ZenDiSKonsultation zur digitalen Souveränität

Das ZenDiS will einen Konsens über Kriterien für digitale Souveränität in der öffentlichen Verwaltung herstellen.
(Bildquelle: wirestock/123rf.com)
Die Stärkung der digitalen Souveränität ist erklärtes Ziel der Politik. Um den Status quo zu bewerten und Hebel zu identifizieren, braucht es jedoch messbare Indikatoren. Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) entwickelt darum einen Souveränitätscheck, der auf klar definierten Kriterien beruhen soll.
Das ZenDiS hat in einem ersten Schritt den Entwurf für einen solchen Kriterienkatalog erarbeitet und lädt nun die (Fach-)Öffentlichkeit ein, sich darüber in einem Konsultationsprozess auszutauschen. So soll ein möglichst breiter Konsens über belastbare Souveränitätskriterien erzielt werden. „Digitale Souveränität konnte bisher weder valide bewertet noch gesteuert werden. Das ändern wir mit klaren Kriterien und dem darauf aufbauenden Souveränitätscheck. Der Prozess ist offen und transparent. So wollen wir einen breiten Konsens für dieses gesamtgesellschaftlich relevante Thema herstellen“, betont ZenDiS-Geschäftsführer Alexander Pockrandt.
Was messbar ist, ist machbar
Das ZenDiS-Papier „Kriterien zur Bewertung von Digitaler Souveränität – aus messbar wird machbar“, das die Grundlage für den Konsultationsprozess bietet, wurde bereits veröffentlicht. Die dort vorgestellten Kriterien bewerten die IT-Infrastruktur – aber nicht nur. In den Blick genommen wird auch die Organisation insgesamt einschließlich ihrer Strategien und Kompetenzen. Diese Kriterien werden mit Risikoaspekten verknüpft und sollen sich perspektivisch mit Prüffragen und Nachweisen konkret bewerten lassen. Der Kriterienkatalog baut auf Vorarbeiten unter anderem des IT-Planungsrats, der EU-Kommission und aus der Wissenschaft auf. „Der Kriterienkatalog bildet eine fundierte Grundlage, um digitale Souveränität messbar und steuerbar zu machen – so lassen sich effektive Maßnahmen ergreifen und Ergebnisse bewerten“, sagt die ZenDiS-Geschäftsführerin Pamela Krosta-Hartl.
Der Konsultationsprozess startet ab sofort und endet am 15. Mai 2026.
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