ThüringenEinführung der E-Akte in der Strafjustiz

Die Strafverfolgung in Thüringen erhält einen Digitalisierungsschub.
(Bildquelle: yupiramos/123rf.com)
Als erste Staatsanwaltschaft in Thüringen hat die Staatsanwaltschaft Mühlhausen die E-Akte in Betrieb genommen. Ab sofort werden dort alle elektronisch von der Polizei übermittelten Akten digital weiterbearbeitet. Den Auftakt machen die Verfahren, die von der Polizeiinspektion Eichsfeld übersandt werden. Dies berichtet das Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz. Justizministerin Doreen Denstädt sieht in der Einführung der E-Akte einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen und zukunftsfähigen Strafjustiz. Denstädt lobte zudem die bisherigen Fortschritte, die im Rahmen des Projekts eJustice Thüringen erzielt wurden.
Bis Ende 2025 soll die E-Akte flächendeckend in allen Justizbereichen Thüringens eingeführt sein, wie gesetzlich vorgeschrieben. „Wir werden diesen Termin halten und damit unsere gesamte Justiz effizienter, transparenter und zukunftssicher machen,“ bekräftigte die Ministerin. Der Einsatz der E-Akte ermögliche es, Strafakten ab sofort direkt digital von der Polizei zu empfangen und weiterzuverarbeiten. Dies markiert den Beginn einer umfassenden Digitalisierung der Strafjustiz.
Landesweite Umstellung
Der Start in Mühlhausen ist Teil eines landesweiten Umstellungsprozesses. Bereits seit Juni 2022 sind die Landgerichte und das Oberlandesgericht mit der E-Akte ausgestattet, und im Januar 2023 wurde die Verwaltungsgerichtsbarkeit erfolgreich umgestellt. Auch die Sozial- und Arbeitsgerichte haben inzwischen E-Akten eingeführt, und die meisten der 23 Thüringer Amtsgerichte arbeiten bereits digital. Die vollständige Einführung der E-Akte an den Thüringer Amtsgerichten wird bis Ende November 2024 abgeschlossen sein.
Diese flächendeckende Umstellung in allen Justizbereichen Thüringens soll die Arbeitsprozesse der Gerichte modernisieren und langfristig beschleunigen.
Schleswig-Holstein: E-Klausuren im Ersten juristischen Staatsexamen
[08.09.2026] Das Land Schleswig-Holstein und die Universität Kiel haben eine Absichtserklärung zur Digitalisierung des Ersten juristischen Staatsexamens unterzeichnet. Ab Mitte 2027 soll die elektronische Variante zunächst in Hamburg, voraussichtlich ab 2028 in einem Kieler Prüfungszentrum angeboten werden. mehr...
Baden-Württemberg/Niedersachsen: Anschluss an bundesweites Justiznetz
[26.08.2026] Baden-Württemberg und Niedersachsen sind als erste Länder an das neue bundesweite Justiznetz angeschlossen worden. Das Netz bildet die technische Grundlage für eine Justiz-Cloud, über die Gerichte und Staatsanwaltschaften künftig gemeinsame Anwendungen nutzen sollen. mehr...
Strafverfolgung: Digitale Beweismittel schneller übermitteln
[21.08.2026] Die Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten soll bei der Verfolgung von Straftaten verbessert und an neue technische Entwicklungen angepasst werden. Auf der Grundlage von EU-Vorgaben ist in Deutschland ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten. mehr...
Offenburg: Pilotprojekt für bundesweite Justizsoftware
[06.08.2026] Am Landgericht Offenburg ist die neue bundesweite Justizsoftware GeFa erstmals im Echtbetrieb im Einsatz. 33 Beschäftigte testen das Fachverfahren, das künftig in allen Bundesländern genutzt und zahlreiche ältere Lösungen ablösen soll. mehr...
Justizcloud: ITDZ Berlin übernimmt zentrale Aufgaben
[31.07.2026] Das ITDZ Berlin übernimmt zentrale Serviceprozesse für die bundesweite Justizcloud. Damit stärkt der Berliner IT-Dienstleister seine Rolle in einem länderübergreifenden Digitalisierungsprojekt der Justiz und übernimmt Aufgaben für den Betrieb der gemeinsamen Cloud-Infrastruktur. mehr...
Sachsen-Anhalt: E-Akte an allen Arbeitsgerichten
[16.07.2026] In Sachsen-Anhalt arbeiten nun alle vier Arbeitsgerichte und das Landesarbeitsgericht mit der elektronischen Akte. Den Abschluss bildete die Umstellung in Dessau-Roßlau. In der Startphase können einzelne Abläufe noch langsamer laufen. mehr...
Hessen: Brücke zwischen Polizei und Justiz
[01.06.2026] Polizei und Justiz arbeiten weitgehend digital – aber mit unterschiedlichen Systemen. Damit Strafverfahren dennoch medienbruchfrei und rechtskonform ablaufen, gibt es die elektronische Strafakte. Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung berichtet über das komplexe föderale IT-Projekt. mehr...
Baden-Württemberg: Zivilgerichtliches Online-Verfahren läuft an
[06.05.2026] Das zivilgerichtliche Online-Verfahren ist ein bürgernahes Angebot, das eine effiziente und schnelle Bearbeitung von Rechtsstreitigkeiten ermöglichen soll – ohne dass die Beteiligten zwingend persönlich vor Gericht erscheinen müssen. Nun startete die Pilotierung auch in Baden-Württemberg. mehr...
Baden-Württemberg: KI-Tool hilft beim Aktensichten
[30.04.2026] Als Teil der Digitalisierungsinitiative für die Justiz entwickelt das Land Baden-Württemberg ein KI-Werkzeug zur Aktenstrukturierung. Justizangehörige sollen so schnelleren Zugriff auf wesentliche Informationen erhalten und Verfahren dadurch beschleunigt werden. mehr...
Sachsen: E-Akte in der Justiz wird weiterentwickelt
[27.04.2026] Die sächsische Justiz hat die elektronische Verfahrensakte flächendeckend eingeführt. Der erfolgreiche und fristgemäße Projektabschluss im Dezember 2025 wurde nun mit einem Festakt begangen. Die weitere Entwicklung der E-Akte ist organisatorisch bereits abgesichert. mehr...
Zugang zum Recht: Hilfe beim P-Konto
[24.04.2026] Das Team Digitale Rechtsantragstelle hat das Online-Angebot für verschuldete Menschen weiter ausgebaut. Nachdem im vergangenen Jahr ein umfassendes Informationsangebot gelauncht wurde, gibt es nun digitale Unterstützung zur Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos. mehr...
E-Justiz: Online-Verfahren vor Zivilgerichten startet
[21.04.2026] An ersten Amtsgerichten hat die Erprobung des zivilgerichtlichen Online-Verfahrens begonnen. Bürgerinnen und Bürger können Zahlungsklagen digital einreichen. Weitere Gerichte sollen in den kommenden Monaten folgen. mehr...
Studie: Digitale Werkzeuge in der Gesetzgebung
[20.04.2026] Eine im Auftrag der EU durchgeführte Studie untersucht, wie innovative, teils auch KI-gestützte Werkzeuge die Gesetzgebungsarbeit in europäischen Ländern unterstützen. Auch mögliche Risiken und die verschiedenen digitalen Tools selbst sind Gegenstand der Untersuchung. mehr...
Hessen: KI für die Justiz
[26.03.2026] Hessens Justizminister Christian Heinz berichtete im Landtag über den geplanten und schon erfolgenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Justiz. Noch für diese Legislaturperiode nahm der Minister die Entwicklung einer KI-Lösung für die Strafverfolgung in den Fokus. mehr...
Schleswig-Holstein: Eigene Digitalisierungsabteilung im Justizministerium
[19.03.2026] Im Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein wurde eine neue Abteilung geschaffen, die sich mit „Organisation und Digitalisierung“ befassen wird. Deren Leiter ist Hendrik Jensen, der über einschlägige Erfahrung als Richter wie auch im IT-Bereich verfügt. mehr...













