Bayern2,26 Millionen Euro für digitale Hochschullehre

[07.08.2020] Insgesamt 2,26 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern für neue digitale Lehrformate der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) zur Verfügung. Gefördert werden damit Online-Kurse für Studenten und weitere Interessierte sowie Online-Lerneinheiten an den 31 vhb-Trägerhochschulen.

Seit über 20 Jahren unterstützt die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) die digitale Lehre an den Hochschulen im Freistaat. 12 Universitäten und 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind die Träger der im Jahr 2000 gegründeten Kooperation. Für neue digitale Lehrformate an der vhb stellt der Freistaat jetzt Fördermittel in Höhe von insgesamt 2,26 Millionen Euro zur Verfügung. Wie das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilt, werden mit den Mitteln 20 Kurse für Studenten (CLASSIC vhb), 13 Kurse für alle Interessierte (OPEN vhb) sowie 537 Lerneinheiten für den Einsatz in Blended-Learning-Formaten an den bayerischen Hochschulen (SMART vhb) gefördert. In 15 Fächergruppen bietet das Format CLASSIC vhb rund 570 Online-Kurse an. Deren Inhalte werden unter Nutzung verschiedener Medien interaktiv und abwechslungsreich aufbereitet, geschulte E-Tutoren begleiten die Studenten. OPEN vhb bietet mehr als 70 offene, kostenfreie Kurse an. Sie wurden laut Ministerium als Selbstlernangebote für eine interessierte Allgemeinheit konzipiert. Ebenso können sie in die Hochschullehre integriert werden, wenn Lehrende die Betreuung ihrer Studierenden übernehmen und Prüfungen anbieten. Die Fördermittel für SMART vhb schließlich stehen für neue Online-Lerneinheiten in Blended-Learning-Lernformaten zur Verfügung.
Nach Abschluss der nunmehr dritten SMART vhb-Förderrunde werde Lehrenden der 31 Trägerhochschulen ein Pool mit rund 2.000 Lerneinheiten zur Verfügung stehen, die sie in ihre Präsenzveranstaltungen einbauen können. Mit diesem Angebot ermögliche die vhb den Austausch zwischen ihren Trägerhochschulen. Jede Lerneinheit setzt sich aus unterschiedlichen Lernmaterialien, wie Videos, Textelementen, Simulationen oder Übungsaufgaben, zusammen. Lernziele seien definiert, Selbstkontrollaufgaben in jeder Lerneinheit enthalten.
„Die vhb geht bei der digitalen Lehre deutschlandweit voran“, sagt Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler. „Nicht erst seit der Corona-Pandemie entwickeln die 31 Trägerhochschulen kontinuierlich und engagiert vielfältige Online-Angebote. Dieses echte Erfolgsmodell wollen wir weiter ausbauen. Jeder Euro, den wir dafür investieren, ist bestens angelegt und kommt allen beteiligten Hochschulen und auch Interessierten außerhalb der Hochschulfamilien zugute.“
Die vom Freistaat bereitgestellten Mittel werden in kompetitiven Förderrunden an Antragstellende der Trägerhochschulen vergeben, heißt es vonseiten des Ministeriums weiter. Der 31. Oktober 2020 ist der nächste Stichtag für die Einreichung von Anträgen zu den halbjährlich ausgeschriebenen Förderrunden CLASSIC vhb und OPEN vhb. Für die jährlich ausgeschriebene SMART-vhb-Förderrunde können die Hochschulen bis zum 31. Mai 2021 Anträge einreichen.



Stichwörter: Hochschul-IT, Bayern


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