OSBASovereign Cloud Stack bleibt

[30.10.2024] Die Plattform Sovereign Cloud Stack wird nur noch bis Jahresende vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert. Ein neu gegründeter Zusammenschluss von Open-Source-Unternehmen innerhalb der Open Source Business Alliance wird auch in Zukunft zentrale Ergebnisse absichern und die Weiterentwicklung der Standards gewährleisten.
Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

Open Source Cloud für alle: Der Sovereign Cloud Stack ist eine Sammlung von open-source-basierten Standardkomponenten für Cloud-Umgebungen.

(Bildquelle: Cybrain/stock.adobe.com)

Die Open-Source-Cloud- und Container-Plattform Sovereign Cloud Stack (SCS) hat den Anspruch, alle Cloud-technologischen Grundlagen zur Verwirklichung digitaler Souveränität und zur Umsetzung von Open-Source-Strategien bereitzustellen. Zum Jahresende wird das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit rund 13,2 Millionen Euro finanzierte und von der Open Source Business Alliance (OSBA) durchgeführte Forschungsprojekt plangemäß enden.

Nun berichtet die OSBA, sie und einige ihrer Mitgliedsunternehmen hätten für die nachhaltige Absicherung der zentralen Ergebnisse und die Weiterentwicklung der Standards bereits gesorgt. Demnach soll der Sovereign Cloud Stack auch nach der Projektphase professionell weiterentwickelt werden und dem Cloudmarkt zur Verfügung stehen. Dazu wollen die OSBA und bisher 14 Mitgliedsunternehmen des Verbands zum 1. Januar 2025 das Forum SCS-Standards gründen. Dieser Zusammenschluss innerhalb der OSBA soll die Standards und Zertifizierungen sowie deren jeweilige Weiterentwicklungen zukünftig verantworten. So soll auch in Zukunft die Qualitätssicherung nachhaltig abgesichert sein, damit alle  Nutzer des Sovereign Cloud Stack sicher sind, eine zukunftsfähige Cloudtechnologie zu verwenden.

14 starke Partner engagieren sich

„SCS muss auch ohne staatliche Förderungen weiterentwickelt werden. Denn wenn es uns gelingt, die Marktbedingungen zu verbessern und durch gemeinsame Standards die Angebote verschiedener Cloud-Service-Provider interoperabel und föderierbar zu gestalten, dann wird die deutsche und europäische Cloudwirtschaft insgesamt gewinnen und langfristig erfolgreich sein. Deshalb engagieren sich unsere Unternehmen mit Zeit und Geld“, erläutert einer der beiden Interimssprecher des Forums, Marius Feldmann von Cloud&Heat Technologies.

Insgesamt haben die bisher 14 Unternehmen zusammen ein Jahresbudget von 257.000 Euro gestellt. Weitere Unternehmen haben bereits Interesse bekundet, die Idee von SCS und den gemeinsamen Standards zu unterstützen. Die bisherigen Gründungsmitglieder des SCS-Forums – Cloud-Service-Provider, Rechenzentren, Integratoren, Entwickler, Sicherheits- und Schulungsexperten – arbeiten schon jetzt intensiv zusammen. Weitere Mitglieder können aber auch als Gestalter, Berater oder Förderer beitreten. Entsprechend sind unterschiedliche Mitgliedsbeiträge vorgesehen, die darüber hinaus auch noch nach Unternehmensstärke gestaffelt sind. Das Forum SCS-Standards ist offen für weitere Mitglieder. Interessenten können sich unter forum-scs-standards@osb-alliance.com melden.





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