E-RechnungDPMA geht produktiv

[02.07.2019] Das Deutsche Patent- und Markenamt bearbeitet alle Rechnungen vollelektronisch. Die Behörde ist nach einigen Monaten Pilotbetrieb der E-Rechnung jetzt in den Produktivbetrieb gestartet.

Als erste Bundesbehörde hatte das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) vor einigen Monaten den Pilotbetrieb für die elektronische Rechnungsbearbeitung gestartet (wir berichteten) – nun geht das Projekt E-Rechnung in den Produktivbetrieb. Vom 1. Juli 2019 an bearbeitet das DPMA laut eigenen Angaben alle eingehenden Rechnungen vollständig digital. Forderungen, die nicht ohnehin schon digital im Format XRechnung ankommen, würden digitalisiert; alle Rechnungsvorgänge würden in ein eigens dafür konzipiertes SAP-Template eingespeist und dann ausschließlich elektronisch abgewickelt.
„Mit unserer elektronischen Rechnungsabwicklung gehen wir deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und wollen so einmal mehr unserer Vorreiterrolle unter den deutschen Behörden in Sachen E-Government gerecht werden“, sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.
Rechnungen im Format XRechnung nimmt das DPMA nach eigenen Angaben über die Zentrale Rechnungsplattform des Bundes (ZRE, wir berichteten) entgegen. „Im Zuge der neuen rechtlichen Vorschriften haben wir uns dazu entschlossen, der künftigen Entwicklung vorzugreifen und schon jetzt sämtliche Rechnungen elektronisch zu bearbeiten“, erklärte Rudloff-Schäffer. „Dabei kommt uns unsere große Erfahrung mit elektronischen Diensten und unsere schon vorhandene digitale Infrastruktur zugute.“ Patent- und Gebrauchsmusterverfahren (wir berichteten) sowie Markenverfahren (seit 2015) würden bereits ausschließlich in elektronischen Akten bearbeitet. Hinzu kämen mehrere E-Services für die DPMA-Kunden.
Der Pilotbetrieb in den vergangenen Monaten war nach Angaben der Behörde sehr erfolgreich verlaufen: 3.330 Rechnungen wurden bis Ende Juni 2019 in den elektronischen Workflow des DPMA eingespeist – davon 39 im Format XRechnung. Jährlich erhalte das DPMA mehr als 8.000 Rechnungen über insgesamt rund 50 Millionen Euro für eingekaufte Produkte und als Auftraggeber von Dienstleistungen – vom Kugelschreiber über IT-Server bis hin zu Mitarbeiterschulungen.





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