PDPositionspapier zur Verwaltungscloud

PD sieht eine zentrale Cloud-Infrastruktur als Lösungsansatz für die heterogene IT von Bund und Ländern.
(Bildquelle: PD)
Für die Modernisierung der Verwaltung wie auch für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen ist die Cloudtransformation ein entscheidender Faktor. Die Behörden in Deutschland haben zwar bereits mit der Einführung von Cloud begonnen. Allerdings gibt es auch weiterhin viele unterschiedliche Einzelvorhaben auf allen föderalen Ebenen. Vor dem Hintergrund dieser aktuell existierenden, dezentralen Strukturen sind die erforderlichen Investitionen in die öffentliche IT-Sicherheit und moderne Cloudtechnologien nicht realisierbar. Zu diesem Schluss kommt das Beratungsunternehmen PD – Berater der öffentlichen Hand, das nun in einem Positionspapier einen cloudbasierten Lösungsansatz für die bislang heterogene IT von Bund und Ländern vorstellt.
Die Schaffung einer ebenen- und länderübergreifenden Cloud-Infrastruktur für die Verwaltung hätte aus Sicht des Beratungshauses zahlreiche Vorteile, namentlich einen schnelleren Zugang zu Innovationen, eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und eine verbesserte Resilienz. Zudem könne dieses zentrale Cloud-Angebot für die Verwaltung dazu beitragen, existierende Lösungen zu konsolidieren.
Public-private-Partnership als erfolgversprechendes Modell
Eine Industriepartnerschaft – zum Beispiel durch eine öffentlich-private-Partnerschaft (ÖPP) – soll die vorgeschlagene verwaltungseigene Cloud errichten. Durch eine solche, laut PD nahezu haushaltsneutrale, Partnerschaft könnten die Ressourcen und das Know-how der Privatwirtschaft genutzt werden, während gleichzeitig öffentliche Interessen gewahrt bleiben. Neben dem Wissenstransfer würden die Resilienz der öffentlichen Hand erhöht und die staatliche Handlungsfähigkeit im Krisenfall gesichert. PD verweist auf ähnliche ÖPP-Ansätze, die in Italien (Polo Strategico Nazionale – PSN) und in Deutschland für die Bundeswehr (Herkules-Projekt 2006 bis 2016) erfolgreich umgesetzt worden seien. Für die effektive Umsetzung einer Cloud-Infrastruktur schlägt PD einen Aufbau mit maximal zwei Partnern der Verwaltung vor und nennt das ITZBund und govdigital als mögliche Kandidaten.
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