Baden-WürttembergZweitnutzung ausgedienter Hardware
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat im Zuge der Erneuerung seiner IT-Ausrüstung sämtliche alten Computer des Hauses an das gemeinnützige Unternehmen „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ (AfB) verkauft. AfB ist ein Spezialist im Bereich Aufbereitung und Wiederverwendung von Computer-Hardware. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, heißt es aus der Pressestelle des Landes, denn die Herstellung von IT-Geräten erfordere enorme Mengen an Rohstoffen und Energie und belaste das Klima durch Treibhausgase. Die Zweitnutzung von IT-Geräten hingegen trage zur ökologisch und sozial verträglichen Rohstoffgewinnung bei. Für sein nachhaltiges Vorgehen erhielt das Kultusministerium nun auch eine Auszeichnung der Firma AfB.
Rund 3.200 Notebooks und Desktop-PCs an über 90 Standorten der Kultusverwaltung wurden ausgetauscht, die Altgeräte wurden an AfB weiterverkauft, die die Computer geprüft und, falls technisch möglich, nach einer datenschutzgerechten Löschung weitervermarktet haben. Dadurch seien im Vergleich zur Neuproduktion rund 2,66 Millionen Liter Wasser eingespart und 390.000 Kilogramm weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgestoßen worden – das entspricht rund 185 Flugreisen von New York nach Berlin. Durch das Aufarbeiten und Recycling von rund 3.000 IT-Geräten seien zudem bei AfB vier Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gesichert worden, berichtete AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle – die IT-Zweitnutzung leistet also auch einen Beitrag zur Inklusion. Die Partnerschaft mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zeige, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit IT wirklich etwas bewegen könne, so Büchle.
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