SachsenZu wenig Websites barrierefrei
Seit dem 23. September 2020 sind öffentliche Stellen in Bund, Ländern und Kommunen sowie von diesen finanzierte Einrichtungen nach der EU-Richtlinie 2016/2102 verpflichtet, ihre Web-Seiten barrierefrei zu gestalten und dort „Erklärungen zur Barrierefreiheit“ zu veröffentlichen. Seit Juni 2021 gilt dies auch für die mobilen Anwendungen und Apps öffentlicher Stellen. Doch im Durchschnitt werden nur die Hälfte der Kriterien zur Barrierefreiheit erfüllt. Die „Erklärung zur Barrierefreiheit“, die unter anderem Nutzern eine Möglichkeit an die Hand gibt, ihre Rechte einzufordern, sei nur bei etwa jeder zehnten Website zu finden. Das hat die Prüfung der sächsischen Überwachungsstelle für Barrierefreiheit von Informationstechnik ergeben, zu der der entsprechende Bericht jetzt vorliegt.
Demnach seien viele Online-Auftritte für Menschen mit Behinderungen nicht zugänglich. Von Juli 2020 bis Mai 2021 seien insgesamt 43 Web-Seiten von sächsischen öffentlichen Stellen unterschiedlicher Sektoren – etwa des sozialen Sektors, der Gesundheit, des Verkehrs, der Arbeit und der Bildung – einer Kurzprüfung auf Barrierefreiheit unterzogen worden. Nur rund die Hälfte erfüllte die Barrierefreiheitsanforderungen. Zudem enthielten lediglich neun Prozent der geprüften Seiten die wichtige „Erklärung zur Barrierefreiheit“. Diese gebe einerseits Auskunft zum Stand der Barrierefreiheit des jeweiligen Web-Auftritts. Andererseits könnten sich Nutzer mittels der angegebenen Kontaktdaten an die zuständige Stelle wenden, wenn Inhalte für sie nicht barrierefrei zugänglich seien. Bleibe dies erfolglos, könne ein Schlichtungsverfahren bei der Durchsetzungsstelle eingeleitet werden.
Zu den besonders häufig vorgefundenen Fehlern gehören mangelnde Alternativtexte für grafische Bedienelemente, unzureichende Farbkontraste, mangelhafte oder fehlende Tastaturbedienbarkeit und schlechte Bedienbarkeit per Screenreader. Daraus entstehen besonders für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen sowie Menschen mit Mobilitätsbehinderung erhebliche Schwierigkeiten für die Bedienung der Web-Seiten. In manchen Fällen sei eine eigenständige Bedienung unmöglich, berichtet die Überwachungsstelle für Barrierefreiheit.
Der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, sieht den ersten Jahrestag der Umsetzung der EU-Richtlinie im Freistaat Sachsen kritisch: „Die Erklärung zur Barrierefreiheit stellt ein wichtiges Mittel für Menschen mit Behinderungen dar, ihre Rechte einzusetzen. Die Tatsache, dass weniger als jede zehnte Website von öffentlichen Stellen eine Erklärung beinhaltet, ist inakzeptabel“, so Pöhler. Zur Verbesserung der digitalen Zugänglichkeit seien verschiedene Maßnahmen im Land Sachsen geplant. Vor allem sollen die Schulungsangebote für öffentliche Stellen erweitert und die Stellen durch Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkarbeit für ihre Verpflichtungen sensibilisiert werden.
Bürokratieabbau: EinfachMachen-Portal kommt an
[15.01.2026] Mitte Dezember ist das EinfachMachen-Portal der Bundesregierung gestartet. Seither sind über 12.000 konkrete Hinweise zum Bürokratieabbau eingegangen. Die nächste Ausbaustufe umfasst KI-Unterstützung bei der Auswertung. mehr...
Bitkom: Wo klappt die Vergabe an Start-ups?
[18.12.2025] Komplexe, aufwendige Vorgaben für die Beschaffung erschweren jungen, innovativen Unternehmen den Zugang zum Public Sector. Eine neue interaktive Vergabe-Landkarte des Bitkom zeigt, welche Bundesländer die Vergabe an Start-ups gezielt erleichtern und wo es besonders hohe Hürden gibt. mehr...
Bürokratierückbau: Portal für weniger Papierkram
[16.12.2025] Die Bundesregierung hat das im Koalitionsvertrag angekündigte EinfachMachen-Portal gestartet, um künftig Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft zu sammeln. Der Bitkom fordert eine Ausweitung auch auf Landes- und Kommunalebene. mehr...
Niedersachsen: Schnell zur richtigen Baubehörde
[15.12.2025] In Niedersachsen bieten bald mehr als 100 Bauaufsichtsbehörden die Möglichkeit, Bauanträge elektronisch zu stellen. Nun hat das Land eine zentrale Übersichtsseite eingerichtet, mit deren Hilfe es möglich ist, schnell zu den Antragsdiensten der jeweils zuständige Baubehörde zu navigieren. mehr...
Plattform: Bau the Länd
[03.12.2025] In Baden-Württemberg bietet die neue Wissensplattform „Bau the Länd“ Bauherren, Planern, Behördenmitarbeitern und interessierten Bürgern zentrale Informationen rund um das Bauen im Land und das Virtuelle Bauamt. mehr...
Niedersachsen: Wirtschaftsdashboard online
[01.12.2025] Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren in Niedersachsen sowie Möglichkeiten zur interaktiven Auswertung bietet das neue Wirtschaftsdashboard WiN. Entwickelt wurde das Onlineangebot vom Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). mehr...
Hessen: Neuer Webauftritt der Polizei
[24.11.2025] Weg von einem rein informativen Angebot, hin zu einem modernen digitalen Serviceportal. Dieser Anspruch stand hinter dem Relaunch des Webauftritts der hessischen Polizei. mehr...
BNetzA: Mängelmelder Post gestartet
[10.10.2025] Wenn sie Mängel bei der gesetzlich vorgeschriebenen Qualität oder flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen feststellen, können Bürgerinnen und Bürger dies der Bundesnetzagentur künftig online melden. mehr...
Rheinland-Pfalz/Bund: Zusammenarbeit intensiviert
[24.09.2025] Das Land Rheinland-Pfalz und der Bund werden ihre Zusammenarbeit intensivieren. Der Schwerpunkt liegt auf dem flächendeckenden Roll-out von Onlinediensten im Zuge der OZG-Umsetzung. mehr...
Brandenburg: Verwaltungsdienste auf Niedersorbisch
[12.08.2025] Brandenburg bietet ausgewählte Verwaltungsleistungen auf dem zentralen Serviceportal nun auch in niedersorbischer Sprache an. Die Übersetzungen, erstellt in Kooperation mit dem Sorbischen Institut, stehen auch Kommunen im angestammten wendischen Siedlungsgebiet zur Verfügung. mehr...
Materna: Mehr digitale Souveränität für Behörden
[06.08.2025] Materna stellt die Verwaltungsplattform Tremonia DXP auf openCode bereit. Die Lösung besteht aus bewährten Open-Source-Komponenten und soll es Behörden ermöglichen, Internetauftritte, Fachanwendungen und Intranets skalierbar und ohne proprietäre Abhängigkeiten umzusetzen. mehr...
Saarland: Neues Serviceportal geht online
[04.08.2025] Mit seinem neuen Serviceportal macht das Saarland die Verwaltungsangebote des Landes und der Kommunen einfacher digital zugänglich. Die Plattform richtet sich an Privatpersonen wie auch an Unternehmen und soll die unkomplizierte Abwicklung von Verwaltungsprozessen ermöglichen. mehr...
Hessen: Soziale Entschädigung digital beantragen
[29.07.2025] Als zweites Bundesland nach Schleswig-Holstein bietet Hessen künftig die Möglichkeit, Leistungen der Sozialen Entschädigung online zu beantragen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Portal für Umweltdaten wächst
[02.07.2025] Das Umweltportal NRW bündelt wichtige Umweltinformationen für Fachleute, Kommunen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Nun kamen neue Abo-Services zur Brandgefahr und weitere Themenrubriken wie „Umwelt & Gesundheit“ und „Innenraumluft“ hinzu. mehr...
Materna: Zuschlag für die GSB-Migration
[23.05.2025] Seit 2003 stellt das ITZBund den Government Site Builder als CMS für die Bundesverwaltung bereit. Nun soll mit der Version 11 eine Vereinheitlichung der Dienstelandschaft erfolgen. Für Migration und Schulung hat Materna gemeinsam mit einem Partnernetzwerk den Rahmenvertrag gewonnen. mehr...












