Baden-WürttembergJobcenter starten Pilotprojekt zur Registermodernisierung

Vernetzte digitale Register sollen bundesweit Behörden mehr Effizienz verschaffen.
(Bildquelle: nitrapix/123rf.com)
Drei kommunale Jobcenter in Baden-Württemberg führen mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ein Pilotprojekt im Rahmen der Registermodernisierung durch. Nun ist dafür der Startschuss gefallen. Gerade gegenüber den Jobcentern sind im Rahmen der Antragstellung viele Nachweise zum Beispiel über Einkommens- und Vermögensverhältnisse erforderlich. Ziel des geplanten Vorhabens ist es daher, dass künftig Nachweise gemäß dem Once-Only-Prinzip nur noch einmal gegenüber den Behörden erbracht werden müssen – die Daten sollen dann digital von anderen Behörden abgerufen werden können. Sowohl für die Antragstellenden als auch die Jobcenter reduziert dies Aufwand und Bearbeitungszeiten.
„Mit der Digitalisierung der Jobcenter schaffen wir Effizienz, Transparenz und mehr Service für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte Baden-Württembergs Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut zum Projektauftakt. Die Leitung für das Pilotprojekt liegt bei ihrem Ministerium. Um gute Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu schaffen, müsse die Verwaltungsdigitalisierung jetzt entschlossen vorangetrieben werden, heißt es vom Ministerium.
Pilotprojekt in Baden-Württemberg
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg leitet eigenen Angaben zufolge eines der wenigen Pilotprojekte bei der Registermodernisierung im Ländle. Gemeinsam mit den Jobcentern in den Landkreisen Ludwigsburg und Ravensburg sowie im Ostalbkreis wird das Register bei den kommunalen Jobcentern modernisiert. Hierzu werden die Jobcenter in einem ersten Schritt ihre Datensätze aufbereiten und mithilfe der Steuer-ID einer Person jeweils eindeutig zuordnen. Im weiteren Projektverlauf soll dann der laufende Datenabgleich zwischen den Pilotjobcentern und dem Bundeszentralamt für Steuern erprobt und etabliert werden.
Ziel ist nicht nur die erfolgreiche Durchführung als Einzelprojekt, sondern auch die Auflösung möglichst zahlreicher technischer, fachlich-rechtlicher und organisatorischer Fragen, um Erkenntnisse für einen bundesweiten Roll-out in den insgesamt 104 kommunalen Jobcentern in Deutschland zu gewinnen. Das Projekt ist bis Ende 2026 angelegt. Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt rund 3,1 Millionen Euro und werden vollständig vom Land getragen.
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