategie des Bundes

[08.11.2023] Ein neuer KI-Aktionsplan des BMBF verdeutlicht den Status quo in den Handlungsfeldern, formuliert konkrete Ziele und vermittelt dafür erforderliche Maßnahmen. Neben Wirtschaft, Gesundheitsbranche und Bildung nimmt der Plan auch die Verwaltung in den Blick.

Das BMBF hat einen KI-Aktionsplan vorgelegt, der unter anderem dazu beitragen soll, den KI-Einsatz in der Verwaltung zu stärken.

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Prof. Dr. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre am Forschungszentrum Jülich

(Bildquelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Künstliche Intelligenz (KI) hat auch für die Verwaltung großes Potenzial und kann dazu beitragen, dass Verwaltungsabläufe verbessert, beschleunigt und knappe personelle Ressourcen geschont werden (wir berichteten). Nun hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seinen Aktionsplan Künstliche Intelligenz vorgelegt, in dem elf Handlungsfelder skizziert sind, in denen der größte Handlungsbedarf bei der Weiterentwicklung der Technologie besteht. Das Ministerium versteht den Aktionsplan als ein Update zur KI-Strategie der Bundesregierung.
Hintergrund für die Entwicklung dieses Aktionsplans seien die starken Entwicklungen im Bereich KI in den vergangenen Jahren und eine vermehrte gesellschaftliche Akzeptanz generativer KI, die das BMBF konstatiert – vorangetrieben auch durch Anwendungen wie ChatGPT. Daher benötige das deutsche KI-Ökosystem neue Impulse, so das Ministerium. Dies bezieht sich auch auf KI in der Verwaltung: „Der Einsatz von KI kann auch in der Verwaltung helfen und die Beschäftigten unterstützen. Daher werden wir uns auch im BMBF intensiver damit befassen. Wir wollen hierzu verstärkt experimentieren und noch in diesem Jahr intern pilothaft in die Anwendung von generativer KI einsteigen. Bis Sommer des nächsten Jahres beabsichtigen wir den Einsatz von KI auch im externen Bereich“, heißt es in dem Aktionsplan.

Mehr Infrastruktur, Forschung und Akzeptanz

Das BMBF fördert die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von KI aktuell in 50 laufenden Maßnahmen mit den Schwerpunkten Forschung, Kompetenzentwicklung, Aufbau von Infrastrukturen und Transfer in die Anwendung. Diese werden nun zielgerichtet um mindestens 20 weitere Initiativen ergänzt. In der laufenden Legislaturperiode will allein das BMBF über 1,6 Milliarden Euro in KI investieren. Unter den elf Handlungsfeldern finden sich viele Verbesserungen für Forscherinnen und Forscher im Bereich KI. So sollen die KI-Kompetenzzentren und KI-Professuren weiter gefördert werden. Auch auf die Basis von KI, die Recheninfrastruktur, legt der KI-Aktionsplan wert. Die Rechenkapazitäten sollen für alle besser nutzbar gemacht und ausgebaut werden.
Außerdem soll „der europäische Schulterschluss“ gelingen und Maßnahmen für Europas Weg an die Spitze bei KI herausgearbeitet werden. Des Weiteren soll der Transfer von der Forschung in die Wirtschaft verbessert werden. Zudem sollen KI-Technologien in der Gesundheitsbranche aktiver als bisher gefördert werden. Auch sollen Leitlinien erarbeitet werden, wie KI in der Bildung effektiv eingesetzt werden kann. Denn dort biete KI enorme Chancen für die individuelle Förderung sowie die Unterstützung von Lehrkräften und Ausbildungspersonal, so das BMBF. Zugleich soll die gesellschaftliche Akzeptanz von KI erhöht werden.





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