SachsenMobilfunkanlagen an öffentlichen Gebäuden

[28.08.2024] Das Land Sachsen hat mit dem Mobilfunkmasten-Betreiber Vantage Towers eine Rahmenvereinbarung geschlossen, welche die Nutzung öffentlicher Grundstücke und Gebäude vereinfachen soll. Ziel ist es, den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur zu erleichtern und zu beschleunigen.
Eine Frau und zwei Herren stehen an einem Tisch, vor sich einige Papiere. Im Hintergrund angeschnitten das sächsische Staatswappen und die Landesfahne.

Der Freistaat Sachsen und das Unternehmen Vantage Towers haben eine Rahmenvereinbarung zur Nutzung staatlicher Liegenschaften geschlossen.

v.l.: Badiaa Bazarbacha, Co-Managing Director Vantage Towers Germany; Ministerpräsident Michael Kretschmer; Wirtschaftsminister Martin Dulig

(Bildquelle: SK Sachsen)

Der Freistaat Sachsen und die ehemalige Vodafone-Tochtergesellschaft Vantage Towers Germany haben eine Bereitstellung von Liegenschaften des Freistaats Sachsen für den Ausbau der Mobilfunknetze vereinbart. Die entsprechende Rahmenvereinbarung haben Ministerpräsident Michael Kretschmer, Wirtschaftsminister Martin Dulig und Badiaa Bazarbacha, Co-Managing Director bei Vantage Towers Germany, jetzt in Dresden unterzeichnet. Damit wolle der Freistaat die Verfahren zur Nutzung von Staatsflächen zum Ausbau einer flächendeckenden Mobilfunkinfrastruktur weiter standardisieren und beschleunigen, so die Staatskanzlei.

„Seit einiger Zeit bietet der Freistaat in einem einheitlichen Verfahren und in einfachen Prozessen landeseigene Liegenschaften zum Ausbau des Mobilfunknetzes an. Die Rahmenvereinbarung mit Vantage Towers Germany ermöglicht dem Unternehmen einfachen Zugang zu geeigneten Flächen des Freistaats, um die Mobilfunkabdeckung und die Leistungsfähigkeit der Netze zu verbessern. Dies ist ein nächster wichtiger Schritt, um die Mobilfunknetze weiter zu entwickeln und zukunftsfähig zu halten“, sagt der Ministerpräsident.

Auch unwirtschaftliche Standorte erschließen

Die Rahmenvereinbarung löst die bisherige Einzelvertragsregelung zur Nutzung von Liegenschaften des Freistaats ab. Das neue Vertragswerk umfasst Mustermietverträge für Mobilfunkstandorte, ein einheitliches Entgeltmodell und gewährt Zugriff auf die Geodaten der Liegenschaften. Damit soll der Ablauf transparenter und schneller werden – beginnend mit der Suche und der Planung bis hin zur Installation der Mobilfunktechnik. Ein Großteil der geeigneten Liegenschaften des Freistaats befindet sich im ländlichen Raum. Die diskriminierungsfreie Anmietung von Mobilfunkinfrastruktur soll es für die Mobilfunknetzbetreiber leichter ermöglichen, bisher unwirtschaftliche Standorte zu erschließen. Das Konzept zur Nutzung der landeseigenen Liegenschaften des Freistaats steht anderen Mobilfunk- und Infrastrukturbetreibern offen.

Basis der geschlossenen Rahmenvereinbarung ist das Angebot im Mobilfunkpakt des Landes Sachsen, Rahmenvereinbarungen für die Nutzung staatlicher Liegenschaften für Mobilfunkstandorte abzuschließen. „Wir haben im Mobilfunkpakt auch vereinbart, dass der Freistaat eine Task Force Mobilfunk einsetzt, die den Ausbau begleiten und – wo möglich – unterstützen wird. Dies haben wir zügig umgesetzt und die Task Force bei unserer Digitalagentur Sachsen angegliedert“, so der Wirtschaftsminister.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Breitband

Digital Networks Act: Verbände fordern Schutz des Wettbewerbs

[17.09.2026] Die Telekommunikationsverbände ANGA, BREKO und VATM fordern von der EU-Kommission, fairen Wettbewerb zum Leitprinzip der europäischen Digitalpolitik zu machen. Insbesondere beim geplanten Digital Networks Act müsse Regulierung weiterhin an der tatsächlichen Marktmacht der Unternehmen ausgerichtet werden. mehr...

Die Marktanalyse 2020 des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) stellt eine positive Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland fest.

ANGA: Netzbetreiber nicht ausbremsen

[14.09.2026] Die ANGA sieht kommunale und mittelständische Netzbetreiber als zentrale Träger des Glasfaserausbaus. Der Verband warnt, das geplante Recht auf Vollausbau und neue Zugangspflichten für Gebäudenetze könnten deren Investitionsbereitschaft deutlich schwächen. mehr...

Nahaufnahme vom Ende eines mutmaßlichen Glasfaserkabels mit sehr geringer Tiefenschärfe.

Hessen: Glasfaserausbau im Ländervergleich vorn

[09.09.2026] Der Glasfaserausbau in Hessen kommt weiter voran: Rund 240.000 neue Anschlüsse sind innerhalb eines Jahres entstanden. Bei der Glasfaseranschlussquote liegt das Land mit 37,9 Prozent auf Platz 3 der Flächenländer. mehr...

Balkendiagramm Glasfaseranschlussquote

BREKO: Widersprüchliche Ergebnisse der Marktanalyse 2026

[03.09.2026] Die Glasfaserausbauquote in Deutschland ist laut der aktuellen Marktanalyse des Branchenverbands BREKO binnen eines Jahres um 9,2 Prozentpunkte auf 62 Prozent gestiegen. Dennoch werden die Investitionsbedingungen von den befragten Netzbetreibern deutlich negativ bewertet. mehr...

Im Neckar-Odenwald-Kreis kommt die Glasfaser bis ins Haus.

Breitbandatlas: FTTB/FTTH-Quote steigt stark

[11.06.2026] Neue Zahlen des Gigabit-Grundbuchs zeigen rasche Fortschritte beim Glasfaserausbau. Ende 2025 hatte fast jeder zweite Haushalt Zugang zu einem Anschluss bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Binnen sechs Monaten stieg die Quote um sechs Prozentpunkte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Breitband: Gemeinsam für schnellen Netzausbau

[09.06.2026] Bund, Länder, Kommunen und Telekommunikationsbranche wollen den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen verbindlicher steuern. Das Memorandum setzt auf messbare Kenngrößen und einen fortgesetzten Stakeholderdialog. Der BREKO sieht dennoch weiteren Regulierungsbedarf. mehr...

Ktistina Sinemus auf der Bühne beim Gigabitgipfel 2026; roter Blazer, cyanfarbene Bühne

Hessen: Mehr Tempo für den Mobilfunkausbau

[05.06.2026] Das Land Hessen hat beim diesjährigen Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften geschlossen, um den Bau neuer Mobilfunkstandorte zu erleichtern und digitale Genehmigungsprozesse voranzubringen. Auch beim Glasfaserausbau meldet das Land Fortschritte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Sachsen-Anhalt: Deutlicher Schub für schnelles Internet

[02.06.2026] Sachsen-Anhalt meldet Fortschritte beim Breitbandausbau. Ende 2025 hatten knapp 49 Prozent der Haushalte Zugang zu Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Auch der Anteil gigabitfähiger Anschlüsse stieg deutlich. mehr...

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus stellt Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm vor.

Hessen: Dynamik beim Glasfaserausbau

[06.05.2026] Trotz herausfordernder topografischer Bedingungen ist Hessen Glasfaser-Spitzenreiter: 82,1 Prozent der Haushalte sind inzwischen gigabitfähig versorgt; auch bei FTTB/H legt das Land deutlich zu. Bis 2030 sollen rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse entstehen. mehr...

Gruppenbild mit formell gekleideten Menschen inkl. Innenminister Thomas Strobl und Förderurkunden

Baden-Württemberg: Der Gigabitausbau geht voran

[22.04.2026] Im Rahmen des kommunalen Breitbandausbaus fördert das Land Baden-Württemberg vier Projekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Rottweil mit insgesamt rund 38,4 Millionen Euro. mehr...

Mehrere Flaggen mit dem bayrischen blau-weißen Rautenmuster vor blauem Hintergrund.

Bayern: Breitband-Förderung wirkt

[02.04.2026] Zwei vbw-Studien sehen den Gigabitausbau in Bayern auf Kurs. Über 99 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet, 83 Prozent sollen in naher Zukunft Gigabit nutzen können. Das Finanzministerium wertet die Zahlen als Bestätigung seiner Förderpolitik, von der vor allem der ländliche Raum profitiert. mehr...

Sechs in einer Reihe stehende Rednerpulte, alle bis auf eines mit dunkel gekleideten Männern besetzt, am 3. von links Kristina Sinemus in leuchtend rotem Blazer.

Hessen: Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

[06.03.2026] Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier großen Mobilfunknetzbetreibern den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt. Ziel ist eine nahezu flächendeckende Netzabdeckung bis 2030. Vorgesehen sind neue Standorte, schnellere Genehmigungen und Satellitenlösungen für Restgebiete. mehr...

Offizielles Porträt von Alexander Schweitzer

Rheinland-Pfalz: Wie steht es um die digitalen Infrastrukturen?

[03.02.2026] Der neue Statusbericht zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Rheinland-Pfalz liegt vor. Er zeigt eine deutliche Dynamik beim Glasfaserausbau und Fortschritte im Mobilfunkbereich. mehr...

Nahaufnahme einer Wiese, im Hintergrund eine Straße. Glasfaserkabel ragen aus der Erde.

Bundesnetzagentur: Konzept für die Kupfer-Glas-Migration

[26.01.2026] Die Bundesnetzagentur skizziert Bedingungen und Zeitpunkte für eine Abschaltung der Kupfernetze. So soll ein schneller, geordneter und wettbewerblicher Übergang auf flächendeckende Glasfaser ermöglicht werden. Stellungnahmen zum Konzept sind bis 16. März möglich. mehr...

Dank digitalem Antrags- und Genehmigungsverfahren sollen in Hessen und Rheinland-Pfalz Glasfaserinfrastrukturen künftig schneller verlegt werden können.

Rheinland-Pfalz: Gigabitstrategie 2030 verabschiedet

[08.12.2025] Rheinland-Pfalz hat eine neue Gigabitstrategie. Angestrebt wird ein Glasfaserangebot für alle Haushalte und Unternehmen bis 2030 sowie die Sicherstellung eines lückenlosen Mobilfunknetzes der neuesten Generation. Dazu definiert die Strategie fünf Handlungsfelder. mehr...