Zoll/ITZBundAnwendung zur Zentralen Zollabwicklung

[10.04.2026] Zoll und ITZBund haben eine neue Version des Zollsystems ATLAS in Betrieb genommen. Mit ATLAS-CCI startet eine zentrale Zollabwicklung für Einfuhren, die grenzüberschreitende Verfahren ermöglicht. Unternehmen können sich nun auf die zertifizierungspflichtige Nutzung vorbereiten.
Überwachung des Imports und Exports von Containern, Kontrolle von Handelscontainern.

Die Zentrale Zollabwicklung ist Teil der EU-Zollreform sowie des mehrjährigen Strategieplans für den elektronischen Zoll.

(Bildquelle: khwaneigq/123rf.com)

Im Auftrag der Generalzolldirektion hat das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) erfolgreich das Release 10.2.2 für das Automatisierte Tarif- und Lokale Zollabwicklungssystem (ATLAS) ausgerollt. Das IT-Verfahren ATLAS gewährleistet die weitgehend automatisierte Abfertigung und die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs. Mit der Anwendung werden Anmeldungen zum Verbringen von Waren und der anschließenden Überführung in ein Zollverfahren sowie Verwaltungsakte elektronisch verarbeitet. „Mit diesem Release werden die Einfuhrprozesse im Sinne des europäischen Strategieplans für den elektronischen Zoll weiter vereinfacht und Unternehmen gezielt entlastet“, sagt der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink.

Im Mittelpunkt der aktuellen Version steht die Inbetriebnahme von ATLAS-CCI (Centralised Clearance for Import) – die technische Umsetzung der Zentralen Zollabwicklung in Einfuhrverfahren, die Unternehmen eine mitgliedstaatenübergreifende Einfuhrabfertigung ermöglicht. Das Verfahren ist insbesondere für grenzüberschreitend tätige Unternehmen in der EU mit komplexen Lieferketten von hoher Relevanz und sorgt für administrative Entlastungen. Die Nutzung von ATLAS-CCI ist an eine Zertifizierung geknüpft, auf die sich die Unternehmen mit dem erfolgten Produktivgang des Releases nun vorbereiten können. Der Zoll und das ITZBund begleiten die Umstellung im Rahmen eines qualitätsgesicherten Einführungsprozesses.

Im Jahr 2024 wurden insgesamt über 595 Millionen Warenabfertigungen durch den Zoll mittels ATLAS zeitnah und effektiv durchgeführt. ATLAS wird vom ITZBund im Auftrag der Generalzolldirektion als verfahrensverantwortliche Behörde in eigenen Rechenzentren betrieben und stetig weiterentwickelt.



Stichwörter: Panorama, ITZBund, Zoll


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Berliner Rathaus, daneben der Fernsehturm

Berlin: Wer macht was?

[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...

Hände auf Laptop-Tastatur, darüber schwebt ein Briefumschlag-Icon

Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge

[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...

Säulengrafik aus dem Bitkom-DESI 2026

Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking

[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...

Nahaufnahme einer Person (Torso) mit grünem Pullover, die an einem Holztisch sitzt und mit dem Smartphone hantiert.

Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden

[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...

Nüchternes Büro mit einigen herumstehenden Personen im Hintergrud, vorne auf dem Tisch laptop mit E-Learning-Log-In-Screen

Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector

[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...

Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

Hessen/Rheinland-Pfalz: Gemeinsames Fundament für die Steuer-IT

[23.07.2026] Hessen stellt der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung mehr als 400 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche in Frankfurt bereit. Eine langfristige Kooperation soll zudem gemeinsame Vorhaben bei Cloud-Infrastrukturen, KI und automatisierten Steuerverfahren ermöglichen. mehr...

Mehrere Menschen stehen vor einem Aufsteller mit der Aufschrift „Startuphafen SH“.

Schleswig-Holstein: Schnell ein Unternehmen gründen

[10.07.2026] Eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten BMDS-Projekt „Schneller Gründen“ ist Nordfriesland. Der dort entwickelte Startuphafen bündelt Informationen und Verwaltungsangebote zur Unternehmensgründung – und soll bald weiteren Städten und Kreisen im Land zur Verfügung stehen. mehr...

Ein roter Bauhelm liegt auf dem Asphaltboden, im Hintergrund unscharf eine Baustelle.

Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital

[08.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...

Mutter spielt mit den Füßen eines Neugeborenen

GovTech Deutschland: Elterngeldverfahren föderal nachnutzen

[06.07.2026] Das Elterngeldverfahren steht perspektivisch auf der Deutschlandplattform zur föderalen Nachnutzung zur Verfügung. Die von GovTech Deutschland verantwortete Migration zeigt, wie bestehende Verwaltungsverfahren effizient und in kurzer Zeit auf eine moderne Plattformarchitektur überführt werden können. mehr...

Nahaufnahme eines Mannes, der eine Angel in der Hand hält vor grünem Hintergrund

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein fürs Smartphone

[06.07.2026] Wer in Nordrhein-Westfalen den Fischereischein erwirbt, erhält diesen künftig im modernen Scheckkartenformat oder als elektronisches Zertifikat auf dem Smartphone. mehr...

Drei Verkehrsschilder (Abbiegen) gegen blauen Himmel aufgenommen

Baden-Württemberg: Kataster für Verkehrszeichen

[03.07.2026] Baden-Württemberg digitalisiert die Verwaltung seiner Verkehrszeichen. Ein neues Kataster soll Anordnung, Pflege und Auswertung der Schilder medienbruchfrei unterstützen und die Daten zugleich für Planung, Forschung und Mobilitätsanwendungen öffnen. mehr...

Festlich gedeckte Tafel, ein paar formell gekleidete Menschen, hinten Projektionsfläche

NEGZ/msg: Rückblick auf das Erfurter Digitalisierungsgespräch

[03.07.2026] Mit seinen Digitalisierungsgesprächen bringt das NEGZ Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Beim jüngsten Termin in Erfurt ging es unter anderem um das Spannungsfeld zwischen technologischer Unabhängigkeit, effizienten Verwaltungsprozessen und rechtlichen Rahmenbedingungen. mehr...

Aus Code-Bausteinen neue Anwendungen zusammensetzen.

IT-Planungsrat: Ein Designsystem für Bund und Länder

[02.07.2026] Der IT-Planungsrat nimmt den offenen Standard KERN UX in sein Portfolio auf. Das von Hamburg und Schleswig-Holstein initiierte Projekt soll digitale Verwaltungsdienste nutzerfreundlicher, konsistenter und – zusammen mit der Digitalen Dachmarke – wiedererkennbarer machen. mehr...

Außenaufnahme: Wiese mit mehreren Männern in Uniform, auf dem Boden eine weiße Markierung.

Bitkom: Bundeswehr-Reserve muss digitaler werden

[02.07.2026] Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Stärkung der Bundeswehr-Reserve beschlossen. Aus Sicht des Bitkom genügt Personalaufwuchs jedoch nicht für die Einsatzfähigkeit. Die Nutzung digitaler Technologien – von Apps über digitale Identität bis VR – müsste systematisch vorangetrieben werden. mehr...

Nahaufnahme eines Papierstapels auf einem Schreibtisch

Berlin: Zuwendungen sollen schneller fließen

[29.06.2026] In Berlin sollen eine moderne Software für digitale Anträge und eine neue Datenbank für Förderprogramme künftig dafür sorgen, dass mögliche Zuwendungen im Sozialbereich schneller und mit weniger Bürokratie vergeben werden können. Auch ein neues IT-Fachverfahren soll eingeführt werden. mehr...