IT-PlanungsratMarktplatz startet Produktivbetrieb

[20.03.2026] Öffentliche Organisationen von Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentliche IT-Dienstleister finden ab sofort auf dem Marktplatz Deutschland Digital ein umfassendes Angebot an IT-Lösungen für die Verwaltung.
Laptop auf dem der Marktplatz Deutschland Digital aufgerufen ist

Marktplatz Deutschland Digital (MDD) ist für Verwaltungen ab sofort der zentrale Anlaufpunkt für die Bereitstellung und Beschaffung digitaler Lösungen.

(Bildquelle: FITKO)

Der IT-Planungsrat führt seine föderalen Marktplätze FIT-Store, EfA-Marktplatz und Cloud Service Portal (CSP) der Deutschen Verwaltungscloud (DVC, wir berichteten) zusammen: Ab sofort dient der Marktplatz Deutschland Digital (MDD) als zentraler Anlaufpunkt für die Bereitstellung und Beschaffung digitaler Produkte für Verwaltungen. Behörden erhalten hier künftig – in mehreren Ausbaustufen – einen einfachen, transparenten und rechtssicheren Zugang zu einem umfassenden Angebot an digitalen Lösungen für die Verwaltung. Gesteuert wird der MDD als Produkt des IT-Planungsrats von der Föderalen IT-Kooperation (FITKO), Betreiberin ist die Genossenschaft govdigital.

Parallele Entwicklungen vermeiden

 „Auf dem Marktplatz Deutschland Digital werden in den kommenden Monaten immer mehr IT-Lösungen für die Verwaltung an einem Ort auffindbar und bestellbar. Bund, Länder und Kommunen profitieren von einer hohen Vergleichbarkeit und einer einfacheren Beschaffung von IT-Lösungen, Anbietende von einer deutlich höheren Sichtbarkeit ihrer Produkte“, erklärt dazu Stephan Bartholmei, Leiter Produktmanagement in der FITKO.  

Der Go-Live des MDD bildet nach Angaben des IT-Planungsrats die Grundlage für weitere Entwicklungsschritte. Im Fokus stünden in diesem Jahr Konsolidierungsmaßnahmen für eine vollständige Integration des Marktplatzes für EfA-Leistungen im Jahr 2027 sowie die kontinuierliche Erweiterung des Angebotsportfolios. Zukünftig soll der MDD zudem für private Anbieter geöffnet und weitere Plattformen wie der Marktplatz der KI-Möglichkeiten in den MDD integriert werden, um das Portfolio gezielt zu erweitern. 

„Die Zusammenführung der föderalen Marktplätze spart mittelfristig auch Kosten: Parallele Entwicklungen werden vermieden und stattdessen in die Weiterentwicklung einer gemeinsamen und modernen föderalen Handelsplattform investiert“, so Bartholmei.

Cloud-Service-Portal als technische Grundlage 

Zum Start stehen auf dem MDD laut dem IT-Planungsrat rund 70 DVC-konforme Cloud-Services, 68 EfA-Leistungen aus dem Marktplatz für EfA-Leistungen und zehn KI-Lösungen aus dem Marktplatz der KI-Möglichkeiten zur Verfügung. Registrierte Nutzende könnten zudem auf standardisierte und rechtssichere Bestellprozesse zugreifen. Neue Features würden im Rahmen der Weiterentwicklung des MDD kontinuierlich freigeschaltet. 

Technische Grundlage für den Shop des MDD ist das Cloud-Service-Portal der Deutschen Verwaltungscloud, das künftig als Bestandteil des MDD weiterentwickelt wird. Bestehende Zugänge, Daten, Verträge und Prozesse zum Cloud-Service-Portal bleiben erhalten. 2026 soll die souveräne Cloud-Infrastruktur für die öffentliche Hand weiter ausgebaut werden: Mit der DVC-Betriebsplattform und darauf aufsetzenden Basisdiensten entsteht das Fundament für eine einfache und schnelle Entwicklung und den sicheren Betrieb souveräner Cloud-Services. Die DVC ist Teil des Gesamtbilds des Deutschland-Stacks.





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