BayernKI-Strompreis für Europas Rechenzentren

[05.02.2025] Künstliche Intelligenz benötigt viel Strom. KI-Rechenzentren in Deutschland tragen doppelt so hohe Stromkosten wie in den USA und China. Bayerns Digitalminister Mehring fordert daher einen europäischen KI-Strompreis, um die Wettbewerbsfähigkeit moderner Rechenzentren zu sichern.
Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

KI-Rechenzentren sind besonders stromhungrig - und in Europa durch hohe Energiekosten benachteiligt.

(Bildquelle: Cybrain/stock.adobe.com)

Bayerns Digitalminister Fabian Mehring hat sich nach einem Besuch im Leibniz Rechenzentrum (LRZ) für einen verbilligten KI-Strompreis stark gemacht. Um im globalen Wettrennen um die neuen Märkte des KI-Zeitalters konkurrenzfähig zu werden, schlägt Mehring eine Begrenzung der Energiekosten für KI-Rechenzentren vor. Dieser Sondertarif soll nach Mehrings Vorschlag nur für solche Rechenzentren gelten, deren Chips und Hardware einen definierten Nachhaltigkeitsstandard erfüllen. Für Wohlstand und technische Souveränität brauche Europa eigene KI-Fabriken, so Mehring, diese seien aber durch hohe Stromkosten belastet.

Hohe Strompreise als Hemmschuh

In Deutschland lagen die durchschnittlichen Industriestrompreise im Jahr 2024 bei rund 17 Cent – etwa doppelt so hoch wie in den USA oder China. „So lange in Deutschland mehr als doppelt so hohe Energiepreise aufgerufen werden wie auf der anderen Seite des Atlantiks, können wir im Rennen Richtung digitaler Zukunft nicht mithalten. Die technische Souveränität und wirtschaftliche Prosperität eines Landes werden in Zukunft existenziell davon abhängen, ob man in seinen KI-Fabriken zu wettbewerbsfähigen Preisen rechnen lassen kann“, sagte Mehring. Noch bestünden Chancen, als Sieger der großen KI-Revolution vom Platz zu gehen, so der Minister. Dazu müsse Europa jedoch schleunigst konkrete politische Initiativen ergreifen – ein einheitlicher KI-Strompreis auf global wettbewerbsfähigem Niveau sei ein erster Schritt in diese Richtung.





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