Rheinland-PfalzCybernotruf für die öffentliche Verwaltung

In Rheinland-Pfalz soll es bald ein KI-gestütztes Notfallsystem gegen Cyberangriffe geben.
(Bildquelle: zemkooo/123rf.com)
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine dreijährige Zusammenarbeit zur Entwicklung und Erprobung neuer Softwarelösungen vereinbart haben (wir berichteten). Nun meldet das Ministerium, dass an der Entwicklung eines KI-gestützten Cybernotrufs für die öffentliche Verwaltung des Landes gearbeitet werde. Ziel ist es, im Falle von Cyberangriffen und IT-Sicherheitsvorfällen allen Behörden des Landes wie auch den Kommunen eine schnelle und effiziente Unterstützung rund um die Uhr bereitzustellen. „Mit diesem gemeinsamen Projekt stärken wir die Cybersicherheit in Rheinland-Pfalz und setzen einen wichtigen Meilenstein zum Schutz unserer Verwaltung“, so Digitalisierungsministerin Dörte Schall.
Soforthilfe per KI
Der Cybernotruf soll den Behörden in Rheinland-Pfalz jederzeit zur Verfügung stehen. Tritt beispielsweise ein Sicherheitsvorfall wie eine Ransomware-Attacke auf die IT-Infrastruktur auf, unterstützt die Künstliche Intelligenz die Mitarbeitenden des Landesbetriebs Daten und Information (LDI) bei der ersten Analyse sowie bei der Einleitung geeigneter Maßnahmen. Zudem kann sie Hinweise auf ähnliche, bereits bekannte Angriffe liefern. Das DFKI als führende Forschungseinrichtung im Bereich Künstliche Intelligenz wird seine Expertise aus der Entwicklung medizinischer Notrufsysteme einbringen. Diese Technologie soll gezielt auf die Anforderungen der Behörden im Umgang mit Cyberangriffen und IT-Sicherheitsvorfällen angepasst und weiterentwickelt werden.
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