Zoll/ITZBundAnwendung zur Zentralen Zollabwicklung

Die Zentrale Zollabwicklung ist Teil der EU-Zollreform sowie des mehrjährigen Strategieplans für den elektronischen Zoll.
(Bildquelle: khwaneigq/123rf.com)
Im Auftrag der Generalzolldirektion hat das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) erfolgreich das Release 10.2.2 für das Automatisierte Tarif- und Lokale Zollabwicklungssystem (ATLAS) ausgerollt. Das IT-Verfahren ATLAS gewährleistet die weitgehend automatisierte Abfertigung und die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs. Mit der Anwendung werden Anmeldungen zum Verbringen von Waren und der anschließenden Überführung in ein Zollverfahren sowie Verwaltungsakte elektronisch verarbeitet. „Mit diesem Release werden die Einfuhrprozesse im Sinne des europäischen Strategieplans für den elektronischen Zoll weiter vereinfacht und Unternehmen gezielt entlastet“, sagt der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink.
Im Mittelpunkt der aktuellen Version steht die Inbetriebnahme von ATLAS-CCI (Centralised Clearance for Import) – die technische Umsetzung der Zentralen Zollabwicklung in Einfuhrverfahren, die Unternehmen eine mitgliedstaatenübergreifende Einfuhrabfertigung ermöglicht. Das Verfahren ist insbesondere für grenzüberschreitend tätige Unternehmen in der EU mit komplexen Lieferketten von hoher Relevanz und sorgt für administrative Entlastungen. Die Nutzung von ATLAS-CCI ist an eine Zertifizierung geknüpft, auf die sich die Unternehmen mit dem erfolgten Produktivgang des Releases nun vorbereiten können. Der Zoll und das ITZBund begleiten die Umstellung im Rahmen eines qualitätsgesicherten Einführungsprozesses.
Im Jahr 2024 wurden insgesamt über 595 Millionen Warenabfertigungen durch den Zoll mittels ATLAS zeitnah und effektiv durchgeführt. ATLAS wird vom ITZBund im Auftrag der Generalzolldirektion als verfahrensverantwortliche Behörde in eigenen Rechenzentren betrieben und stetig weiterentwickelt.
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