BlueMindPräsenz in Deutschland wird ausgebaut

[22.09.2026] BlueMind will seine Aktivitäten auf dem deutschen Markt deutlich verstärken. Mit seiner Open-Source-Lösung für E-Mail und Collaboration positioniert sich das Unternehmen als europäische Alternative zu Microsoft Exchange.

Der französische Anbieter BlueMind baut seine Präsenz in Deutschland aus und will insbesondere seine Vertriebsaktivitäten verstärken. Der europäische Anbieter einer E-Mail- und Kollaborationsplattform richtet sich dabei an Unternehmen und öffentliche Organisationen, die ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen Softwareanbietern reduzieren wollen. Das französische Unternehmen ist seit 2021 auf dem deutschen Markt aktiv und hat nach eigenen Angaben ein lokales Partnernetzwerk sowie erste Kundenbeziehungen aufgebaut. In der nächsten Wachstumsphase sollen die Bekanntheit der Plattform gesteigert, die Zusammenarbeit mit Partnern intensiviert und weitere Kunden gewonnen werden.

„Deutschland ist für BlueMind einer der strategisch wichtigsten Märkte in Europa“, sagt Pierre Baudracco, CEO von BlueMind. Hier gebe es ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Abhängigkeit von internationalen Technologieanbietern bei zentralen Kommunikationsdiensten. Gleichzeitig wollten viele Unternehmen weiterhin mit Microsoft Outlook arbeiten.

Outlook weiter nutzen

BlueMind entwickelt eine Open-Source-Plattform für geschäftliche E-Mail-Kommunikation und Zusammenarbeit. Sie umfasst unter anderem E-Mail, Kalender und Kontakte. Nach Angaben des Unternehmens wird die Lösung von mehr als 500 Organisationen eingesetzt, darunter mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen.

Als ein wesentliches Merkmal seiner Plattform nennt BlueMind die native Kompatibilität mit Microsoft Outlook. Beschäftigte können demnach Outlook und ihre gewohnten Arbeitsabläufe weiterverwenden, während im Hintergrund BlueMind an die Stelle von Microsoft Exchange tritt. Ein zusätzliches Plugin sei dafür nicht erforderlich. Damit will das Unternehmen eine Hürde beim Wechsel zu souveräneren IT-Infrastrukturen adressieren: Organisationen sollen ihre Abhängigkeit von proprietären Plattformen reduzieren können, ohne gleichzeitig die gewohnte Arbeitsumgebung ihrer Beschäftigten grundlegend verändern zu müssen.

Migration ohne Ausfallzeiten

BlueMind wirbt zudem damit, bestehende Microsoft-Exchange-Umgebungen auf seine Plattform migrieren zu können, ohne dass es dabei zu Ausfallzeiten kommt. „E-Mail ist für viele Unternehmen das Rückgrat der internen und externen Kommunikation“, sagt Baudracco. Deshalb habe BlueMind Prozesse entwickelt, mit denen Organisationen von Microsoft Exchange auf die eigene Lösung wechseln könnten.

Mit der verstärkten Präsenz in Deutschland trifft BlueMind auf eine Debatte, die insbesondere im öffentlichen Sektor an Bedeutung gewonnen hat: Bund, Länder und Kommunen beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, wie sich Abhängigkeiten von einzelnen IT-Anbietern reduzieren und europäische beziehungsweise Open-Source-basierte Alternativen stärker nutzen lassen.





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