OZGDigitalisierung im Länderverbund

[09.01.2023] Für den länderübergreifenden Austausch von Online-Prozessen, die auf einer gemeinsamen technischen Plattform entwickelt werden, arbeiten das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen jetzt auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zusammen. Mit Thüringen besteht ebenfalls eine einvernehmliche Zusammenarbeit.

Bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bauen die Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen ihre Zusammenarbeit aus. Wie das saarländische Wirtschaftsministerium mitteilt, ist der Kern der Kooperation im OZG-Verbund Mitte der länderübergreifende Austausch von Online-Prozessen, die auf einer gemeinsamen technischen Plattform entwickelt werden. Seit November 2022 erfolge die Zusammenarbeit auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung. Darüber hinaus bestehe mit Thüringen eine einvernehmliche Zusammenarbeit in allen Belangen des OZG-Verbunds.
Die im Verbund entwickelten Lösungen können laut Ministeriumsangaben in den jeweiligen Landes- und Kommunalverwaltungen der Kooperationspartner eingesetzt werden. Die verfügbaren Online-Prozesse seien in einer gemeinsamen Prozessbibliothek recherchierbar und könnten von dort in die jeweiligen IT-Systeme integriert werden.
Elena Yorgova-Ramanauskas, Staatssekretärin im saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, sagt: „Durch diese länderübergreifende Kooperation auf Basis einer einheitlichen Plattform und eines gemeinsamen Vorgehens werden Synergien bei der Digitalisierung von Prozessen optimal genutzt, wovon schließlich alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in den Partnerländern profitieren werden.“ Fedor Ruhose, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, ergänzt: „Das Onlinezugangsgesetz verstehen wir als Startschuss für eine zukunftsfähige digitale Verwaltung und eine umfassende Verwaltungsmodernisierung. Dies gilt es in den kommenden Monaten und Jahren weiter umzusetzen. Mit der erfolgreichen Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg können wir die Digitalisierung der Verwaltung in vielen Bereichen beschleunigen.“
Patrick Burghardt, hessischer Staatssekretär für Digitale Strategie und Entwicklung, kommentiert: „Die Umsetzung des OZG ist eine Daueraufgabe, die uns nur gemeinsam gelingen kann. Im Verbund Mitte haben wir mit vier wichtigen Partnern eine gemeinsame Grundlage der Zusammenarbeit auch über 2022 hinaus geschaffen.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur

Bremen: Digitalisierungsschub für die Steuerverwaltung

[05.03.2026] Der Senat der Freien Hansestadt Bremen stellt 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Steuerverwaltung bereit. Neue Hardware und ein moderneres Datennetz sollen künftig dazu beitragen, die Bearbeitung von Steuererklärungen zu beschleunigen. mehr...

Diagramm mit den Modulen der digitalen Antragsstrecke

Hessen: Das Ende der Papierwirtschaft

[03.03.2026] Mit der digitalen Antragsstrecke hat die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung eine All-in-One-Lösung geschaffen, bei der verschiedene selbst entwickelte Komponenten nahtlos ineinandergreifen und die den gesamten Prozess der Antragsverarbeitung durchgängig digitalisiert. mehr...

Symbolbild für Cloud-Technologie: eine Hand greift nach mehreren gerenderten Cloud-Icons.

Berlin: Multi-Cloud-Strategie beschlossen

[02.03.2026] Cloud-Lösungen haben das Potenzial, die Arbeit von Behörden zu verbessern und den Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern erheblich zu vereinfachen. Der Berliner Senat hat nun eine Multi-Cloud-Strategie für das Land beschlossen. Details zu Anbietern und Diensten wurden zunächst nicht bekannt gegeben. mehr...

Blick auf das Hauptgebäude der Universität Gießen.
bericht

Universität Gießen: Effizientes Gebäudemanagement

[09.02.2026] 345 Gebäude, 210 Nutzer, ein zentrales System: Die Justus-Liebig-Universität Gießen steuert ihre komplexe Gebäudeinfrastruktur mithilfe einer CAFM-Software. Die Lösung ermöglicht automatisierte Prozesse und erleichtert so die Arbeit verschiedener Aufgabenbereiche. mehr...

Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Amazon-Cloud geht in Betrieb

[21.01.2026] In Potsdam hat Amazon Web Services die AWS European Sovereign Cloud in Betrieb genommen. Die Infrastruktur liegt vollständig in der EU – konkret in Brandenburg. Geplant sind eigene Rechenzentren und Investitionen von rund 7,8 Milliarden Euro. mehr...

Registermodernisierung: Erfolgreicher Nachweisdatenabruf

[20.01.2026] Beim NOOTS wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Der Nachweisdatenabruf aus dem Fahrzeugregister des Kraftfahrt-Bundesamts wurde erfolgreich umgesetzt. Noch in diesem Jahr soll ein ausgereiftes System für den Flächen-Roll-out bereitgestellt werden. mehr...

Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

BMDS: Konsultation geht in die zweite Runde

[19.01.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung setzt die Online-Konsultation zum Deutschland-Stack fort. In einer zweiten Runde werden bis Mitte Februar 2026 weitere Rückmeldungen erbeten. mehr...

Berlin: Service-Management mit Open Source

[19.01.2026] Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit insgesamt 2.200 Mitarbeitenden an zahlreichen Standorten ergänzt ihre Sozialhilfesoftware mit dem Ticketsystem KIX. Nach rund zehn Jahren On-Premises-Betrieb erfolgte der Wechsel in die Cloud. mehr...

Berlin: Verwaltungsabkommen mit Dataport

[09.01.2026] Berlin nutzt künftig die Steuer-IT-Infrastruktur von Dataport, gemeinsam mit mehreren norddeutschen Ländern. Ein neues Verwaltungsabkommen regelt die schrittweise Verlagerung der Berliner Steuerdatenproduktion ins Data Center Steuern. Diese soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

Registermodernisierung: Dreistufiges Anschlussvorhaben

[17.12.2025] Bei der Registermodernisierung sind weitere Fortschritte zu verzeichnen. Das Bundesverwaltungsamt skizziert das nun vorliegende dreistufige Konzept, mit dem dezentrale Register zu einem modernen, vernetzten Register verknüpft werden sollen. mehr...

Logo er Dienstekonsolidierung

Bundesverwaltung: Großprojekt Dienstekonsolidierung abgeschlossen

[17.12.2025] Bundesclient, Bundescloud, E-Akte Bund, Chatbots und mehr – das Programm der Dienstekonsolidierung will durch einheitliche IT-Lösungen behördenübergreifende Veränderungen ermöglichen. Nach zehn Jahren ist das Vorhaben nun abgeschlossen. mehr...

Umrisse der BRD, daneben stichwortartig verschiedene Ziele der NdB, darunter Bündelung, hohes Sicherheitsniveau und schnellerer Datentransport.

Bundesrechnungshof: Netzkonsolidierung ohne Architekturmanagement

[12.12.2025] Der Bundesrechnungshof kritisiert das Milliardenvorhaben Netze des Bundes. Das BMDS wolle die IT-Netze ohne ressortübergreifendes Architekturmanagement bündeln. Damit drohen ein teurer „Blindflug“, höhere Risiken und eine erschwerte Konsolidierung bei einem Projekt von sicherheitsrelevanter Bedeutung. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop mit digitalen Dokumenten und Ordnern.

BW-Empfangsclient: Anträge ohne Fachsoftware empfangen

[10.12.2025] Mit dem BW-Empfangsclient können Kommunal- und Landesbehörden in Baden-Württemberg jetzt auch solche digitalen Verwaltungsleistungen anbieten, für die sie bislang keine Fachsoftware nutzen. Die Behörden können sich kostenfrei selbst registrieren, die Lösung ist sofort einsetzbar. mehr...

Hauptgebäude des ITDZ Berlin

Berlin: Moderne IT für den Justizsenat

[13.11.2025] Die Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz beschleunigt ihre IT-Modernisierung mithilfe des ITDZ Berlin: Die Einführung des standardisierten BerlinPC und eine IT-Zentralisierung via Cloud erhöhen die IT-Sicherheit und entlasten das IT-Fachpersonal. mehr...

Bayern: Rechenzentren als Rückgrat der Digitalisierung

[10.11.2025] Um die langfristige Ansiedlung leistungsfähiger Rechenzentren im Freistaat zu unterstützen, wurde die neue Kontaktstelle Datacenter Bayern geschaffen. Das Angebot richtet sich an Investoren und Projektentwickler, aber auch an Kommunen und Regionen. mehr...