BerlinKI-Strategie für Finanzämter

[17.07.2026] Berlin will KI schrittweise in die Steuerverwaltung integrieren. Pilotprojekte sollen zeigen, wie sich Anträge schneller bearbeiten, Beschäftigte entlasten und der Service verbessern lassen. Schulungen und feste Ansprechpersonen begleiten die Einführung.
Ein Tisch voll mit Steuerformularen, einem Taschenrechner, Stiften, man erkennt außerdem die Hände von zwei Personen, die offensichtlich diskutieren.

Die digitale Transformation der Berliner Steuerverwaltung wird vorangetrieben - dazu gehört auch der KI-Einsatz.

(Bildquelle: alfexe/123rf.com)

Der Berliner Senat hat eine KI-Strategie für die Finanzämter auf den Weg gebracht. KI-Anwendungen sollen schrittweise in Pilotprojekten erprobt und anschließend in die Arbeitsabläufe der Steuerverwaltung integriert werden. Nach Angaben der Finanzverwaltung könnten sie Anträge schneller bearbeiten, Beschäftigte bei Routineaufgaben entlasten und den Service verbessern. So sollen Dokumente automatisiert geprüft, Daten validiert und Entscheidungen vorbereitet werden. Chatbots und virtuelle Assistenten könnten zudem den Kontakt mit den Finanzämtern erleichtern. Auch bei der Risikobewertung und der Verteilung von Ressourcen sieht die Verwaltung Einsatzmöglichkeiten.

Erste Werkzeuge im Einsatz

Die Berliner Steuerverwaltung nutzt bereits mehrere Automatisierungs- und KI-Werkzeuge. In der Übernachtungsteuerstelle unterstützt Robotic Process Automation (RPA) wiederkehrende Abläufe. Außerdem stehen den Beschäftigten der Finanzämter zwei KI-gestützte Recherchetools zur Verfügung. „Die Modernisierung der Steuerverwaltung hängt auch vom Einsatz Künstlicher Intelligenz ab. Der verantwortungsbewusste Umgang mit entsprechenden Tools birgt erhebliche Potenziale, die Leistungsfähigkeit der Finanzämter zu erhöhen und den Service zu verbessern,“ sagte Finanzsenator Stefan Evers. Wichtig sei, dass der  Einsatz von KI an ethische und regulatorische Vorgaben gebunden ist.

Umfassende Schulungen

Die Einführung begleitet die Finanzverwaltung mit Schulungen. Führungskräfte und Beschäftigte sollen grundlegendes Wissen über Funktionsweisen, Einsatzmöglichkeiten, Risiken und Potenziale von KI-Systemen erhalten. Den Auftakt bildete Ende März dieses Jahres eine Präsenzschulung für Führungskräfte. Im Anschluss wurde allen weiteren Beschäftigten eine obligatorische Online-Basisschulung angeboten. Für einzelne Anwendungen sind zusätzliche Schulungen vorgesehen. Seit Juni dieses Jahres wird zudem ein Netzwerk aus KI-Ansprechpersonen etabliert. Eine Informationsveranstaltung für Beschäftigte der Steuerabteilung in der Finanzverwaltung in diesem Monat komplettiert den Prozess der KI-Einführung.





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