E-Government-WettbewerbSieben Preisträger ausgezeichnet

Die Gewinner des 18. E-Government-Wettbewerbs.
(Bildquelle: obs/BearingPoint GmbH/Maik Schulze)
Beim 7. Zukunftskongress Staat & Verwaltung (27. bis 29. Mai 2019, Berlin) haben BearingPoint und Cisco die Gewinner des 18. E-Government-Wettbewerbs (wir berichteten) ausgezeichnet. Wie die Unternehmen berichten, hat beispielsweise das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit seiner Blockchain zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Asylprozess (wir berichteten) als bestes Digitalisierungsprojekt in Bund und Ländern überzeugt. Es unterstütze die behördenübergreifende Kommunikation im Asylprozess und könne somit Verfahrensdauern deutlich reduzieren.
Bestes Digitalisierungsprojekt in Städten und Regionen wurde digital@KA, das Urban Relationship Management der Stadt Karlsruhe. Jurymitglied Franz-Reinhard Habbel erläutert: „Informieren und Verbindungen knüpfen ist das Ziel der Mulitfunktions-App für Bürger in Karlsruhe. Sie macht die Stadt erlebbar, erschließt den öffentlichen Raum und verbessert die Möglichkeiten der Teilhabe. Ein bemerkenswertes Beispiel der E-Daseinsvorsorge. Kurzum: Sie setzt Maßstäbe für Städte und Gemeinden in Deutschland und in Europa.“
Das beste Kooperationsprojekt liefert in diesem Jahr die Senatskanzlei Hamburg mit ihrem Projekt „Kinderleicht zum Kindergeld“ (wir berichteten). Die Hamburger erhielten dafür außerdem den Preis des Chefs des Bundeskanzleramts. Dieser Sonderpreis wurde laut BearingPoint und Cisco erstmals über alle Wettbewerbskategorien hinweg vergeben und zeichnet das Projekt aufgrund seiner hohen gesellschaftlichen Relevanz aus.
Zum besten Kooperationsprojekt ist CashBa, eine Lösung der Bundesagentur für Arbeit bestimmt worden. Die Auszeichnung für das beste Infrastrukturprojekt gewann die bayerische Landeshauptstadt München mit ihrem Konzept für intelligente Lichtmasten, die Daten zu Klima, Luftverschmutzung und Verkehr sammeln und WLAN bereitstellen können.
OZG-Umsetzung mit zwei Gewinnern
Eine eigene Kategorie des E-Government-Wettbewerbs bildet das Onlinezugangsgesetz (OZG). Diese Auszeichnung teilen sich in diesem Jahr zwei Gewinner. Zum einen überzeugte die Generalzolldirektion mit einem Bürger- und Geschäftskundenportal, das den Zugang zu den Dienstleistungen des Zolls vereinfacht. „Digitale Geschäftsprozesse steigern die Effizienz der Verwaltung. Durch die Digitalisierung des Zolls werden Grenzformalitäten medienbruchfrei bearbeitet und die administrativen Aufwände für alle Beteiligten gesenkt“, erläutert Jurymitglied Irem Kaynarca, Leiterin Monitoring, Geschäftsstelle E-Government Schweiz. „Kunden und Mitarbeitende erhalten auf dem E-Portal der deutschen Zollverwaltung – rund um die Uhr und von überall – Zugriff auf Online-Dienste des Zolls. Dafür müssen sie sich nur einmal mit einem anerkannten Zertifikat auf dem Portal anmelden. Das Bürger- und Geschäftskundenportal unterstützt so die Entwicklung hin zu einer offenen und modernen Verwaltung und leistet einen zentralen Beitrag zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes.“
Zweiter Gewinner der OZG-Kategorie ist ein Projekt des Landkreises Nordwestmecklenburg, mit dem die Beantragung und Bearbeitung von Baugenehmigungen digitalisiert werden soll.
„Die Projekte der Finalisten zeigen eindrucksvoll, wie die Digitalisierung der Verwaltung mit großen Schritten voranschreitet“, sagt Helge Braun, Bundesminister für besondere Aufgaben und Schirmherr des Wettbewerbs. „Verwaltungsdienstleistungen werden künftig genauso einfach und bequem in Anspruch genommen werden können, wie man es vom Onlineshopping gewohnt ist. Bürger, Unternehmen und auch die Verwaltungen selbst werden so von effizienteren, digitalen Verfahren enorm profitieren.“
Wie die Wettbewerbsausrichter mitteilen, wird der Publikumspreis beim 24. Ministerialkongress (12. bis 13. September 2019, Berlin) verliehen. Noch bis zum 2. August können Interessierte für ihren Favoriten stimmen.
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