AISI DeutschlandWohin zieht das KI-Sicherheitsinstitut?

[07.09.2026] Der Startschuss für das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland ist gefallen. Zum Auftakt stützt sich AISI Deutschland auf BSI und Bundesnetzagentur. Wie und wo das tatsächliche Institut später ausgebaut wird, ist offen. Bayern und das Saarland werben bereits für München und Saarbrücken.
Verpixelte, in Blau gehaltene Ansicht eines Bildschirms, der neben zahlreichen Nullen und Einsen die Buchstaben "KI" zeigt.

Das AISI soll unter anderem fortschrittliche KI-Modelle auf Fähigkeiten und Risiken untersuchen. Mehrere Länder möchten Standort des neuen Instituts werden.

(Bildquelle: 3dkombinat/adobe.stock.com)

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bundesinnenministerium (BMI) haben das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland eingerichtet (wir berichteten). Den zunächst virtuellen Kern sollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Bundesnetzagentur bilden. Sie sollen fortschrittliche KI-Modelle auf ihre Fähigkeiten und mögliche Risiken untersuchen. Für eine zweite Phase ist ein Ausbau von Aufgaben und Kapazitäten vorgesehen. Wie und wo er erfolgen soll, ist bislang offen.

Saarland will mitfinanzieren

Das Saarland wirbt bereits seit dem Frühjahr intensiv für Saarbrücken als Standort von AISI Deutschland. Als Standortargument nennt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie die Konzentration von Einrichtungen aus Künstlicher Intelligenz, Informatik und Cyber-Sicherheit in Saarbrücken. Im August hatte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem Bund zudem eine finanzielle Beteiligung des Landes angeboten. Auch mehrere renommierte Forschungseinrichtungen aus dem Saarland unterstützten den Vorstoß in einem gemeinsamen Schreiben an die beteiligten Bundesministerien. Nach der nun erfolgten Entscheidung über den virtuellen Kern des AISI bleibe das Angebot für die zweite Phase bestehen, teilte das Ministerium mit. „Wir hätten uns eine klare Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt für das gesamte KI-Sicherheitsinstitut gewünscht, die sich streng nach fachlichen Argumenten richtet. Wir werden aber auch für die vom Bund in Aussicht gestellte zweite Phase die Chance für Saarbrücken nutzen“, betonte Wirtschaftsminister Jürgen Barke.

Bayern als digitales Kraftzentrum?

Auch Bayern sieht sich als idealen Standort für das KI-Sicherheitsinstitut. Im August hatte sich Bayerns Digitalminister Fabian Mehring in einem Schreiben an Bundesdigitalminister Karsten Wildberger dafür sark gemacht, AISI Deutschland in München anzusiedeln. Das Bayerische Staatsministerium für Digitales begründet den Vorschlag mit der Verbindung von KI-Forschung, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden. Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern habe der Freistaat zudem 134 neue Professuren im Bereich Künstliche Intelligenz auf den Weg gebracht. Das Institut solle nach Ansicht Mehrings in ein bestehendes Technologie- und Sicherheitsumfeld eingebunden werden. „Bei KI entscheidet Nähe über Geschwindigkeit. Ein KI-Sicherheitsinstitut gehört nicht auf die grüne Wiese, sondern mitten ins digitale Kraftzentrum unseres Landes“, sagte Mehring.





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