Baden-Württemberg/BayernSoftware-Landschaft für die Gesundheitsämter

[17.02.2026] Baden-Württemberg und Bayern vereinbaren die Zusammenarbeit zur Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Grundlage für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Ziel ist eine einheitliche, bürgerfreundliche Fachanwendungslandschaft. Die Kooperation steht weiteren Ländern und Kommunen offen.
Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Der Grundstein für ein gemeinsames, einheitliches digitales Ökosystem im Öffentlichen Gesundheitsdienst wurde gelegt.

(Bildquelle: dragonimages/123rf.com)

Mit einer Kooperationsvereinbarung legen Baden-Württemberg und Bayern den Grundstein für ein gemeinsames einheitliches digitales Ökosystem für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Auf Basis der in Baden-Württemberg entwickelten Fachanwendungslandschaft ÖGDigital soll die neue Fachanwendung für bayerische Gesundheitsämter entstehen und künftig von beiden Ländern gemeinsam weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollen das Bürgerportal und die Wasserfachanwendung aus Bayern ausgebaut und an ÖGDigital angebunden werden. So soll es über das Bürgerportal unter anderem möglich sein, Dokumente hochzuladen und sicher an das Gesundheitsamt zu übermitteln, Termine zu vereinbaren oder Beratungsleistungen wahrzunehmen. Die Länder betonen in ihrer gemeinsamen Meldung ausdrücklich, dass die nun geschlossene Kooperation offen ist für die Mitnutzung durch andere Bundesländer und Kommunen.

Fachlich und technisch nachhaltige Lösung

Die gemeinsam entwickelte Fachanwendung bietet die Möglichkeit, bereits entwickelte Softwarekomponenten und Fachmodule zu nutzen. Gleichzeitig können neue Funktionen und Module in einer abgestimmten Zusammenarbeit entwickelt und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Vorgesehen ist ein länderübergreifendes zentrales Anforderungsmanagement. Damit sollen neue Aufgaben oder rechtliche Änderungen künftig schnell in die Fachanwendung einfließen. So bleibt die digitale Infrastruktur aktuell und flexibel – auch über Ländergrenzen hinweg. Zudem entsteht ein gemeinsamer kontinuierlicher Verbesserungsprozess, bei dem Erfahrungen und Ressourcen gebündelt werden. Die Projekte „Digitalisierung ÖGD BW“, „Wasser-Fachanwendung“ und „Bürgerportal“ werden von der Europäischen Union im Rahmen von NextGenerationEU finanziert.





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