Schleswig-HolsteinSozial- und Gesundheitsdaten auf einen Blick

[24.02.2026] Schleswig-Holstein macht Daten und Kennzahlen aus den Bereichen Soziales und Gesundheit für das ganze Land in hoher Detailtiefe zentral verfügbar. Das neue Angebot richtet sich nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern explizit auch an die Öffentlichkeit und Multiplikatoren wie die Presse.
Blick auf eine junge Frau am Schreibtisch aus Obersicht, auf der Holzplatte Verteilt sind Papiere mit Diagrammen, ein Laptop und diverse Kleinigkeiten wie Stifte und Topfpflanzen.

Schleswig-Holstein macht seine Sozial- und Gesundheitsdaten an zentraler Stelle digital verfügbar.

(Bildquelle: artchvit/123rf.com)

Wie viele Pflegebedürftige leben im Kreis Stormarn? Wie hoch ist die Armutsquote der Minderjährigen in Dithmarschen? Welche zeitlichen und regionalen Trends zeigen sich bei der Lebenserwartung der Menschen in Schleswig-Holstein? Solche und ähnliche Fragen lassen sich in Zukunft leichter beantworten: Das Land Schleswig-Holstein stellt ab sofort statistische Daten und Grafiken zu aktuellen sozialen und gesundheitlichen Trends über ein neues Webportal zur Verfügung. Die Daten sollen künftig einmal im Jahr aktualisiert werden.

Umgesetzt wurde das neue Sozial- und Gesundheitsmonitoring in einem ressortübergreifenden Projekt der Ministerien für Soziales (MSJFSIG) und Gesundheit (MJG), finanziert wird es aus Mitteln des Digitalisierungsprogramms der Landesregierung. Für die Realisation verantwortlich war die Informatikforma OFFIS, ein An-Institut der Universität Oldenburg.

Wichtige Themenfelder in hoher Auflösung

Das Portal gliedert die Informationen in zehn Themenfelder: Arbeit, Armut, Betreuung und Bildung, Demografie, Gesundheit, Inklusion und Teilhabe, Integration und Teilhabe, gesellschaftliche Teilhabe, Pflege sowie Wohnen. Soweit möglich, werden die Kennzahlen nach Geschlecht, Alter und Staatsangehörigkeit oder Einwanderungsgeschichte differenziert dargestellt – und das im Zeitverlauf der letzten zehn Jahre.

Die meisten Daten liegen dabei nicht nur für Schleswig-Holstein insgesamt, sondern auch auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte vor. Einige Bevölkerungs- und Arbeitsmarktdaten sind darüber hinaus auf Gemeindeebene verfügbar. Zahlreiche verschiedene Institutionen stellen ihre Daten im Portal zur Verfügung. Diese Daten wurden speziell für das Tool in einer großen Differenzierung und Merkmalskreuzung aufbereitet. So sind Informationen in hoher Detailtiefe verfügbar.

Mit Fakten gegen Populismus

Das Angebot richtet sich nicht nur an die Verwaltung selbst, sondern explizit auch an die breite Öffentlichkeit. „In einer Zeit, in der Populismus den politischen Diskurs dominiert, brauchen wir mehr denn je eine sachliche politische Diskussion und soziale Trends müssen transparent dargestellt werden. Aktuelle und faktenbasierte Daten sind zentral für eine nachhaltige Sozial- und Gesundheitspolitik im Sinne der Menschen. Unser neues Webportal macht die Sozial- und Gesundheitsberichterstattung für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Egal ob Pressevertreter, Lehrerinnen, Verbände oder Politikerinnen: jeder findet hier niedrigschwellige aktuelle Daten aus zuverlässiger Quelle für seine Arbeit“, betont Sozialministerin Aminata Touré.





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