Baden-WürttembergKI-Kooperation mit IBM

Das Justizministerium Baden-Württemberg setzt bei der KI-Entwicklung auf die Zusammenarbeit mit IBM.
v.l.: David Faller, Geschäftsführer IBM Deutschland Research & Development; Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg Marion Gentges; Florian Breger, Vice President und Leiter Geschäftsbereich Öffentlicher Auftraggeber IBM Deutschland
(Bildquelle: JuM)
Das Justizministerium Baden-Württemberg setzt bei der KI-Entwicklung auf die Zusammenarbeit mit IBM.
v.l.: David Faller, Geschäftsführer IBM Deutschland Research & Development; Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg Marion Gentges; Florian Breger, Vice President und Leiter Geschäftsbereich Öffentlicher Auftraggeber IBM Deutschland
(Bildquelle: JuM)
Das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg und das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM gehen eine strategische Innovationspartnerschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein. Gemeinsam sollen KI-Projekte in der Justiz auf Basis der IBM-watsonx-Technologien realisiert werden. Zudem unterstützt IBM bei der Konzeption, Architektur und Umsetzung verschiedener KI-Anwendungsfälle in der Justiz. Wie das Justizministerium berichtet, soll diese Zusammenarbeit den breiten Einsatz von KI in der Justiz „durch Innovation und digitale Souveränität gestützt auf Open Source und offenen Architekturen“ ermöglichen.
Langjährige Zusammenarbeit
Das baden-württembergische Justizministerium und IBM arbeiten bereits seit 2022 bei KI-Projekten zusammen. Im April 2025 hat IBM zudem in einem offenen Vergabeverfahren den Zuschlag für einen mehrjährigen Technologie- und Servicerahmenvertrag erhalten. Die dabei eingesetzten plattformbasierten IBM-watsonx-Technologien sollen es erlauben, in kurzer Zeit praxisnahe und nutzerzentrierte Anwendungen zu entwickeln, die anschließend im KI-Cluster des Rechenzentrums der Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) betrieben werden können. Die jetzt geschlossene Kooperationsvereinbarung soll diese bestehende vertragliche Zusammenarbeit um den Aspekt einer strategischen KI-Innovationspartnerschaft ergänzen. Kern der Partnerschaft ist ein strukturierter KI-Innovationsprozess, der den regelmäßigen Austausch über KI-Trends und -Neuerungen umfasst. Zudem sollen laut Ministeriumsangaben innovative Anwendungsfälle für KI definiert, entwickelt und erprobt werden. So soll die Position der Partner als Impulsgeber im Bereich KI in der Justiz weiter gestärkt werden.
Realisierung verschiedener KI-Anwendungsfälle
Bei der Realisierung verschiedener KI-Anwendungsfälle soll auf bereits bestehenden Pilotprojekten aufgesetzt werden, aber auch neue KI-Anwendungsfälle sollen erarbeitet und schrittweise produktiv gesetzt werden. So wurde etwa bei den Oberlandesgerichten Stuttgart und Karlsruhe im Rahmen des sogenannten OberLandesGerichts-Assistenten (OLGA) die Bearbeitung von Massenverfahren durch KI-gestützte Fallkategorisierung beschleunigt.
Mit der Justiz-Anonymisierung (JANO) wurde eine Lösung geschaffen, in der veröffentlichte Entscheidungen nicht mehr aufwendig manuell anonymisiert werden müssen – stattdessen erkennt die KI personenbezogene Daten automatisch und schlägt passende Pseudonyme vor. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Justiz Hessen realisiert und steht kurz vor dem Roll-out. Der Anwendungsfall Intelligente Aktenfilterung (INTAKT) befindet sich hingegen noch in einer frühen Phase. Er soll künftig relevante Informationen aus umfangreichen Verfahrensakten filtern und auch inhaltlich aufbereiten, um sogenannte Nebenverfahren wie etwa die Prozesskostenabrechnung zu unterstützen. In nächster Zeit sollen weitere Anwendungsfälle, beispielsweise zu KI-Governance, gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
Bremen: Dienstvereinbarung für den KI-Einsatz
[05.05.2026] In Bremen tritt eine neue Dienstvereinbarung zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung in Kraft. Mit internen klaren Regeln gibt sie den Mitarbeitenden Rechtssicherheit im Umgang mit KI und sorgt für Transparenz und Beschäftigtenschutz. mehr...
Schleswig-Holstein: LLMoin-Pilot für die Landesverwaltung
[29.04.2026] In der Landesverwaltung Schleswig-Holstein ist das Pilotprojekt LLMoin gestartet. Bei 1.000 Beschäftigten wird der KI-Assistent nun in den IT-Arbeitsplatz integriert. Das norddeutsche Bundesland nutzt erstmals eine von Dataport angepasste Produktversion von LLMoin. mehr...
Wolters Kluwer: Von der Idee zur Anwendung
[28.04.2026] Wolters Kluwer lädt zum dritten GovTech Prompt-a-thon ein. Am 18. Juni werden Expertinnen und Experten aus dem öffentlichen Sektor sowie aus IT, Recht und Projektmanagement gemeinsam an zukunftsweisenden KI-Lösungen für reale Verwaltungsherausforderungen arbeiten. mehr...
Materna/Neo4j: Strategische Partnerschaft
[17.04.2026] Eine strategische Partnerschaft für Graph-Intelligence und erklärbare KI haben Materna und Neo4j geschlossen. Damit baut die Unternehmensgruppe Materna ihre Kompetenz für vernetzte Datenanalysen in sicherheitskritischen und regulierten Umfeldern aus. mehr...
BMDS: Open-Source-KI-Module für die Verwaltung
[08.04.2026] Im Projekt SPARK hat das BMDS in den vergangenen acht Monaten KI-Module entwickeln lassen, die komplexe verwaltungsrechtliche Planungs- und Genehmigungsverfahren als operative Assistenz unterstützen können. mehr...
Orientierungshilfe: KI in der Verwaltung – aber mit Datenschutz
[01.04.2026] Um Künstliche Intelligenz innerhalb der öffentlichen Verwaltung erfolgreich zu betreiben, müssen europäische und nationale Datenschutzverordnungen eingehalten werden. Der Bayerische Datenschutzbeauftragte hat jetzt eine Orientierungshilfe für die Umsetzung von KI-Projekten vorgelegt. mehr...
Bayern: Steuerverwaltung macht Tempo mit KI
[20.03.2026] Die bayerische Steuerverwaltung setzt für noch mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit verstärkt auf KI-Lösungen. Entsprechende Pilotprojekte sind jetzt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg gestartet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: KI für schnellere Verwaltung
[04.03.2026] Der Verwaltungsassistent NRW.Genius ist das zentrale KI-Projekt in Nordrhein-Westfalen. Die Lösung wurde gezielt für alle Verwaltungsebenen entwickelt. Bald steht sie auch für die Finanzverwaltung zur Verfügung – aus Datenschutzgründen erfolgt der Betrieb im eigenen Rechenzentrum. mehr...
Brandenburg: KI für Ausländerbehörden
[13.02.2026] Mit „Aufenthalt Digital“ verantwortet das Innenministerium Brandenburg ein bundesweit erfolgreiches Programm. Dieses erhält nun ein KI-Update: Eine neue Funktion prüft, ob digital eingereichte Dokumente die tatsächlich erforderlichen sind. mehr...
EU AI Act: Schlanke KI-Aufsicht für Deutschland
[12.02.2026] Das Bundeskabinett hat den Entwurf zum nationalen Durchführungsgesetz für den EU AI Act beschlossen. Ziel ist die Schaffung einer Aufsichtsstruktur für Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb von KI-Systemen in der Verwaltung und Wirtschaft. mehr...
ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme
[12.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...
Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice
[10.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...
CSBW: Neues Lernmodul zu KI
[09.02.2026] Das Lernangebot der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg liefert in verschiedenen Formaten Wissen zu wichtigen Cybersicherheitsthemen. Verwaltungsmitarbeitende erhalten Hintergrundwissen, Praxistipps und Handlungsempfehlungen. Nun gibt es eine neue interaktive Schulungseinheit zum KI-Einsatz. mehr...
Berlin: Kein Behördendeutsch dank KI
[04.02.2026] Damit Behörden Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzen können, stellt die Berliner Senatskanzlei ab sofort und zunächst für drei Jahre eine KI-unterstützte Software zur Verfügung. mehr...
Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet
[03.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...













