Digital-Gipfel 2024Fokus auf KI und digitaler Souveränität

Der Digital-Gipfel bot ein Programm mit über 60 Veranstaltungen in verschiedenen Formaten und einer Bandbreite von Projekten aus den beteiligten Ministerien.
(Bildquelle: BMDV / Deckbar)
Am Montag und Dienstag (21. und 22. Oktober 2024) fand in Frankfurt am Main der Digital-Gipfel der Bundesregierung statt. Über 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik debattierten zu Themen wie digitale Innovation, digitale Souveränität und internationale Zusammenarbeit. Ausgerichtet wird der Kongress vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Unter dem Titel „Deutschland Digital – Innovativ. Souverän. International“ standen in diesem Jahr insbesondere Datennutzung, digitale Souveränität und Künstliche Intelligenz im Fokus der Debatte.
Daten für gesellschaftliche Zwecke
Die Bundesregierung möchte die Verwaltungen in Deutschland befähigen, die digitale Transformation aktiv zu steuern und die Arbeit mit Daten zu intensivieren. Ziel ist es, datenbasierte Entscheidungen zu fördern, um strategische Voraussicht und effiziente Entscheidungsprozesse zu verbessern. Gleichzeitig soll der öffentliche Sektor als Vorbild für verantwortungsvolle und ethische Datennutzung agieren, um das Vertrauen in datenbasierte Verwaltungshandlungen zu stärken und positive Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen. Dadurch könnten auch die Qualität und Effizienz der Aufgabenerfüllung im öffentlichen Sektor nachhaltig gesteigert werden, so BMWK und Bundesinnenministerium in einer gemeinsamen Meldung zum Digital-Gipfel. Mit Mobilitätsdatengesetz, Digitalisierung des Gesundheitswesens, Data und AI Act habe die Bundesregierung auf nationaler und europäischer Ebene wichtige regulatorische Weichen für bessere Datenverfügbarkeit gestellt.
Souverän und rechtssicher in die KI-Zukunft
„Wir wollen Deutschland zum führenden KI-Land in Europa machen. Die Bundesregierung schafft die Voraussetzungen dafür: Mit einer wirtschaftsfreundlichen Umsetzung der KI-Verordnung, mit exzellenten Ausgangsbedingungen für die KI-Forschung und besserer Datenverfügbarkeit für innovative Start-ups“, erklärte Bundesdigitalminister Volker Wissing im Rahmen des Kongresses. Mit dem Projekt MISSION KI des BMDV werden bundesweit Testzentren aufgebaut, um den Transfer in die Praxis zu erleichtern. Ein erstes Testzentrum wurde im Sommer in Kaiserslautern eröffnet, Zentren in Osnabrück, Berlin und an weiteren Standorten sollen folgen.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betont, dass Deutschland bei Künstlicher Intelligenz Fortschritte macht, jedoch noch Handlungsbedarf besteht, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Er unterstreicht die Bedeutung digitaler Souveränität für Wirtschaft, Wissenschaft und Staat, insbesondere im Hinblick auf technologische Infrastruktur und Cybersicherheit. Habeck sieht die KI-Verordnung als Schlüssel, um die Innovationsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig kritische Anwendungen rechtssicher zu regulieren.
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