DsiN-Sicherheitsindex 2025Digitale Sicherheit stagniert

Die Kennzahlen des DsiN-Sicherheitsindex zeigen die digitale Sicherheitslage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
(Bildquelle: DsiN)
Das gemeinnützige Bündnis Deutschland sicher im Netz – DsiN – unterstützt seit 2006 Verbraucherinnen und Verbraucher, Organisationen und kleinere Unternehmen im sicheren Umgang mit digitalen Angeboten. Seit 2014 gibt es außerdem die repräsentative Verbraucherstudie DsiN-Sicherheitsindex, welche jährlich die digitale Sicherheitslage von Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland untersucht und in einer zentralen Kennziffer (auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten) abbildet.
Nun liegt der DsiN-Sicherheitsindex 2025 vor. Dieser zeigt, dass sich die Mehrheit mit unzureichendem Schutzniveau im Internet bewegt. So sind laut Statistischem Bundesamt 96 Prozent der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren im Jahr 2025 online. Wie der DsiN-Sicherheitsindex aber zeigt, stagniert die Sicherheit ihres digitalen Alltags auf einem historischen Tiefstand von nur 55,7 Punkten. Besorgniserregend ist dabei laut DsiN, dass nicht nur wenig sicherheitsbewusste Randgruppen hinterherhinken. Auch in der so genannten digitalen Mitte verschlechtert sich die Lage deutlich: Die größte Nutzergruppe liegt in diesem Jahr erstmals unter der kritischen Schwelle von 50 Punkten – ihre individuelle Bedrohungslage übersteigt das eigene Schutzniveau. Damit verschärft sich das Sicherheitsgefälle in der digitalen Gesellschaft weiter.
Wie wird aus Wissen Sicherheit?
Gleichzeitig wurden 2025 so viele Sicherheitsvorfälle registriert wie noch nie. Aus Sicht des Vereins ist das ein klares Warnsignal: Es brauche dringend wirksamere Maßnahmen, um die digitale Resilienz der Bevölkerung zu stärken. Immerhin scheint aber das Problembewusstsein zu wachsen: Rund 77,8 Prozent der Befragten halten einen vorsichtigeren Umgang mit persönlichen Daten für eine geeignete Maßnahme zum Schutz der eigenen Sicherheit. Doch zwischen Wissen und Handeln klafft eine Lücke. So gaben 65,7 Prozent an, dass sich ihre Sicherheit erhöhen ließe, wenn sie bestehendes Wissen konsequenter umsetzen würden. DsiN sieht darin einen klaren Handlungsauftrag an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Aus Sicht der Befragten ist deutlich, wer in der Verantwortung steht: 61 Prozent wünschen sich mehr Aufklärung durch digitale Anbieter, 59 Prozent fordern eine stärkere Thematisierung im öffentlichen Diskurs.
Grundlage für Aufklärungsarbeit
Der Sicherheitsindex untersucht vier Sicherheitsfaktoren. Erlebte Sicherheitsvorfälle sowie das Verunsicherungsgefühl der Verbraucherinnen und Verbraucher beschreiben die Bedrohungslage; das Sicherheitswissen und Sicherheitsverhalten ergeben das Schutzniveau. Außerdem werden fünf Nutzungstypen und ihr Alltagsverhalten in unterschiedlichen digitalen Lebenswelten untersucht. Der Sicherheitsindex soll nach Angaben von DsiN Akteurinnen und Akteuren der digitalen Aufklärungsarbeit eine fundierte Grundlage bieten, um langfristige Entwicklungen und aktuelle Trends besser zu verstehen. Die Schirmherrschaft der Studie hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) inne.
BMFTR: Impulse für die Cyber-Sicherheitsforschung
[02.03.2026] Anfang 2027 will der Bund ein Forschungsrahmenprogramm zur Cyber-Sicherheit veröffentlichen. Nun hat das Bundesforschungsministerium ein erstes Eckpunktepapier dazu vorgelegt. Wichtige Elemente: resiliente staatliche IT-Systeme und ein Umfeld, das den Weg von der Forschung bis zur Anwendung abkürzen kann. mehr...
BSI: Wer souverän sein will, muss Technologie beherrschen
[17.02.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstrich die sicherheitspolitische Tragweite digitaler Souveränität während der Münchner Sicherheitskonferenz. An deren Rande vereinbarten die Bundesbehörde und Schwarz Digits eine Kooperation zum Aufbau souveräner Cloud-Strukturen. mehr...
Brandenburg: Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet
[11.02.2026] Brandenburg hat erstmals eine landesweite Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet. Damit reagiert das Land auf die wachsende Zahl von Cyber-Angriffen und setzt auf klare Zuständigkeiten, Frühwarnsysteme und den langfristigen Ausbau von IT-Sicherheit in Verwaltung und Kommunen. mehr...
Podcast: „Wir werden schon angegriffen“
[11.02.2026] Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst spricht im Podcast mit dem Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen. Dabei geht es auch darum, dass in Deutschland der Ernst der (Sicherheits-)Lage bisher nicht richtig eingeschätzt wird. mehr...
Deutschland/Israel: Üben für den Cyber-Ernstfall
[10.02.2026] Schneller reagieren, Abläufe abstimmen, Angriffe früher erkennen: Bei der Cyber-Sicherheitsübung Blue Horizon arbeiteten Fachleute aus Deutschland und Israel erstmals praktisch zusammen. Die Übung gilt als erster konkreter Schritt des im Januar geschlossenen bilateralen Cyber- und Sicherheitspakts. mehr...
Datenschutzkonferenz: Klare Regelung für das Polizeiprojekt P20-Datenhaus
[05.02.2026] Die Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern begleitet das Modernisierungsvorhaben der polizeilichen IT schon lange – und bemängelt nun die Rechtssicherheit des geplanten Datenhauses. Eindeutige Regelungen zu Betrieb und Verantwortlichkeiten fehlten. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Alles neu bei der Polizei-IT
[02.02.2026] Seit einem Angriff auf IT-Infrastrukturen im Juni 2025 muss die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ohne Smartphones auskommen. Das Innenministerium nahm den Vorfall zum Anlass, die mobile IT-Infastruktur grundlegend zu erneuern. Das Vorhaben soll im Verlauf dieses Jahres abgeschlossen werden. mehr...
Baden-Württemberg: Cyber-Sicherheit bei der Landtagswahl
[02.02.2026] Im März wird in Baden-Württemberg der 18. Landtag gewählt. Die Cybersicherheitsagentur warnt vor Cyber-Risiken im Wahlkampf und verweist auf konkrete Unterstützungsangebote für Kandidierende. Daneben stellen auch Verfassungsschutz und Polizei konkrete Hilfsangebote bereit. mehr...
Niedersachsen: Schutzschirm gegen Cyber-Angriffe
[29.01.2026] Niedersachsen implementiert mit dem Projekt Aegis einen Cyber-Schutzschirm, von dem neben der Landesverwaltung perspektivisch auch die niedersächsischen Kommunen und Hochschulen profitieren sollen. Technisches Kernstück ist eine XSIAM-Lösung von Palo Alto Networks. mehr...
Hessen: KRITIS-Monitoring weiter optimiert
[26.01.2026] Schon seit 2023 stellt die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung Monitoring-Software für die Kritische Infrastruktur bereit. Jetzt wurde das Tool erweitert: Über eine Schnittstelle können relevante Daten nun automatisiert an den Bund übermittelt werden. mehr...
BSI: Neues NIS2-Registrierungsportal
[13.01.2026] Das BSI hat ein neues Portal gestartet, das für sogenannte NIS2-Unternehmen und Bundesbehörden als zentrale Anlaufstelle für die Registrierung sowie das Melden von Sicherheitsvorfällen dient. Zudem bündelt das Portal Informationen zu NIS2 und IT-Sicherheit. mehr...
Dataport: BSI bestätigt Sicherheit
[13.01.2026] Alle drei Jahre muss IT-Dienstleister Dataport sein BSI-Grundschutz-Zertifikat einem aufwendigen Rezertifizierungsaudit unterziehen. In diesem Rahmen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Sicherheit der Rechenzentrumsinfrastruktur nun zum vierten Mal in Folge bestätigt. mehr...
Adva Network Security: Mehr Sicherheit für KRITIS und Behörden
[22.12.2025] Kritische Infrastrukturen und Behörden brauchen bereits heute quantensichere Verschlüsselung, um Risiken durch „Harvest-now, decrypt-later”-Angriffe zu neutralisieren. Der Hersteller Adva Network Security erhielt nun eine BSI-Zulassung für sein PQC-verschlüsseltes Edge-Netzwerkgerät. mehr...
Cyber-Sicherheit: NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft
[11.12.2025] Seit vergangener Woche gilt die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie NIS2, mit der sich die Anforderungen an die Cyber-Sicherheit der Bundesverwaltung und bestimmter Unternehmen erhöhen. Das BSI bereitet die Einführung eines NIS2-Meldeportals zum 6. Januar 2026 vor. mehr...
Hessen: Akteure für digitale Resilienz vernetzen
[25.11.2025] In Hessen ging ein ressortübergreifendes Gremium zur Cybersicherheit an den Start. Die Hessische Cybersicherheitsplattform dient der strategischen Vernetzung zentraler Akteure, soll den Informationsaustausch fördern und unter anderem Handlungsempfehlungen zur Stärkung der digitalen Resilienz entwickeln. mehr...














