OSBA/Deutschland-StackTransparente Standards für Cloud-Dienste

[13.04.2026] Die Open Source Business Alliance bewertet die Integration des Sovereign Cloud Stack in den Deutschland-Stack als wichtigen Schritt für offene Cloud-Standards. Der IT-Planungsrat verankert damit erstmals Open-Source-basierte Referenzarchitekturen für Cloud- und Managed Services in der Verwaltung.
Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

Der Deutschland-Stack gewinnt weiter an Kontur: Der IT-Planungsrat hat die Integration von Open-Source-Standards beschlossen.

(Bildquelle: ekaterinaku/123rf.com)

Seit 2019 koordiniert der bundesweite Branchen- und Interessenverband der Open-Source-Wirtschaft, die Open Source Business Alliance (OSBA), mit dem Sovereign Cloud Stack (SCS) ein zentrales Standardisierungs- und Referenzprojekt für souveräne Cloud-Infrastruktur in Europa. Ziel ist ein anbieterneutraler, standardisierter Software-Stack für föderierbare Cloud- und Containerinfrastrukturen, der Interoperabilität sicherstellen und digitale Souveränität stärken soll. Mit dem letzten Beschluss des IT-Planungsrats wurden die Open-Source-Standards des SCS nun Bestandteil des Deutschland-Stacks (wir berichteten).  An vielen Stellen ergänzen sich die Standards der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) und des SCS – die ideale Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung.

Erstmals Open-Source-basierte Referenzarchitekturen

Der Deutschland-Stack ist ein zentrales Vorhaben der Bundesregierung zur Modernisierung der digitalen Verwaltung mit dem Ziel, eine technologische Grundlage für Bund, Länder und Kommunen zu schaffen. Im Fokus stehen Skalierbarkeit, Sicherheit und digitale Souveränität. Mit der nun beschlossenen Einbindung der SCS-Standards wird dieses Ziel konkret unterlegt. Der Beschluss sieht vor, dass neben bestehenden Vorgaben – etwa der Deutschen Verwaltungscloud – auch die Standards des Sovereign Cloud Stack verbindlich berücksichtigt werden. Insbesondere im Bereich Cloud- und Managed Services werden damit erstmals konkrete Open-Source-basierte Referenzarchitekturen fest verankert.

Mehr Transparenz und Wahlfreiheit

Das bedeutet, dass Cloud-Dienste der Verwaltung künftig auf klar definierten, offenen Schnittstellen basieren und Anbieter interoperabel zusammenarbeiten können. Zugleich bleiben die eingesetzten Technologien transparent überprüfbar und weiterentwickelbar, während Fachanwendungen gezielt entwickelt und schneller in Betrieb genommen werden können. Die Behörden profitieren von der Wechselfähigkeit und können einfacher zwischen verschiedenen Plattformen und Anbietern wechseln. „Die Integration von SCS in den Deutschland-Stack stärkt nicht nur die technologische Unabhängigkeit, sondern auch die Anschlussfähigkeit an europäische Initiativen. Gleichzeitig wird die Innovationskraft der Wirtschaft gestärkt, da offene Standards Wettbewerb ermöglichen und Marktzugänge erleichtern“, so das Fazit der OSBA.





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