HamburgDie Steuerverwaltung wird digitaler

Die Nutzung des digitalen Steuerportals ELSTER wurde weiter vereinfacht.
(Bildquelle: Scott Graham/Unsplash)
Die Steuerverwaltung Hamburg wird immer digitaler. Dadurch werden nicht nur die Prozesse innerhalb der Verwaltung beschleunigt, auch für Bürgerinnen und Bürger bietet die Digitalisierung Vorteile. Jährlich erreichen immer mehr Steuerklärungen auf elektronischem Weg das Finanzamt. Wie die Hamburger Finanzbehörde berichtet, sind im Kalenderjahr 2023 mehr als 80 Prozent aller Einkommensteuererklärungen elektronisch beim Finanzamt eingegangen, ein erneuter Anstieg um nochmals mehr als 47.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Finanzbehörde möchte noch mehr Nutzerinnen und Nutzer für ihre digitalen Dienste gewinnen. „Ich freue mich über einen weiteren großen Digitalisierungsschritt in der Hamburger Steuerverwaltung und empfehle Ihnen unbedingt das Steuerportal elster.de zu nutzen – keine lästigen Papiervordrucke mehr, einfache Kommunikation mit größtmöglicher Sicherheit und geringe Fehleranfälligkeit. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern auch das Geld für das Porto“, sagt der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel.
Vereinfachte Kommunikation
In den vergangenen zwei Monaten wurde eine Reihe technischer Neuerungen eingeführt, um die Kommunikation über das Steuerportal ELSTER und die Registrierung weiter zu vereinfachen. Schon bisher konnten steuerliche Nachrichten auch ohne Registrierung über ELSTER an das Finanzamt geschickt werden. Seit Kurzem ist nun auch das Beifügen eines Anhangs möglich. Es können eingescannte Dokumente bis zu einer Dateigröße von 10 Megabyte und maximal 100 Seiten beigefügt werden, nach der Übersendung wird eine Versandbestätigung ausgegeben.
Schnell loslegen mit ELSTER
Nach einer Registrierung auf dem ELSTER-Portal stehen den Bürgerinnen und Bürgern weitere Serviceleistungen zur Verfügung. So können nicht nur nahezu alle Steuererklärungen und -anmeldungen erstellt und an die Steuerverwaltung übermittelt werden, sondern auch weitere Formulare genutzt werden. Mein ELSTER unterstützt bei der Erstellung von Steuererklärungen außerdem nicht nur mit Hilfetexten, sondern führt auch eine Plausibilitätsprüfung sowie eine unverbindliche Steuerberechnung durch.
Zudem wurde der Registrierungsvorgang vereinfacht. Möglich ist eine Registrierung mittels Personalausweis mit aktivierter eID-Funktion. Mitte Juni 2024 wurde darüber hinaus ein neuer, vollständig digitaler Registrierungsprozess für Privatpersonen eingeführt. Dabei kommt das AutoIdent-Verfahren Nect zum Einsatz. Dazu benötigt werden nur ein gültiger Personalausweis oder Aufenthaltstitel und ein Smartphone. Das Online-Identifizierungsverfahren bietet im Anschluss sofort die Möglichkeit, sich einzuloggen. Die klassischen Registrierungsprozesse per Brief und E-Mail bleiben bestehen.
Berlin: Wer macht was?
[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...
Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge
[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...
Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking
[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...
Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden
[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...
Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector
[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...
Hessen/Rheinland-Pfalz: Gemeinsames Fundament für die Steuer-IT
[23.07.2026] Hessen stellt der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung mehr als 400 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche in Frankfurt bereit. Eine langfristige Kooperation soll zudem gemeinsame Vorhaben bei Cloud-Infrastrukturen, KI und automatisierten Steuerverfahren ermöglichen. mehr...
Schleswig-Holstein: Schnell ein Unternehmen gründen
[10.07.2026] Eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten BMDS-Projekt „Schneller Gründen“ ist Nordfriesland. Der dort entwickelte Startuphafen bündelt Informationen und Verwaltungsangebote zur Unternehmensgründung – und soll bald weiteren Städten und Kreisen im Land zur Verfügung stehen. mehr...
Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital
[08.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...
GovTech Deutschland: Elterngeldverfahren föderal nachnutzen
[06.07.2026] Das Elterngeldverfahren steht perspektivisch auf der Deutschlandplattform zur föderalen Nachnutzung zur Verfügung. Die von GovTech Deutschland verantwortete Migration zeigt, wie bestehende Verwaltungsverfahren effizient und in kurzer Zeit auf eine moderne Plattformarchitektur überführt werden können. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Fischereischein fürs Smartphone
[06.07.2026] Wer in Nordrhein-Westfalen den Fischereischein erwirbt, erhält diesen künftig im modernen Scheckkartenformat oder als elektronisches Zertifikat auf dem Smartphone. mehr...
Baden-Württemberg: Kataster für Verkehrszeichen
[03.07.2026] Baden-Württemberg digitalisiert die Verwaltung seiner Verkehrszeichen. Ein neues Kataster soll Anordnung, Pflege und Auswertung der Schilder medienbruchfrei unterstützen und die Daten zugleich für Planung, Forschung und Mobilitätsanwendungen öffnen. mehr...
NEGZ/msg: Rückblick auf das Erfurter Digitalisierungsgespräch
[03.07.2026] Mit seinen Digitalisierungsgesprächen bringt das NEGZ Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Beim jüngsten Termin in Erfurt ging es unter anderem um das Spannungsfeld zwischen technologischer Unabhängigkeit, effizienten Verwaltungsprozessen und rechtlichen Rahmenbedingungen. mehr...
IT-Planungsrat: Ein Designsystem für Bund und Länder
[02.07.2026] Der IT-Planungsrat nimmt den offenen Standard KERN UX in sein Portfolio auf. Das von Hamburg und Schleswig-Holstein initiierte Projekt soll digitale Verwaltungsdienste nutzerfreundlicher, konsistenter und – zusammen mit der Digitalen Dachmarke – wiedererkennbarer machen. mehr...
Bitkom: Bundeswehr-Reserve muss digitaler werden
[02.07.2026] Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Stärkung der Bundeswehr-Reserve beschlossen. Aus Sicht des Bitkom genügt Personalaufwuchs jedoch nicht für die Einsatzfähigkeit. Die Nutzung digitaler Technologien – von Apps über digitale Identität bis VR – müsste systematisch vorangetrieben werden. mehr...
Berlin: Zuwendungen sollen schneller fließen
[29.06.2026] In Berlin sollen eine moderne Software für digitale Anträge und eine neue Datenbank für Förderprogramme künftig dafür sorgen, dass mögliche Zuwendungen im Sozialbereich schneller und mit weniger Bürokratie vergeben werden können. Auch ein neues IT-Fachverfahren soll eingeführt werden. mehr...














