ThüringenBürokratieentlastung macht Kommunen flexibler

Der Thüringer NKR hat nun zwei Berichte zum Bürokratieabbau vorgelegt.
(Bildquelle: NKR Thüringen)
Der Thüringer Normenkontrollrat (NKR) hat seinen ersten Empfehlungsbericht an die Thüringer Landesregierung übergeben, dieser befasst sich mit dem Bürokratieabbau durch Abbau belastender Normen für die Kommunen. Wie die Staatskanzlei des Landes mitteilt, beruht der Bericht auf einer Befragung von 80 kommunalen Gebietskörperschaften durch das Beratungsunternehmen Prognos sowie einer umfassenden Analyse derzeit geltender Standards und Verfahren auf kommunaler Ebene, die überholt oder überbürokratisch sein könnten.
„Durch den fortschreitenden demografischen Wandel wird es die Herausforderung der Zukunft sein, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung in gleichbleibender Qualität durch erheblich weniger Personal zu erbringen. Dies kann nur dann gelingen, wenn die Aufgabenerfüllung immer wieder auf den Prüfstand gestellt wird. Durch die Überprüfung und Anpassung bestehender Standards können wir dazu beitragen, dass die öffentlichen Ressourcen optimal genutzt werden“, sagt der NKR-Vorsitzende Stefan Zahradnik. Der Staatskanzlei-Chef und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Benjamin-Immanuel Hoff, bezeichnete den Abbau bürokratischer Hürden als Daueraufgabe. „Der Empfehlungsbericht leistet hierbei einen wertvollen Beitrag, neue kreative Lösungsansätze zu finden“, so Hoff.
Überprüfung von Regelungsvorhaben
Der Thüringer NKR besteht aus sieben Mitgliedern, die von der Landesregierung für vier Jahre berufen werden. Er hat die Aufgabe, die Landesregierung bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen auf den Gebieten der Bürokratievermeidung, des Bürokratieabbaus und der besseren Rechtsetzung zu beraten und zu unterstützen. Ein Schwerpunkt der Prüfung des NKR liegt in der Bewertung der Folgenabschätzung von Regelungsvorhaben der Landesregierung bereits im Entstehungsprozess. Mit Blick auf die darin enthaltenen Vorgaben soll der NKR mögliche Folgen abschätzen und Vereinfachungsmöglichkeiten aufzeigen. Von Dezember 2022 bis Ende Dezember 2023 wurden 56 Regelungsvorhaben vorgelegt. Dabei hat der NKR zu knapp einem Drittel der Regelungen eigene Stellungnahmen oder Empfehlungen zu Vereinfachungsmöglichkeiten abgegeben. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit des NKR bildet die Überprüfung der mit verschiedenen Lebenssachverhalten verbundenen Bürokratiebelastungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung.
Seine Studie zum Thema der Bürokratieentlastung durch Abbau kommunalbelastender Standards hat der NKR Thüringen im Rahmen seiner Prüfkompetenz nach Ziffer 2 Absatz 3 der Verwaltungsvorschrift zur Einsetzung eines Thüringer Normenkontrollrates (VV ThürNKR) durchgeführt.
• Jahresbericht 2023 des Normenkontrollrats Thüringen
Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land
[30.01.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...
ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis
[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...
Normenkontrollrat BW: Tätigkeitsbericht 2025 übergeben
[27.01.2026] Der Normenkontrollrat Baden-Württemberg hat seinen zweiten Tätigkeitsbericht vorgelegt. Das Gremium fordert ein Umdenken in der Gesetzgebung, mehr Freiräume für flexible Lösungen vor Ort und entschlossene Schritte zum Bürokratieabbau. mehr...
DigitalService des Bundes: Neues zur Digitalen Dachmarke
[20.01.2026] Die Digitale Dachmarke gewinnt an Reichweite: Seit der Pilotphase Ende 2024 stieg die Zahl der eingebundenen Onlineservices von 17 auf rund 150. Der DigitalService des Bundes berichtet nun über Erfahrungen aus der Pilotierung und über Anpassungen bei Vergabe, Umsetzung und Betrieb. mehr...
Baden-Württemberg: Digitales Verkehrsmodell
[06.01.2026] Ein landesweites Verkehrsmodell bildet den Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr in Baden-Württemberg nun digital ab. Mit dem Modell steht dem Land künftig ein zentrales, leistungsfähiges Planungswerkzeug zur Verfügung. mehr...
Sachsen-Anhalt: Erneut Digitalisierungsideen gesucht
[06.01.2026] Das Land Sachsen-Anhalt sucht im Rahmen des Innovationswettbewerbs erneut innovative Digitalisierungsideen für die öffentliche Verwaltung. Noch bis zum 13. Februar können Ideen eingereicht werden. mehr...
Work4Germany: Fellowship für einen zukunftsfähigen Staat
[15.12.2025] Digitalisierung bedeutet nicht nur die Einführung neuer Technologien – sie verändert auch die Zusammenarbeit. Mit seinem Fellowship Programm Work4Germany möchte der DigitalService neue Arbeitsweisen in der Bundesverwaltung verankern. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Durchgang startet jetzt. mehr...
Standardisierung: Standardverordnung Onlinezugang praktisch umsetzen
[12.12.2025] Im Juni hat der IT-Planungsrat die Standardverordnung Onlinezugang beschlossen, die im Oktober in Kraft getreten ist. Damit werden verbindliche Qualitätsanforderungen formuliert, welche die Verwaltung mit ihren digitalen Angeboten einhalten muss. DIN SPEC 66336 und der Servicestandard helfen, diese Vorgaben umzusetzen. mehr...
Bitkom-Befragung: Digitalpolitik ist den Deutschen wichtig
[02.12.2025] Eine neue Bitkom-Befragung zeigt: Die meisten Menschen wollen endlich einfache Online-Behördengänge. Auch Datenschutz, digitale Teilhabe und mehr Sicherheit im Netz zählen zu den wichtigsten Anliegen. Digitalpolitik ist für viele von großer Bedeutung. mehr...
Gesetzgebung: Praxisaustausch zum Digitalcheck
[01.12.2025] Im November fand zum zweiten Mal das Bund-Länder-Treffen zum Digitalcheck statt, auch Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission waren dabei. Die Teilnehmenden tauschten sich über Erfahrungen und Chancen praxis- und digitaltauglicher Gesetzgebung aus. mehr...
IT-Planungsrat: Klausur des Kompetenzteams Datenschutz
[19.11.2025] Das Kompetenzteam Datenschutz – eines von drei Arbeitsformaten innerhalb des vom IT-Planungsrat strategisch vorangetriebenen Schwerpunkts Datennutzung – traf sich in Hamburg, um die Weichen für das Jahr 2026 zu stellen. mehr...
BMDS: Digitale Wohnsitzanmeldung als Erfolgsmodell
[18.11.2025] Rund 55 Millionen Bundesbürger haben Zugriff auf den Onlinedienst „elektronische Wohnsitzanmeldung“, um sich nach einem Umzug ohne Amtsbesuch umzumelden. Das BMDS sieht dies als Beleg, dass „Einer für Alle“ die beste Lösung für schnelle Flächendeckung ist. mehr...
Bayern: Kehrbuchdaten digital abrufen
[17.11.2025] Die sogenannten Kehrbuchdaten – Aufzeichnungen des Schornsteinfegers über seine Tätigkeiten in einem bestimmten Gebiet – können bayerische Kommunen künftig digital und an zentraler Stelle abrufen. mehr...
BMV: Nie mehr den Kfz-Schein suchen
[11.11.2025] Mit der neuen i-Kfz-App erreicht die Digitalisierung von fahrer- und fahrzeugbezogenen Papieren eine weitere Etappe: Bürgerinnen und Bürger können ihren Fahrzeugschein nun digital auf dem Smartphone mitführen – rechtlich anerkannt und jederzeit abrufbar. mehr...
Brandenburg: Neuer Standort für die DigitalAgentur
[10.11.2025] Die DigitalAgentur Brandenburg spielt eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung des Landes – und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Ressorts, Landesverwaltung, Kommunen und externen Partnern. Nun hat sie ihren neuen Standort in Babelsberg bezogen. mehr...













