SaarlandOnline-Angebot wächst

Saarlands CDO Elena Yorgova-Ramanauskas will den digitalen Überholkurs entschieden fortsetzen.
(Bildquelle: MWIDE/Oliver Dietze)
Seit 2022 macht das vom Bund betriebene Dashboard Digitale Verwaltung den Stand der digitalen Verwaltungstransformation transparent. Anhand zentraler Kennzahlen wie der Online-Verfügbarkeit von Verwaltungsleistungen und ihrem Reifegrad lässt sich das Vorankommen in Bund, Ländern und Kommunen nachvollziehen und vergleichen. Nun berichtet das Saarland auf Grundlage aktueller Dashboard-Daten über seine Digitalisierungsfortschritte. Demnach hat sich das Land im bundesweiten Vergleich bei der Digitalisierung seiner Verwaltungsleistungen deutlich verbessert: Es kletterte im Länderranking des Dashboards von zuletzt Platz 11 auf den 7. Rang (Stand Februar 2026). Aktuell stehen im Saarland 1.191 Dienstleistungen der Verwaltung flächendeckend über das Online-Serviceportal des Landes verfügbar. Vor zwei Jahren noch belegte das Saarland gemeinsam mit Sachsen-Anhalt den letzten Platz bei der OZG-Umsetzung.
Über tausend Leistungen flächendeckend
Dieser deutliche Sprung zeige, dass das Saarland bei der Digitalisierung seiner Verwaltung auf der Überholspur unterwegs sei, so das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE). „Jede zusätzliche Online-Leistung bedeutet weniger Papier, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Service für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Diesen Modernisierungskurs setzen wir gemeinsam mit den Kommunen mit Nachdruck fort“, betont Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas. Seit dem Start des saarländischen Serviceportals im August 2025 wurde das Angebot kontinuierlich erweitert (wir berichteten). Inzwischen erhalten Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Informationen zu über 3.000 Verwaltungsleistungen, davon können bereits 1.191 Leistungen flächendeckend online beantragt werden – darunter Elterngeld, Wohngeld oder BAföG. Dazu erforderlich ist die BundID. Auch zahlreiche Förderprogramme für Unternehmen stehen digital zur Verfügung.
Enge Zusammenarbeit aller Beteiligten
Bis Mitte dieses Jahres sollen laut MWIDE weitere Online-Dienste eingeführt werden. Geplant sind unter anderem das Roll-out des EfA-Dienstes Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) sowie zusätzliche gewerbliche Online-Dienste für Tätigkeits- und Betriebserlaubnisse. Auch im sozialen Bereich soll das Angebot ausgebaut werden, etwa durch digitale Beantragung der „Hilfe zur Pflege“. Der Ausbau des Online-Angebots erfolge in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten, betont das Wirtschafts- und Digitalministerium. Die Ressorts und Landesbehörden, die zentrale Leistungsredaktion im Wirtschaftsministerium sowie die Kommunalredaktion des Zweckverbands eGo-Saar sollen gemeinsam die inhaltliche Qualität und Aktualität der Leistungen sichern.
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