BrandenburgKabinett beschließt KI-Strategie

Die Förderung der Forschung ist ein wichtiger Schwerpunkt der brandenburgischen KI-Strategie.
(Bildquelle: MWFK Brandenburg)
Das Brandenburgische Landeskabinett hat gestern (25. Juni 2024) der von Wissenschaftsministerin Manja Schüle vorgelegten Landesstrategie Künstliche Intelligenz (KI) zugestimmt. Wie die Staatskanzlei meldet, sollen für den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung Leitfäden entwickelt und ein öffentlich einsehbares Register aller eingesetzten KI-Anwendungen eingerichtet werden. Die KI-Forschung im Land soll zukünftig gezielt gefördert werden. Zudem sollen die Brandenburgerinnen und Brandenburger über Beteiligungsformate aktiv in die Debatte über die Gestaltung und den Einsatz von KI eingebunden werden. „Um die Chancen und Möglichkeiten der Anwendung von Künstlicher Intelligenz für alle Bereiche besser zu erkennen und umzusetzen, bedarf es eines strategischen Rahmens. Den gibt es ab sofort. Mit unserer KI-Strategie sind wir bundesweit Vorreiter – mit der konkretesten und in der Breite der KI-Themenfelder ambitioniertesten Strategie. Ich bin überzeugt: Damit haben wir in Brandenburg eine hervorragende Ausgangslage für die weitere Entwicklung von KI in den kommenden Jahren“, sagt Manja Schüle.
Strategie als wachsendes Dokument
Die Landesstrategie ist auf den Zeitraum von 2024 bis 2030 ausgelegt. Sie bündelt und koordiniert alle Aktivitäten der Landesregierung im Bereich Künstliche Intelligenz. Die einzelnen Maßnahmen reichen vom Ausbau der KI-Kompetenzen in der Lehrkräftebildung und der Verwaltung über die Mitarbeit an einer bundesweiten KI-Plattform für die Justiz bis zu KI-basierten Anwendungen im Katastrophenschutz und KI-gestützter Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft.
Das Kultur- und Wissenschaftsministerium hatte die Landesstrategie Künstliche Intelligenz in einem 2022 gestarteten Abstimmungsprozess unter Beteiligung aller Landesressorts erarbeitet. In die Strategie sind die Ergebnisse von Fach-Workshops unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sowie von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingeflossen. Die Strategie ist kein statisches Dokument, sondern soll in den kommenden Jahren fortgeschrieben werden.
KI-Studiengänge denkbar
In der Region Lausitz soll KI künftig den Strukturwandel mitprägen. Dafür werden der iCampµs und die BTU Cottbus-Senftenberg mit ihrer Profilbildung im Bereich KI und Mikroelektronik gestärkt. Mit KI-Studiengängen könnten hier künftig Fachkräfte für KI-Anwendungen mit ausgebildet werden – auch für die neue Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem, welche die digitale medizinische Versorgung in der Fläche als einen wesentlichen Auftrag hat.
Schon jetzt wird Künstliche Intelligenz in Brandenburg mit einer Reihe von Maßnahmen und Kooperationen vorangebracht: So bietet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut zusammen mit dem KI-Servicezentrum Berlin-Brandenburg Beratung zu Infrastruktur, Auswahl von algorithmischen Modellen oder zur Erstellung von Prototypen an. Für die Umsetzung von KI-Vorhaben steht eine KI-Recheninfrastruktur zur Verfügung, und zur Unterstützung brandenburgischer Unternehmen wurde die Zentrale Anlaufstelle Künstliche Intelligenz (ZAKI) eingerichtet.
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