Schleswig-HolsteinImpulspapier zum Deutschland-Stack

Gmeinsam für die Umsetzung des Deutschland-Stacks: Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat der Bundesregierung Unterstützung angeboten.
(Bildquelle: Staatskanzlei SH)
Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat der Bundesregierung Unterstützung bei der Umsetzung des Deutschland-Stacks angeboten, mit welchem bundesweit eine einheitliche digitale Infrastruktur geschaffen werden soll. „Der Aufbau eines Deutschland-Stacks ist ein Vorhaben, das ich als Digitalisierungsminister des Landes Schleswig-Holstein nicht nur sehr begrüße, sondern ausdrücklich unterstütze. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich bei dessen Umsetzung die digitale Transformation unseres Landes nicht nur auf ein neues Niveau gehoben werden kann, sondern sich auch massive Wertschöpfungspotenziale für den Digitalstandort Deutschland heben lassen“, so Schrödter in einem Brief an Bundes-Digitalisierungsminister Karsten Wildberger. Schleswig-Holstein hat außerdem ein Impulspapier für die Entwicklung des Deutschland-Stacks vorgelegt. Dieses richte sich offen an alle Interessierten und ruft Unternehmen, Behörden und Organisationen auf, sich aktiv an der Umsetzung des Deutschland-Stacks zu beteiligen, heißt es in einer Meldung der Landesregierung.
Erste Ansätze zeichnen sich ab
Im Koalitionsvertrag sei formuliert worden, einen offenen, interoperablen und europäisch anschlussfähigen Deutschland-Stack zu entwickeln, so Schrödter weiter. Schleswig-Holstein habe daher bereits Mitte Juli Akteure aus der Digitalwirtschaft zu einem fachlichen Austausch in die schleswig-holsteinische Landesvertretung in Berlin eingeladen. Ziel sei es gewesen, eine gemeinsame Sichtweise auf die Entwicklung eines Deutschland-Stacks zu erarbeiten. Daraus entwickelt habe sich ein Impulspapier für die weiteren Diskussionen. „Bereits jetzt zeichnen sich klare Ansätze ab, welche technologischen Lösungen und Standards notwendig sind, um den Deutschland-Stack erfolgreich zu realisieren. Die am Austausch Beteiligten sind überzeugt, dass dieses Projekt ein bedeutender Schritt für die digitale Entwicklung Deutschlands ist“, so der Minister. Durch Impulse zu rechtlichen, technologischen und marktbezogenen Aspekten hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein vertieftes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen des Projekts gewonnen. Schleswig-Holstein will die Gespräche fortführen und strebt eine enge Zusammenarbeit mit dem Bund an.
Leitplanken für den Weg zum digitalen Ökosystem
Ein Ergebnis des Austausch sei das nun vorgestellte Impulspapier, welches sich zugleich als möglicher Fahrplan und Angebot verstehe, heißt es aus Schleswig-Holstein. Es bündele technologische, organisatorische und rechtliche Leitplanken, um Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einem digitalen Ökosystem zusammenzubringen.
Kernpunkte des Deutschland-Stacks sollten demnach sein:
- Offene Standards und openCode: Alle Komponenten sollten auf Basis offener Standards entwickelt und vollständig auf openCode veröffentlicht werden, um Transparenz zu und damit Beteiligung zu fördern.
- Zentral und dezentral zugleich: Kritische Basisdienste sollten zentral angeboten und betrieben werden, während Fachanwendungen und Zusatzlösungen dezentral von Verwaltung und Wirtschaft entwickelt werden können.
- Open Source im Fokus: Die heimischen Digitalwirtschaft und Start-ups sollten durch aktive Einbindung in die Entwicklung von Open Source Lösungen gestärkt werden. Dies fördert Offenheit, Interoperabilität und Anschlussfähigkeit in allen Richtungen ganz im Sinne einer offenen Innovationskraft.
- Europäische Anschlussfähigkeit: Integration erprobter Lösungen wie X-Road oder OZG-Cloud, um vollständig digitale Prozessketten und Datenaustausche auch grenzüberschreitend zu ermöglichen.
- Klare Governance: Ein kooperatives Steuerungsmodell sollte für Innovationsfreiheit sorgen, ohne in endloser Gremienarbeit zu verharren.
Es geht nicht nur um IT
„Der Deutschland-Stack ist kein reines IT-Projekt – er ist die Grundlage für eine souveräne, moderne und bürgernahe digitale Verwaltung, die im europäischen Verbund funktioniert“, betonte Schrödter. Er solle Verwaltungsprozesse digitalisieren, medienbruchfreie Abläufe schaffen und Unternehmen wie Bürgerinnen und Bürgern einfache und sichere Zugänge zu digitalen Diensten bieten. Gleichzeitig müsse er als industriepolitisches Instrument verstanden werden: Durch die gezielte Einbindung der Digitalwirtschaft sollen Wertschöpfung und Know-how in Deutschland und Europa bleiben. Um den Stack von Beginn an im Ökosystem zu entwickeln, erscheine es sinnvoll, eine offene Entwicklerkonferenz zu planen, eine gemeinsamen Roadmap festzulegen sowie die schrittweise Veröffentlichung erster Komponenten auf openCode umzusetzen. So entstehe von Beginn an ein lebendiges Ökosystem, in dem öffentliche Hand und private Anbieter gemeinsam an Lösungen arbeiteten, betonte Schrödter.
Brandenburg: Im Dialog mit Estland
[13.03.2026] Zentrale Fragen der digitalen Verwaltungstransformation diskutierte Brandenburgs Justiz- und Digitalminister Benjamin Grimm mit seiner estnischen Amtskollegin Liisa-Ly Pakosta bei deren Besuch in Potsdam. Es ging um Dateninfrastruktur, KI, Cyber-Sicherheit und digitale Souveränität. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Staatsmodernisierung als Demokratieprojekt
[12.03.2026] Auf Grundlage der Ende vergangenen Jahres von Bund und Ländern vereinbarten Föderalen Modernisierungsagenda hat das Land Mecklenburg-Vorpommern jetzt 237 Maßnahmen zur Staatsmodernisierung beschlossen. Ziel sei es, damit auch die Zustimmung zur Demokratie insgesamt zu stärken, so Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue. mehr...
Niedersachsen: Neuer Landes-CIO
[11.03.2026] Um die Digitalisierung im Land schneller voranzubringen, hat Niedersachsen bereits im letzten Herbst die Bündelung von Kompetenzen im Innenministerium beschlossen. Nun hat die damals geschaffene Abteilung 4 eine neue Leitung – und das Land damit auch einen neuen Chief Information Officer. mehr...
Bundesratsinitiative: Entlastungspaket für die Sozialverwaltung
[06.03.2026] Die Sozialverwaltungen stehen vor wachsenden Anforderungen – bei gleichzeitig begrenzten personellen Ressourcen. Um Verfahren zu vereinfachen und Abläufe stärker zu digitalisieren, bringt Hamburg gemeinsam mit weiteren Ländern ein Entlastungspaket mit 24 Maßnahmen in den Bundesrat ein. mehr...
Sachsen: Zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen
[05.03.2026] Die sächsische Staatsregierung hat ein zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen. Mit mehr als 30 konkreten Maßnahmen sollen Berichtspflichten reduziert und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Zugleich sollen die Bedingungen für Investitionen verbessert werden. mehr...
NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung
[04.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...
Thüringen: Digitalkabinett beschließt KI-Strategie
[27.02.2026] Das Thüringer Digitalkabinett hat die KI-Strategie für die Landesverwaltung beschlossen, mit der Prozesse und Antragsverfahren für die Bürger beschleunigt werden sollen. Weitere Beschlüsse betreffen eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die ThüringenApp. mehr...
Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft
[19.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...
OSBA: Microsoft-Lizenzen haben hohen Preis
[18.02.2026] Die Lizenzkosten der Bundesverwaltung für Microsoft-Produkte steigen seit Jahren, inzwischen liegen sie bei rund einer halben Milliarde Euro. Diese Mittel fehlen für die Modernisierung des Staates, beklagt die OSBA. Stärkere Investitionen in Open Source hingegen unterstützen wichtige digitalpolitische Ziele. mehr...
Baden-Württemberg: Online-Parteiencheck zur Landtagswahl
[16.02.2026] Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg gehen zwei interaktive Entscheidungshilfen online. Der Bitkomat klopft die wichtigsten Themen der baden-württembergischen Digitalpolitik ab und bietet den Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe, der Wahl-O-Mat widmet sich verschiedenen Politikfeldern. mehr...
Thüringen: Ein Jahr Bürokratiemelder
[13.02.2026] Zwölf Monate nach dem Start des Thüringer Bürokratiemelders zieht die Landesregierung eine positive Bilanz. Seit Februar 2025 sind über 500 Hinweise eingegangen. Manche Meldungen haben bereits konkrete Reformen angestoßen – etwa in den Bereichen BAföG, Baurecht und Once Only. mehr...
Bayern: Vorfahrt für das Digitale
[09.02.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring will das Prinzip Digital Only für Verwaltungsleistungen und den Abbau analoger Doppelstrukturen voranbringen. Seinem sogenannten Weckruf haben sich bereits verschiedene Institutionen, Verbände, Unternehmen und Wissenschaftsvertreter angeschlossen. mehr...
Hessen: Digitalisierungshaushalt 2026 steht
[06.02.2026] Mit rund 380 Millionen Euro plant Hessen für 2026 umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung. Schwerpunkte liegen auf digitaler Infrastruktur, Verwaltungsdigitalisierung sowie dem Ausbau von Kompetenzen in Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing. mehr...
dbb-Diskussion: Staatsmodernisierung im Fokus
[06.02.2026] Bei der dbb-Jahrestagung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden über die bundesweite und die föderale Modernisierungsagenda. Die Debatte ist nun als Video verfügbar. mehr...
Schleswig-Holstein: Konsequent digital
[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...














