Science DialogPreisträger gekürt

[06.06.2019] Beim erstmals veranstalteten Science Dialog wurden Forschungsansätze zu Software-Robotern für die Prozessautomatisierung, zu nutzerfreundlichen Services ohne Anträge sowie zu Potenzialen KI-unterstützter Sachbearbeitung im Sozialwesen ausgezeichnet.
Der 1. Preis des Science Dialogs geht an die Fachhochschule Südwestfalen.

Der 1. Preis des Science Dialogs geht an die Fachhochschule Südwestfalen.

v.l.: Dirk Stocksmeier, CEO von init; Julian Koch, Fachhochschule Südwestfalen; Michael Trampler, Fachhochschule Südwestfalen; Ernst Bürger, Bundesinnenministerium

(Bildquelle: ]init[ AG für digitale Kommunikation)

Bei der Premiere des Science Dialogs (wir berichteten) wurden drei Forschungsansätze geehrt. Der erste Preis ging laut einer Pressemeldung von init an Julian Koch und Michael Trampler von der Fachhochschule Südwestfalen für ihren Beitrag „Mockups 4 Robotic Process Automation“. Den zweiten Platz belegte Dian Balta von fortiss mit seinem Beitrag „No-Stop-Shop: OZG 2.0 im Jahr 2027?“ Constantin Houy vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) erhielt den 3. Preis für seinen Ansatz „Potentiale KI-unterstützter Sachbearbeitung im Sozialwesen“.
Der Beitrag „Mockups 4 Robotic Process Automation“ will Prozesse in öffentlichen Einrichtungen mithilfe von Software-Robotern digitalisieren und automatisieren. Robotic Process Automation (RPA) ermöglicht es laut der init-Meldung, Prozesse zu kopieren und dann zu optimieren – ohne Zugriff auf die entsprechenden Applikationen und Daten in der Produktiv- und Betriebsumgebung zu haben.
Der Beitrag „No-Stop-Shop: OZG 2.0 im Jahr 2027?“ von Dian Balta (fortiss), Hendrik Scholta (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Michael Kolain (Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer) fokussiert nutzerfreundliche Services ohne Anträge. Analysewerkzeuge und datengestützte Vorhersagen sorgen laut init dafür, dass die Verwaltung antizipiert, ob ein Service für den Bürger relevant ist. Anschließend erbringe die Behörde die Leistung ohne Aufforderung.
Der Beitrag „Potentiale KI-unterstützter Sachbearbeitung im Sozialwesen“ lotet anhand zweier Szenarien im Sozialwesen mit hohen Fallzahlen und großen Datenmengen – Schwerbehindertenfeststellungsverfahren und Eingliederungshilfe – die Potenziale für KI aus.

Impulse für OZG-Umsetzung

Der Science Dialog Award würdigt Wissenschaftler, deren Arbeit besonders wertvolle Impulse für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) liefert, heißt es in der Pressemeldung von init. Unter der Schirmherrschaft von Digitalstaatsministerin Dorothee Bär wurde der Preis erstmals im Rahmen des 7. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung (27. bis 29. Mai 2019, Berlin) in Kooperation mit dem Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) und init vergeben.
Digitalstaatsministerin Bär sagte bei der Preisverleihung: „Der Innovationsdruck in der Verwaltung ist durch das Onlinezugangsgesetz gewachsen. Ideen aus der Wissenschaft wie beim Science Dialog bringen frischen Wind in die Diskussion und treiben unsere Digitalisierung voran. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Vorschläge in der Verwaltungspraxis umgesetzt werden.“ Dirk Stocksmeier, Initiator des Science Dialogs und CEO von init, ergänzte: „Mit dem Science Dialog haben wir kreativen Köpfen und innovativen Ideen eine Plattform gegeben und dem Austausch zwischen Verwaltungspraktikern und Wissenschaftlern einen kräftigen Anstoß. Die präsentierten Projekte und Forschungsvorhaben liefern Impulse für die nun anlaufenden Umsetzungsprojekte im Kontext des Onlinezugangsgesetzes.“
Die Preisträger wurden nach Angaben von init in einem offenen, partizipativen Wettbewerbsverfahren ermittelt. Aus 17 Einreichungen wählte die Fachjury in einer Sitzung fünf Beiträge für die Finalistenrunde auf dem Zukunftskongress aus. Dort präsentierten die Wettbewerbsteilnehmer ihre Beiträge im öffentlichen Ideenwettstreit. Im Anschluss an den Pitch wurden die Preisträger zu 50 Prozent von der Jury und zu 50 Prozent vom Publikum ermittelt. Der Science Dialog sei insgesamt mit einem Preisgeld von 9.000 Euro dotiert.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama

Normenkontrollrat BW: Tätigkeitsbericht 2025 übergeben

[27.01.2026] Der Normenkontrollrat Baden-Württemberg hat seinen zweiten Tätigkeitsbericht vorgelegt. Das Gremium fordert ein Umdenken in der Gesetzgebung, mehr Freiräume für flexible Lösungen vor Ort und entschlossene Schritte zum Bürokratieabbau. mehr...

Blick auf einige Elemente der Digitalen Dachmarke, von einem Monitor abfotografiert.

DigitalService des Bundes: Neues zur Digitalen Dachmarke

[20.01.2026] Die Digitale Dachmarke gewinnt an Reichweite: Seit der Pilotphase Ende 2024 stieg die Zahl der eingebundenen Onlineservices von 17 auf rund 150. Der DigitalService des Bundes berichtet nun über Erfahrungen aus der Pilotierung und über Anpassungen bei Vergabe, Umsetzung und Betrieb. mehr...

 Verschiedene Mobilitätsicons von Bus über Auto bis Bahn liegen auf einer Baden-Württemberg-Karte.

Baden-Württemberg: Digitales Verkehrsmodell

[06.01.2026] Ein landesweites Verkehrsmodell bildet den Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr in Baden-Württemberg nun digital ab. Mit dem Modell steht dem Land künftig ein zentrales, leistungsfähiges Planungswerkzeug zur Verfügung. mehr...

Sachsen-Anhalt: Erneut Digitalisierungsideen gesucht

[06.01.2026] Das Land Sachsen-Anhalt sucht im Rahmen des Innovationswettbewerbs erneut innovative Digitalisierungsideen für die öffentliche Verwaltung. Noch bis zum 13. Februar können Ideen eingereicht werden. mehr...

Drei Frauen sitzen vor einem Plakat mit der Aufschrift "Arbeit neu gestalten"

Work4Germany: Fellowship für einen zukunftsfähigen Staat

[15.12.2025] Digitalisierung bedeutet nicht nur die Einführung neuer Technologien – sie verändert auch die Zusammenarbeit. Mit seinem Fellowship Programm Work4Germany möchte der DigitalService neue Arbeitsweisen in der Bundesverwaltung verankern. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Durchgang startet jetzt. mehr...

Größere Menge von blauen, runden Aufklebern mit der Aufschrift "Servicestandard hilft", die auf einer weißen Tischplatte liegen.

Standardisierung: Standardverordnung Onlinezugang praktisch umsetzen

[12.12.2025] Im Juni hat der IT-Planungsrat die Standardverordnung Onlinezugang beschlossen, die im Oktober in Kraft getreten ist. Damit werden verbindliche Qualitätsanforderungen formuliert, welche die Verwaltung mit ihren digitalen Angeboten einhalten muss. DIN SPEC 66336 und der Servicestandard helfen, diese Vorgaben umzusetzen. mehr...

Person mit Laptop auf dem Sofa

Bitkom-Befragung: Digitalpolitik ist den Deutschen wichtig

[02.12.2025] Eine neue Bitkom-Befragung zeigt: Die meisten Menschen wollen endlich einfache Online-Behördengänge. Auch Datenschutz, digitale Teilhabe und mehr Sicherheit im Netz zählen zu den wichtigsten Anliegen. Digitalpolitik ist für viele von großer Bedeutung. mehr...

Gruppenfoto mit sechs Personen

Gesetzgebung: Praxisaustausch zum Digitalcheck

[01.12.2025] Im November fand zum zweiten Mal das Bund-Länder-Treffen zum Digitalcheck statt, auch Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission waren dabei. Die Teilnehmenden tauschten sich über Erfahrungen und Chancen praxis- und digitaltauglicher Gesetzgebung aus. mehr...

Gruppenfoto der Mitglieder des Kompetenzteams Datenschutz des IT-Planungsrats.

IT-Planungsrat: Klausur des Kompetenzteams Datenschutz

[19.11.2025] Das Kompetenzteam Datenschutz – eines von drei Arbeitsformaten innerhalb des vom IT-Planungsrat strategisch vorangetriebenen Schwerpunkts Datennutzung – traf sich in Hamburg, um die Weichen für das Jahr 2026 zu stellen. mehr...

Karsten Wildberger am Messestand der eWA.

BMDS: Digitale Wohnsitzanmeldung als Erfolgsmodell

[18.11.2025] Rund 55 Millionen Bundesbürger haben Zugriff auf den Onlinedienst „elektronische Wohnsitzanmeldung“, um sich nach einem Umzug ohne Amtsbesuch umzumelden. Das BMDS sieht dies als Beleg, dass „Einer für Alle“ die beste Lösung für schnelle Flächendeckung ist. mehr...

Rauchende Schornsteine auf einem Hausdach vor blauem Himmel

Bayern: Kehrbuchdaten digital abrufen

[17.11.2025] Die sogenannten Kehrbuchdaten – Aufzeichnungen des Schornsteinfegers über seine Tätigkeiten in einem bestimmten Gebiet – können bayerische Kommunen künftig digital und an zentraler Stelle abrufen. mehr...

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (li.) und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger vor einer Werbewand für die neue App.

BMV: Nie mehr den Kfz-Schein suchen

[11.11.2025] Mit der neuen i-Kfz-App erreicht die Digitalisierung von fahrer- und fahrzeugbezogenen Papieren eine weitere Etappe: Bürgerinnen und Bürger können ihren Fahrzeugschein nun digital auf dem Smartphone mitführen – rechtlich anerkannt und jederzeit abrufbar. mehr...

Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Neuer Standort für die DigitalAgentur

[10.11.2025] Die DigitalAgentur Brandenburg spielt eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung des Landes – und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Ressorts, Landesverwaltung, Kommunen und externen Partnern. Nun hat sie ihren neuen Standort in Babelsberg bezogen. mehr...

Hände und Torso einer mutmaßlich weiblichen Person, die mit nachdenklicher Pose ein Smartphone hält.

Thüringen: App für Beratung und mehr Sicherheit

[05.11.2025] Thüringen testet in seiner Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl die App Saba, mit der psychosoziale Belastungsfaktoren bei Geflüchteten frühzeitig erkannt werden sollen. Das Modellprojekt will Schutzbedarfe systematisch erfassen und gezielte Hilfe schneller verfügbar machen. mehr...

Schlfendes Baby, im Vordergrund hält eine Hand in Smartphone

Once Only: Entlastung beim Elterngeldantrag

[30.10.2025] Noch in diesem Jahr soll bundesweit eine Lösung zur Verfügung stehen, die Elterngeldstellen den elektronischen Abruf von Einkommensteuerdaten direkt vom zuständigen Finanzamt erlaubt. Entwickelt wurde diese im Rahmen des Verbundprojekts Konsens. mehr...