BrandenburgKI-Projekt MAKI in der Justiz

[12.06.2025] Brandenburg beteiligt sich an der länderübergreifenden Entwicklung der KI-Anwendung MAKI. Die Software soll Richterinnen und Richter bei Massenverfahren entlasten, etwa durch Textbausteine, Metadatenanalyse und generative KI.
Blau hinterlegte, stilisierte Darstellung einer Waage, verschwommen dahinter die Umrisse einer Hand, die mit dem Zeigefinger in Richtung des Waagesymbols tippt.

KI-Systeme sollen die Justiz in zeitraubenden Massenverfahren entlasten.

Das Ministerium der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg bringt sich aktiv in die Entwicklung der KI-Anwendung „Massenverfahrensassistenz mithilfe von KI“ – kurz: MAKI – ein. Das Projekt MAKI, das durch eine enge Kooperation mit den Ländern Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen realisiert wird, soll die Arbeit der Richterinnen und Richter bei Massenverfahren erleichtern und beschleunigen. Bei der Bearbeitung des umfangreichen Prozessstoffs sollen innovative Technologien wie Metadatenextraktion, Wissens- und Textbausteinmanagement sowie generative KI zum Einsatz kommen. „MAKI ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur Digitalisierung der Justiz im Land Brandenburg. Durch die Zusammenarbeit mit Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen schaffen wir eine starke Gemeinschaft für Innovation innerhalb der Justiz in Deutschland“, sagt Benjamin Grimm, Minister der Justiz und für Digitalisierung in Brandenburg.

Intelligente Textbausteine

Entwickelt wurde MAKI vom Justizministerium Niedersachsen, das Projekt wird im Rahmen der Digitalisierungsinitiative für die Justiz mit Mitteln des Bundes gefördert. Die beteiligten Länder haben nun eine Kooperation geschlossen, die es dem Land Brandenburg ermöglicht, MAKI zu pilotieren und perspektivisch in den Echtbetrieb zu überführen. Ein erster Zwischenschritt ist die Entwicklung einer Textbausteinkomponente, die bis zum Sommer 2025 zur Verfügung stehen soll. Das System soll durch individuelle Textbausteine die Arbeitsweise der jeweiligen Anwenderinnen und Anwender erlernen, vergleichbare Fallkonstellationen erkennen und auf bereits getroffene Entscheidungen zurückgreifen können.

Ergänzung zur KI-Recherche KAI

In der Brandenburger Justiz ist mit KAI bereits eine weitere KI-Anwendung im Einsatz, die spezifisch auf die Analyse gerichtlicher Entscheidungen in Fluggastverfahren am Amtsgericht Königs Wusterhausen ausgerichtet ist. Dieses ist für den Hauptstadtflughafen BER zuständig. Auch MAKI soll voraussichtlich zunächst bei Amtsgerichten, in deren Zuständigkeitsbereich große Flughäfen liegen, pilotiert werden. Während KAI als Recherchewerkzeug fungiert, zielt MAKI auf die intelligente Assistenz bei der Erstellung von Texten und Schriftsätzen und der Bearbeitung repetitiver Verfahrensschritte. Beide Systeme sind komplementär angelegt und sollen langfristig gemeinsam die digitale Innovationskraft der Justiz in Brandenburg stärken.





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