BeschaffungBund-Länder-Gruppe sucht Lösungen

[20.08.2019] Das Bundesinnenministerium, Bremen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen widmen sich in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe dem Thema öffentlicher Einkauf. Untersucht werden soll, wie der Zugang zum Vergabeprozess etwa für die Bieterseite erleichtert werden kann.

Eine gemeinsame Bund-Länder-Arbeitsgruppe haben das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie Bremen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen konstituiert. Das ist jetzt dem vom BMI herausgegebenen Portal verwaltung-innovativ.de zu entnehmen. Ausgangspunkt der neuen Initiative seien die langjährigen Bemühungen, geeignete bundeseinheitliche Standards bereitzustellen, zu pflegen und ihre Verbreitung und Nutzung zu unterstützen. Die Initiative werde sich mit dem Gesamtprozess „öffentlicher Einkauf“ befassen. Ermittelt werden soll, wie sich die Vorteile der fortschreitenden, medienbruchfreien Digitalisierung aller Phasen der öffentlichen Beschaffung für Bedarfsträger- und Lieferantenseite tatsächlich nutzen lassen. Erste Ansatzpunkte seien bereits erarbeitet. Auf dieser Basis sollen nun Blaupausen erarbeitet werden, die sich für einen bundesweiten Einsatz eignen.
Geplant sei beispielsweise ein ebenen- und sektorenübergreifend verwendbarer Multiplattform-Bieter-Client. Er könnte die Zugangsschwelle absenken, sodass sich mehr Bieter an den Verfahren beteiligen. Denn vor allem für kleine Unternehmen seien die Einrichtungs- und Vorhalteaufwände, die durch die Registrierung in vielen verschiedenen Vergabeportalen entstehen, unwirtschaftlich. Einen ersten Zwischenbericht will die Projektgruppe zur 30. Sitzung des IT-Planungsrats (23. bis 24. Oktober 2019, Berlin) vorstellen. Der Report werde nähere Angaben zu den im Einzelnen geplanten Kooperationsmaßnahmen enthalten, heißt es seitens des BMI weiter.





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