BerlinHauptstadt ohne CDO

Das neue Gesicht der Berliner Digitalisierung, wenigstens fürs Erste: der Jurist Florian Hauer.
(Bildquelle: Senatskanzlei Berlin/Hans Christian Plambeck)
Mit einer äußerst knappen Meldung teilte die Berliner Senatskanzlei mit, dass es beim Posten des Chief Digital Officer (CDO) und des Staatssekretärs für Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung erneut eine Umbesetzung gab. Florian Hauer, Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten werde zusätzlich und offenbar nur zeitweilig die Geschäfte des CDO und des Digitalisierungs-Staatssekretärs übernehmen. „Florian Hauer verfügt über umfassende Erfahrung in der politischen Koordinierung, in der Abstimmung zwischen Verwaltungen und politischen Ebenen sowie in der Steuerung ressortübergreifender Prozesse. Ich danke Florian Hauer sehr für seine Bereitschaft, diese zusätzliche Aufgabe für die kommenden Monate zu übernehmen“, erklärte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner.
Florian Hauer folgt auf Matthias Hundt. Wie unter anderem der rbb berichtet, hatte dieser am Dienstag (26. Mai) selbst um seine Entlassung gebeten. Demnach gab Hundt als Grund eine gegen ihn geführte „Medienkampagne“ an, die es unmöglich mache, dass er in Berlin etwas bewirken könne und die ihn und seine Familie stark belaste. Nach Recherchen von rbb und MDR Investigativ gibt es anscheinend offene Fragen wegen der Insolvenz einer früheren Firma von Hundt, auch der Berliner Tagesspiegel berichtete über vermutete „Insolvenzstraftaten“.
Der IT-Unternehmer Matthias Hundt war erst im März aus Dresden nach Berlin gekommen. Er hatte den Posten als Chefdigitalisierer in der Berliner Senatskanzlei von Martina Klement übernommen, die ihrerseits ein neues Amt als Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg antrat (wir berichteten). In die nur 69 Tage währende Amtszeit Hundts fielen einige, teilweise offen ausgetragene Kontroversen (wir berichteten).
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