Schleswig-HolsteinPilotprojekt zu modernen Arbeitswelten

[14.06.2023] Die Pandemie mit ihren langen Homeoffice-Phasen hat der Verwaltung den Weg zu neuen, flexiblen Arbeitsformen gewiesen. Nun startet in Schleswig-Holstein ein Pilotprojekt, das zeitgemäßes Arbeiten mit effizienter und nachhaltiger Flächennutzung verbinden will.

Flexible Arbeitsformen und moderne Büro- und Raumkonzepte: Das Finanzministerium Schleswig-Holstein startet mit dem Pilotprojekt „Moderne Arbeitswelten – Flächensuffizienz im Finanzministerium“. Bereits im Oktober 2022 hatte das Kabinett dazu ein Umsetzungskonzept für die Landesverwaltung beschlossen. Das Arbeiten während der Corona-Pandemie habe gezeigt, dass eine moderne Verwaltung künftig von Digitalisierung und flexiblen Arbeitsformen geprägt sein werde, heißt es in einer Meldung des Ministeriums. Daher sei es Ziel des Projekts, moderne Arbeits-, Büro- und Raumkonzepte für die Beschäftigten weiterzuentwickeln und gleichzeitig ungenutzte Büros möglichst zu vermeiden. In den kommenden Wochen sollen zunächst Interviews mit den Mitarbeitenden geführt werden, um die Anforderungen und Bedürfnisse an den Arbeitsalltag zu analysieren. Als Pilotbehörden wurden neben dem Finanzministerium das Sozialministerium und das Justizministerium ausgewählt.

Weniger Büroflächen, mehr Klimaschutz

Neben der Schaffung moderner Arbeitswelten soll in den Pilotverwaltungen ein ressourcenschonendes Flächen-Management etabliert werden. Auf diese Weise sollen die Büroflächen bei der Behördenunterbringung um 20 Prozent reduziert und insgesamt 10 Prozent der Gesamtfläche eingespart werden. Eine solche Büroflächenreduzierung ist auch vom Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG) vorgeschrieben und soll demnach bis 2035 umgesetzt werden. Die Landesregierung will die Büroflächen der Landesverwaltung bereits bis 2030 reduzieren.
Für die Ausführung des Projektes im Finanzministerium wurde eine abteilungsübergreifende Projektgruppe gebildet, die vom Team „Neues Arbeiten“ des landeseigenen Gebäude-Managements GMSH fachlich unterstützt wird. Die Umsetzung soll nutzerspezifisch, unter Berücksichtigung der betrieblichen und baulichen Gegebenheiten der jeweiligen Dienststellen erfolgen. In einem nächsten Schritt soll im Herbst ein konkretes Konzept entstehen, das Vorschläge zu den räumlichen Nutzungsmöglichkeiten mit den erforderlichen Arbeitsstrukturen verknüpft.





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