Generative KITrainingsdaten in Form bringen

Guter Input ergibt guten Output – diese einfache Regel gilt auch für die Daten, mit denen KI-Anwendungen trainiert werden.
(Bildquelle: 123rf.com/peshkova)
Anwendungen, die Daten mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) oder maschinellem Lernen (ML) verarbeiten, werden derzeit breit diskutiert. Die Debatte konzentriert sich dabei vor allem auf ethische und sicherheitsrelevante Aspekte und damit auf Fragen des richtigen Einsatzes von (generativer) KI. Die Frage nach der Qualität solcher Anwendungen, die wiederum von den Daten abhängt, mit denen die Algorithmen trainiert werden, wird in der öffentlichen Diskussion vernachlässigt. Zu diesem Schluss kommt das Schweizer Data-Intelligence-Unternehmen Aparavi. Aparavi schätzt, dass bis zu 80 Prozent der Daten, die für das KI-Training infrage kommen, unstrukturiert sind. In diesen Beständen verbergen sich nicht nur veraltete Dokumente oder risikobehaftete Daten, sondern auch wichtige und wertvolle Informationen. Solche Datenbestände müssten schon vorab klassifiziert und bereinigt werden.
Sensible Daten aussieben
Eine saubere Data Collection ist für eine sinnvolle, effektive Entwicklung von KI-Apps essenziell. Denn die Qualität des Outputs bei der KI-Entwicklung hängt zwangsläufig von der Qualität des Inputs ab – je gepflegter die Trainingsdaten, desto höher der Anwendungsnutzen. Ideal sind „transparente, klassifizierte, strukturierte und priorisierte Daten und Metadaten“, so Aparavi, die auch von Dubletten bereinigt sein sollten. Ebenso wichtig sei es, kritische sensible Daten und Dokumente, die aus rechtlichen Gründen nicht verwendet werden dürften, auszusieben. Dazu gehören beispielsweise personenbezogene Daten oder Inhalte, die vor dem Stichtag einer Änderung rechtlich relevanter Vorgaben datieren. Um Verfälschungen, aber auch Risiken und Strafzahlungen zu vermeiden, müssten diese identifiziert und aus Datenbeständen entfernt werden, noch bevor die Datenbestände für das Training generativer KI-Anwendungen herangezogen werden.
Entwicklungszeiten abkürzen
Die Nutzung künstlich erzeugter Datensätze, so genannter synthetischer Daten, nimmt zu. Die Fachleute von Aparavi sehen dies als Indikator der Unzufriedenheit von Data Scientists mit dem vorhandenen echten Datenmaterial. Dennoch seien synthetische Daten kein vollwertiger Ersatz für das Training von KI-Anwendungen: Mit Originaldaten könnten Algorithmen und Anwendungen deutlich schneller und effizienter entwickelt werden als mit simulierten Datensätzen.
KI-Entwicklung ist per se ein iterativer Prozess mit hohem Ressourcenbedarf – und verursacht folglich hohe Kosten. Ein schlechter Dateninput verlängert die Entwicklungszeiten und erhöht die Kosten zusätzlich. Ein sauberer, auf relevante, sinnvolle Daten kondensierter Datenbestand kann die Anwendungsentwicklung hingegen beschleunigen und damit auch den finanziellen Aufwand reduzieren. „Clean and Lean Data spielen bei der Entwicklung von KI- und ML-Apps eine überragende Rolle“, sagt der Aparavi-CEO Adrian Knapp. Ob eine KI-Anwendung erfolgreich wird, entscheide sich an den Daten, die sozusagen das Futter für die zu trainierenden Algorithmen darstellen.
Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung
[08.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen
[07.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...
Bundesdruckerei/ZenDiS: Geschützter Zugriff auf openDesk
[02.10.2026] Das Technologieunternehmen des Bundes Bundesdruckerei-Gruppe will mit dem Zentrum für Digitale Souveränität openDesk für sicherheitssensible Einsätze weiterentwickeln. Ein erster Anwendungsfall verbindet die Suite mit einer VS-NfD-Lösung des IT-Sicherheitsspezialisten genua. mehr...
eGovernment-Wettbewerb: BMI gewinnt mit LISSA
[30.09.2026] Mit LISSA entwickelt das ITZBund eine standardisierte und automatisierte Lieferkette für sichere Software. Beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreichte LISSA den ersten Platz in der Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“. mehr...
eGovernment-Wettbewerb: BW-Empfangsclient auf dem zweiten Platz
[24.09.2026] Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat mit dem BW-Empfangsclient einen zweiten Platz beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreicht. Die Infrastrukturkomponente soll Behörden einen einfachen Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen ermöglichen – auch wenn ihre Fachverfahren noch nicht durchgängig digital angebunden sind. mehr...
EU-System DIWASS: Deutschland bindet Abfallverfahren an
[24.09.2026] Die Länderarbeitsgemeinschaft „Gemeinsame Abfall DV-Systeme“ bindet die deutschen Verfahren für grenzüberschreitende Abfalltransporte an das europäische Digital Waste Shipment System an. Technologiepartner bei der Umsetzung ist die Firma cit. mehr...
eGovernment-Wettbewerb: Auszeichnung für Digitales Jobcenter
[23.09.2026] Digitale Verwaltungsangebote kämpfen mitunter mit geringen Nutzungszahlen. Dass gezielte Verbesserungen Abhilfe schaffen, zeigt ein gemeinsames Projekt von Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur für Arbeit. Anträge des Jobcenters wurden untersucht und überarbeitet – und steigerten die Nutzungsquote. mehr...
Berlin: Zentrale Plattform für Baustellenkoordinierung
[23.09.2026] Berlin will die Koordinierung von Baustellen in einer zentralen digitalen Plattform bündeln. Planung, Antragstellung, Genehmigung, Koordinierung und Kontrolle sollen künftig auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenlaufen. mehr...
Normenkontrollrat: Seit 20 Jahren für bessere Rechtsetzung
[16.09.2026] Der Nationale Normenkontrollrat besteht seit 20 Jahren. Das ursprünglich zur Kontrolle von Bürokratiekosten eingesetzte Gremium beschäftigt sich heute auch mit Verwaltungsdigitalisierung und Staatsmodernisierung. Zum Jubiläum fordert der Rat eine frühere Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren und stärkere Praxistests. mehr...
digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.
[28.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...
Berlin: Wer macht was?
[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...
Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge
[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...
Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking
[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...
Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden
[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...
Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector
[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...













