Schleswig-HolsteinCall for Concepts beim Landesprogramm Offene Innovation

[29.01.2026] Es ist erklärtes Ziel Schleswig-Holsteins, mit Open Source die digitale Souveränität zu sichern und den Digitalstandort zu stärken. Dazu trägt auch das Landesprogramm Offene Innovation bei, mit dem praxisrelevante Open-Source-Projekte in Verwaltung und Zivilgesellschaft gefördert werden. Nun startet die dritte Runde.
menschenmenge - die meisten personen Männer in hellblauen Oberhemden - in einem modern eingerichteten Konferenzraum.

Rückblick auf 2025: Der Vorstellungstag, bei dem die Teilnehmenden ihre Ideen der Jury präsentierten.

(Bildquelle: DigitalHub.SH)

Mit dem Call for Concepts fällt der Startschuss für die dritte Runde des Landesprogramms Offene Innovation in Schleswig-Holstein. Öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen können gemeinsam mit der regionalen Digitalwirtschaft beim DigitalHub.SH Ideen für innovative Open-Source-Projekte einreichen. Das Land stellt erneut mehr als zwei Millionen Euro bereit. Seit 2024 wurden bereits 31 Projekte mit rund sechs Millionen Euro finanziert (wir berichteten), die von Vertreterinnen und Vertretern aus mehr als 90 Institutionen im ganzen Land eingereicht wurden. Die Projekte decken ein breites Themenspektrum ab: vom Bildungsbereich über Sport und familiäre Versorgungsfragen bis hin zu klassischen Verwaltungsthemen wie einer offenen Aktenlösung.

Breiter Nutzen der entwickelten Lösungen

Gezielt offen entwickelte Softwarelösungen bedienen nicht nur den lokalen Bedarf, sondern können viele Akteure stärken. Dies zeigen die bisherigen Projekte. Ein gelungenes Beispiel ist laut der Pressemeldung der Staatskanzlei etwa die Einsatzplanungslösung Firemon 112 für freiwillige Feuerwehren: Was als ehrenamtliches Projekt begann, optimiert heute die Arbeit von 113 Wehren mit über 2.400 Einsatzkräften in Schleswig-Holstein. „Unsere bisher finanzierten Projekte zeigen bereits, wie Open Source konkrete Probleme löst und dabei ganze Netzwerke voranbringt. Mit der dritten Runde wollen wir diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und noch mehr innovative Ideen verwirklichen,“ sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.

Offenheit und Nachnutzbarkeit als zentrale Ziele

Der Call for Concepts 2026 richtet sich an alle öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen in Schleswig-Holstein, die gemeinsam mit lokalen IT-Unternehmen Lösungen für reale Digitalisierungsbedarfe entwickeln möchten. Finanziert werden Ideen in vier Kategorien:

  • Funktionserweiterungen bestehender Open-Source-Lösungen,
  • Schnittstellen zwischen Fachverfahren und Office-Software,
  • komplett neue Entwicklungen für administrative Abläufe,
  • Migration von Closed-Source- zu Open-Source-Systemen.

„Die Offenheit und Nachnutzbarkeit der entwickelten Lösungen sind zentrale Ziele des Programms. Wir setzen darauf, dass auch der Call for Concepts 2026 wieder zahlreiche konkrete Projekte und Produkte hervorbringt, die echte Mehrwerte für Verwaltungen und gemeinnützige Organisationen schaffen“, betont der Projektleiter des DigitalHub.SH, Alexander Rosenthal.

Hilfe vom DigitalHub

Der DigitalHub.SH bietet an, Interessierten bei der Partnerfindung und bei der Schärfung ihrer Ideenansätze zu unterstützen. Bewährte Innovationsbereiche aus den bisherigen Runden – wie Prozessautomatisierung, KI-gestützte Lösungen, Semantic Web, Datenintegration und nachhaltige Digitalisierung administrativer Prozesse – können den Teilnehmenden der aktuellen Runde darüber hinaus Orientierung geben. Organisationen sind aber auch eingeladen, ganz neue Ansätze und Herausforderungen einzubringen. Die offizielle Einreichungsphase läuft bis zum 28. April 2026. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zum Bewerbungsprozess sind beim DigitalHub.SH verfügbar.





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