BundesrechnungshofMangelnder Schutz der Bundes-IT

Der in Bonn ansässige Bundesrechnungshof sieht viel Nachbesserungsbedarf bei der IT-Sicherheit des Bundes.
(Bildquelle: Bundesrechnungshof)
Die IT des Bundes ist nur unzureichend gegen aktuelle Bedrohungen geschützt. Das geht aus einem aktuellen vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofes an den Haushaltsausschuss hervor, über den das Nachrichtenmagazin Der Spiegel informiert. Die Rechenzentren und Netze des Bundes weisen demnach „eklatante Sicherheitslücken“ auf. So sollen weniger als zehn Prozent der über 100 Rechenzentren des Bundes den Mindeststandard erfüllen, vielfach sei selbst die Notstromversorgung nicht krisensicher. Bei vielen wichtigen IT-Diensten fehle zudem die Georedundanz. Damit seien im Falle des Falles wichtige staatliche Kernfunktionen wie etwa Sozialleistungen nicht aufrechtzuerhalten, so der Bundesrechnungshof laut Spiegel.
In der Vergangenheit seien wichtige politische Weichen falsch gestellt worden. So kritisieren die Prüfer des Rechnungshofs etwa die Cybersicherheitsstrategie des Bundes, die 2021 vorgestellt und seither mehrfach ergänzt wurde. „Inwieweit die aktuelle Cybersicherheitsstrategie dazu beigetragen hat, die Cybersicherheit Deutschlands zu verbessern, ist unklar“, zitiert der Spiegel den Bericht. Auch ob das 2011 gegründete Nationale Cyber-Abwehrzentrum, das acht Kernbehörden und mehrere Partner zusammenfasst, den durch seinen Namen geweckten Erwartungen tatsächlich nachkommen könne, stehe in Frage.
Sicherheitsstrukturen verschlanken, effizienter werden
Eine Untersuchung bestehender Defizite, des Personalbedarfs und der erforderlichen Mittel sei bei der Erarbeitung der Cybersicherheitsstrategie offenbar nicht erfolgt. Um bei gravierenden Cybersicherheitsvorfällen schnell reagieren zu können, solle die neue Bundesregierung die bestehende Sicherheitsarchitektur nun erst einmal analysieren, so eine Empfehlung des Bundesrechnungshofes. Maßnahmen sollten zudem künftig zentral gesteuert und der „Dschungel von Institutionen und Zuständigkeiten“ reformiert und effizienter gestaltet werden. Auch ein besseres Controlling der Ausgaben sei nötig – mehr Geld führe nicht automatisch zu mehr IT-Sicherheit.
Laut Spiegel haben das Bundesinnenministerium (BMI) und das Digitalministerium (BMDS) in einer Vorab-Stellungnahme zum Bericht der konstatierten mangelnden Krisenresilienz „im Wesentlichen zugestimmt“ – die verteilten Zuständigkeiten gingen jedoch teilweise auf EU-Vorschriften zurück. Dennoch wolle man das Cyber-Abwehrzentrum nun weiterentwickeln und Doppelstrukturen vermeiden.
Berlin: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI
[14.07.2026] Berlin und das BSI wollen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen enger zusammenarbeiten. Die Vereinbarung setzt einen Punkt der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland um. Ähnliche Kooperationen bestehen bereits mit mehreren Ländern. mehr...
Sachsen-Anhalt: Cyber-Sicherheitsstrategie vorgestellt
[08.07.2026] Sachsen-Anhalt kommt der Umsetzung der NIS2-Richtlinie einen Schritt näher. Die neue Cyber-Sicherheitsstrategie beschreibt, wie das Land verbindliche Vorgaben für Netz- und Informationssicherheit umsetzen und seine digitale Widerstandsfähigkeit stärken will. mehr...
Datenschutz: Amt des BfDI neu besetzt
[01.07.2026] Ab Oktober übernimmt Moritz Hennemann das Amt des BfDI. Der Freiburger Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Informationsrecht folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihren Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bereits im März angekündigt hatte. mehr...
Baden-Württemberg: Sicherheitsarchitektur im Fokus
[30.06.2026] Wie kann die Cyber-Sicherheit in Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs von CDO Ronja Kemmer bei der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. mehr...
Brandenburg: Zugangsdaten-Klau erkennen
[26.06.2026] Entwendete Log-in-Daten gehören zu den wichtigen Einfallstoren für Cyber-Angriffe. Ist bekannt, dass dienstliche E-Mail-Adressen oder Passwörter in Datenlecks vorkommen, können Behörden Accounts sichern und Folgeschäden eingrenzen. Brandenburg führt nun ein Tool ein, das prüft, ob Zugangsdaten kompromittiert sind. mehr...
Bundestag: Mehr Befugnisse fürs BSI
[25.06.2026] Am Freitag wird der „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Cyber-Sicherheit“ erstmals in den Bundestag eingebracht. Unter anderem soll das BSI zusätzliche Möglichkeiten erhalten, die Resilienz der Informationstechnik der Bundesverwaltung im Cyber-Raum zu erhöhen und die Erkenntnislage zu verbessern. mehr...
CSBW: Neues Handbuch für IT-Notfälle
[25.06.2026] Für Verwaltungen bestehen jederzeit Risiken für Sicherheitsvorfälle und Datenschutzverletzungen – mit möglichen schweren Folgen. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg unterstützt Land und Kommunen mit neuen Angeboten, ein belastbares Informationssicherheits-Managementsystem aufzubauen. mehr...
Schleswig-Holstein: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI
[17.06.2026] Schleswig-Holstein und das BSI wollen bei der Cyber-Sicherheit enger zusammenarbeiten. Die neue Vereinbarung soll die Abwehr digitaler Angriffe auf Land und Kommunen stärken und fügt sich in ein größeres Maßnahmenpaket des Landes ein. mehr...
Sachsen-Anhalt/Schleswig-Holstein: Resilienz und Effizienz für den ÖGD
[10.06.2026] Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die IT-Sicherheit im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu stärken. Die Länder entwickeln gemeinsam E-Learning-Angebote, die digitale Kompetenzen der Mitarbeitenden verbessern und Einrichtungen widerstandsfähiger gegen Cyber-Risiken machen sollen. mehr...
Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket für Cyber-Sicherheit
[28.05.2026] Schleswig-Holstein baut die Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen aus. Zum Schutzschirm gehören unter anderem ein erweitertes Schwachstellenmanagement, mobile IT für Krisenlagen und Vor-Ort-Supportteams. Digitale souveräne Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur sichern Behörden weiter ab. mehr...
HPI: Konferenz zur Cyber-Sicherheit
[21.05.2026] Das Hasso-Plattner-Institut richtet im Juni erneut die Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit aus. Im Mittelpunkt stehen hybride Bedrohungen, KI und der Schutz Kritischer Infrastrukturen in einer angespannten geopolitischen Lage. mehr...
Cyber-Sicherheit: BSI und Mecklenburg-Vorpommern kooperieren
[19.05.2026] Im Bereich der Cyber-Sicherheit arbeiten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land Mecklenburg-Vorpommern künftig enger zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde auf der Digitalministerkonferenz unterzeichnet. mehr...
BSI: Zur Zukunft der Cyber-Sicherheit
[13.05.2026] Mit Blick auf hybride Bedrohungen, Cyber Conflict und digitale Souveränität zieht BSI-Chefin Claudia Plattner eine programmatische Zwischenbilanz. Cyber-Sicherheit wird zur Schnittstelle von Sicherheits- und Digitalpolitik. Im Fokus der Arbeit stehen automatisierte Angriffe, zivile Cyber Defense und digitale Souveränität. mehr...
NIS2-Richtlinie: Umsetzung in der Bundesverwaltung startet
[11.05.2026] Mit dem nun angelaufenen Programm CyberGovSecure soll die EU‑NIS2‑Richtlinie in der Bundesverwaltung umgesetzt werden. Um deren Cyber-Resilienz zu stärken, sind klare Verantwortlichkeiten, eine zentrale Finanzierung und konkret umsetzbare Maßnahmen vorgesehen. mehr...
Messenger: Wire Bund sicher bis VS-NfD
[07.05.2026] Das BSI hat Wire Bund für die Verarbeitung von Daten bis zur Geheimhaltungsstufe VS-NfD zugelassen. Der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger kann damit in Bundesbehörden für entsprechend eingestufte Kommunikation eingesetzt werden. mehr...













