NEGZErwartungen an das OZG 2.0
Erwartungen an das Onlinezugangsgesetz 2.0 hat jetzt die Mitgliedersammlung des Nationalen E-Government-Kompetenzzentrums (NEGZ) formuliert. „Wenn man Digitalisierung der Verwaltung ernst meint, ist es richtig, dass neben dem Front End eine durchgehende medienbruchfreie Bearbeitung der Vorgänge in der Verwaltung in den Mittelpunkt gerückt wird“, sagt der NEGZ-Vorsitzende Sönke E. Schulz. „Was der richtige Weg hin zu einer vollständigen Digitalisierung ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Ob es unbedingt ein Bundesgesetz sein muss, kann nur abhängig von den Inhalten bewertet werden.“ Es sei daher notwendig, dass der Bund schnell einen ersten Entwurf vorlegt, der breit und mit allen Beteiligten diskutiert werden kann. Rolle des NEGZ sei es, einen Raum für Austausch und Debatte zu schaffen und Impulse zu geben. In diesem Sinne formuliert NEGZ-Vorstandsmitglied Professorin Moreen Heine ihre Erwartungen aus Sicht der Wissenschaft: „Digitalisierung, also auch die weitere OZG-Umsetzung, ist eine zentrale Führungsaufgabe, die in allen Organisationen wahrgenommen werden muss. Das muss in den Diskussionen um die Weiterführung des OZG berücksichtigt werden.“ Christian Rupp, ebenfalls Mitglied des Vorstands, ergänzt aus Perspektive der IT-Wirtschaft: „Ein reiner Online-Antrag ist zu wenig, es müssen auch die Schnittstellen zu den Fachverfahren gleich mitgedacht werden, für eine medienbruchfreie effiziente Verwaltung.“
Neuer NEGZ-Vorstand
In der nachfolgenden Podiumsdiskussion mit Ralf Kleindiek, CDO des Landes Berlin, und Kay Ruge, Beigeordneter beim Deutschen Landkreistag, war man sich über die Zielsetzung einig. Dennoch bleibe „ein dickes Brett zu bohren“, bis die Verwaltung zu einem digitalen Vorzeigeprojekt wird, das die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger erfüllt. „Das NEGZ und seine Mitglieder werden dieses und andere Digitalisierungsvorhaben von Bund und Ländern weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten“, so Schulz abschließend.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch der neue NEGZ-Vorstand gewählt. Sönke E. Schulz wurde für weitere drei Jahre im Amt als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Ihm stehen nunmehr fünf stellvertretende Vorsitzende zur Seite, die mit Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft alle Sektoren repräsentieren sollen. Diese sind Ines Mergel, Professorin an der Universität Konstanz, Jörg Becker, Professor an der Universität Münster, Wilfried Bernhardt, Professor an der Universität Leipzig, der Dataport-Vorstandsvorsitzende Johann Bizer und init-CEO Harald Felling.
Dem erweiterten Gesamtvorstand des Vereins gehören an: Nikolaus Hagl von SAP Deutschland, Christian Bressem (Computacenter), Werner Achtert (msg systems), Roland Kreutzer (mgm consulting partners), Andreas Steffen (5STEP), Falk Schmidt (Computacenter), Jörg Riedel (Freie und Hansestadt Hamburg), Christian Rupp (Prosoz Herten), Yasmeen Babar (regio iT), Inga Karrer (DIHK), André Göbel (DigitalAgentur Brandenburg), Peter Parycek (Fraunhofer FOKUS), Christian Djeffal (TUM School for Social Sciences and Technology) sowie Moreen Heine (Uni Lübeck).
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