GovernikusEUDI-Nachweise im Praxistest

[17.07.2026] Elektronische Attributsnachweise sollen in der EUDI-Wallet einzelne Eigenschaften datensparsam belegen. Governikus hat bei ETSI-Plugtests erprobt, ob seine Implementierung mit anderen Systemen zusammenspielt und technische Vorgaben erfüllt.
Hand hält Smartphone horizontal, grau-violetter Hintergrund, Abstraktion durch starkes Bokeh.

Handy statt persönlicher Dokumente: Anfang 2027 soll die EUDI-Wallet an den Start gehen.

(Bildquelle: Unsplash/Rodion Kutsaiev)

Die EUDI-Wallet soll Bürgerinnen und Bürgern künftig ermöglichen, sich EU-weit digital auszuweisen und Nachweise sicher auf dem Smartphone zu speichern. Eine zentrale Rolle spielen elektronische Attributsnachweise, die Electronic Attestations of Attributes, kurz EAA. Mit ihnen lassen sich einzelne Eigenschaften oder Berechtigungen bestätigen, ohne ein vollständiges Dokument und ohne weitere persönliche Daten offenzulegen.

Das auf Identitätsmanagement spezialisierte Bremer Softwareunternehmen Governikus nahm nach eigenen Angaben erfolgreich an den sogenannten EAA-Plugtests des Europäischen Instituts für Telekommunikationsnormen (ETSI) teil. Dabei wurde geprüft, ob die eingesetzten digitalen Nachweise nach den technischen Spezifikationen erzeugt und von anderen Systemen verifiziert werden können. Die Tests umfassten laut Governikus die Generierung und wechselseitige Überprüfung der Attributsnachweise, reine Verifizierungstests mit ungültigen Nachweisen sowie Konformitätstests. Das Unternehmen sieht damit die Interoperabilität seiner Implementierung bestätigt.

Gemeinsame Standards auf dem Prüfstand

Damit Attributsnachweise europaweit funktionieren, müssen Wallets, ausstellende Stellen und prüfende Dienste gemeinsame technische Standards einhalten. Das ETSI entwickelt dafür Normen und Spezifikationen für Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Arbeiten zu elektronischen Signaturen, Vertrauensinfrastrukturen und Attributsnachweisen koordiniert der ETSI-Fachausschuss Electronic Signatures and Infrastructures. Bei den Plugtests erproben Hersteller und Lösungsanbieter, ob ihre Implementierungen untereinander funktionieren und den technischen Spezifikationen entsprechen. Der aktuelle Test konzentrierte sich auf Anforderungen an elektronische Attributsnachweise und auf die für die EUDI-Wallet vorgesehenen Datenformate.

Die erfolgreiche Teilnahme an den Plugtests bestätige erneut die Validierung als eine Kernkompetenz von Governikus, so das Unternehmen. Dies sei ein wichtiger Schritt hin zu einer europäisch nutzbaren, datensparsamen und vertrauenswürdigen Identitätslösung.





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