Rheinland-PfalzCybernotruf für die öffentliche Verwaltung

In Rheinland-Pfalz soll es bald ein KI-gestütztes Notfallsystem gegen Cyberangriffe geben.
(Bildquelle: zemkooo/123rf.com)
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine dreijährige Zusammenarbeit zur Entwicklung und Erprobung neuer Softwarelösungen vereinbart haben (wir berichteten). Nun meldet das Ministerium, dass an der Entwicklung eines KI-gestützten Cybernotrufs für die öffentliche Verwaltung des Landes gearbeitet werde. Ziel ist es, im Falle von Cyberangriffen und IT-Sicherheitsvorfällen allen Behörden des Landes wie auch den Kommunen eine schnelle und effiziente Unterstützung rund um die Uhr bereitzustellen. „Mit diesem gemeinsamen Projekt stärken wir die Cybersicherheit in Rheinland-Pfalz und setzen einen wichtigen Meilenstein zum Schutz unserer Verwaltung“, so Digitalisierungsministerin Dörte Schall.
Soforthilfe per KI
Der Cybernotruf soll den Behörden in Rheinland-Pfalz jederzeit zur Verfügung stehen. Tritt beispielsweise ein Sicherheitsvorfall wie eine Ransomware-Attacke auf die IT-Infrastruktur auf, unterstützt die Künstliche Intelligenz die Mitarbeitenden des Landesbetriebs Daten und Information (LDI) bei der ersten Analyse sowie bei der Einleitung geeigneter Maßnahmen. Zudem kann sie Hinweise auf ähnliche, bereits bekannte Angriffe liefern. Das DFKI als führende Forschungseinrichtung im Bereich Künstliche Intelligenz wird seine Expertise aus der Entwicklung medizinischer Notrufsysteme einbringen. Diese Technologie soll gezielt auf die Anforderungen der Behörden im Umgang mit Cyberangriffen und IT-Sicherheitsvorfällen angepasst und weiterentwickelt werden.
Bayern: KI-Sicherheit im Fokus
[06.10.2026] Der Freistaat Bayern will den Umgang mit Risiken leistungsfähiger KI-Systeme stärker institutionalisieren. Digitalminister Fabian Mehring kündigte nach einem KI-Gipfel einen KI-Sicherheitsdialog, einen jährlichen Sicherheitsbericht und ein KI-Ethikforum an. mehr...
dbb akademie: Weiterbildung zum KI-Beauftragten
[06.10.2026] Mit dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung wächst der Bedarf an Beschäftigten, die technische, rechtliche und organisatorische Fragen zusammenführen können. Die dbb akademie bietet dafür eine fünftägige Zertifizierung zum behördlichen KI-Beauftragten an. mehr...
BundID: KI beantwortet Routinefragen
[02.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...
Schleswig-Holstein: Schrödter fordert offene KI
[29.09.2026] Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter spricht sich gegen einen generellen Entwicklungsstopp für Künstliche Intelligenz aus. Auf der 7. KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein in Neumünster plädiert er stattdessen für offene KI-Modelle, digitale Souveränität und einen schnelleren Transfer von KI in die praktische Anwendung. mehr...
Ko-Pionier-Preis 2026: LGLN macht Nachnutzung möglich
[29.09.2026] Beim Ko-Pionier-Preis 2026 wird die KI-gestützte Gebäudeerkennung des LGLN gleich mehrfach ausgezeichnet: Die niedersächsische Landesbehörde erhielt den govdigital-Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung, den ersten Preis in der Kategorie „Digitalisierung der Verwaltung“ und den Publikumspreis. mehr...
Rheinland-Pfalz: eManuel unterstützt Justiz
[28.09.2026] Die rheinland-pfälzische Justiz weitet den Einsatz ihres KI-Assistenten eManuel aus. Neben Beschäftigten an Gerichten können inzwischen auch mehr als 600 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare die Anwendung nutzen. mehr...
SAS-Studie: Behörden vertrauen KI weniger als die freie Wirtschaft
[28.09.2026] Die öffentliche Verwaltung tut sich mit dem Vertrauen in Künstliche Intelligenz schwerer als andere Branchen. Eine internationale Studie von SAS und IDC sieht Behörden beim Einsatz vertrauenswürdiger KI auf dem letzten Platz. Als größte Hürde gilt der Datenschutz. mehr...
eGovernment-Wettbewerb: NRW.Genius auf Rang zwei
[25.09.2026] Der KI-Assistent NRW.Genius wurde beim eGovernment-Wettbewerb 2026 ausgezeichnet. Die Lösung soll künftig von einem generativen KI-Assistenten zu einem KI-Baukasten für die Verwaltungs-IT werden. mehr...
Bundesagentur für Arbeit: Klara beantwortet Fragen
[25.09.2026] Die Bundesagentur für Arbeit setzt bei der Automatisierung ihres Kundenservice auf eine KI-Lösung von Aristech. Der Voicebot Klara soll die Service-Center entlasten und die Erreichbarkeit verbessern. Perspektivisch ist auch die automatisierte Bearbeitung von E-Mails vorgesehen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Investitionsoffensive für KI-Robotik
[21.09.2026] Nordrhein-Westfalen will eine landesweite Forschungs- und Transferinfrastruktur für KI-basierte Robotik aufbauen. Für das Projekt KIRO.NRW sollen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. mehr...
BMDS: KI-Lösung für schnellere Genehmigungen
[21.09.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat gemeinsam mit Capgemini und europäischen Technologiepartnern eine modulare KI-Lösung für Planungs- und Genehmigungsverfahren entwickelt. Die Lösung ist auf Nachnutzung ausgelegt und wird als Open Source bereitgestellt. mehr...
Capgemini-Studie: Lücke zwischen KI-Ambitionen und Umsetzung
[21.09.2026] Öffentliche Organisationen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Doch nur 28 Prozent schaffen es, KI-Projekte erfolgreich vom Piloten in den Regelbetrieb zu überführen. Eine neue Capgemini-Studie zeigt: Entscheidend für den Erfolg sind weniger die KI-Modelle als Datenqualität, Governance und organisatorische Reife. mehr...
Brandenburg: KI-Assistent LLMoin landesweit ausgerollt
[18.09.2026] Brandenburg stattet seine Landesverwaltung flächendeckend mit dem KI-Assistenten LLMoin aus. Bis Ende September soll die Lösung allen Ministerien und einem Großteil der obersten Landesbehörden zur Verfügung stehen. mehr...
Freistaat Bayern: KI-Gipfel zu Sicherheit und Regulierung
[16.09.2026] Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring will führende Unternehmen der KI-Branche zu einem Gipfeltreffen nach München einladen. Thema sollen die Risiken leistungsfähiger KI-Systeme und mögliche internationale Regeln für deren Einsatz sein. mehr...
AISI Deutschland: Wohin zieht das KI-Sicherheitsinstitut?
[07.09.2026] Der Startschuss für das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland ist gefallen. Zum Auftakt stützt sich AISI Deutschland auf BSI und Bundesnetzagentur. Wie und wo das tatsächliche Institut später ausgebaut wird, ist offen. Bayern und das Saarland werben bereits für München und Saarbrücken. mehr...












