Nordrhein-WestfalenRechenzentrum für Finanzverwaltung

Von links: Vorstand der Landmarken AG Jens Kreiterling, Kaarster Bürgermeisterin Ursula Baum, Leiterin des Rechenzentrums Andrea Kampmann und Minister Lutz Lienenkämper.
(Bildquelle: Mark Hermenau)
Die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen baut ein neues, hochmodernes Rechenzentrum. Der zukünftige Standort ist Kaarst im Rhein-Kreis Neuss. Die Stadt mit ihren etwa 43.000 Einwohnern biete in einem neu erschlossenen Gewerbegebiet gute Voraussetzungen für das Großprojekt. Das Landesministerium der Finanzen, das über das Projekt berichtet, geht davon aus, dass das neue Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW (RZF) bundesweit mit seiner Ausstattung eine Vorbildwirkung haben werde. Das RZF ist bisher in Düsseldorf untergebracht. Die Landeseinrichtung ist verantwortlich für die maschinelle Verarbeitung von Steuerdaten, für den Versand der Steuerbescheide, aber auch für die Programmierung von Steuer-Software und die Ausstattung von mehr als 28.000 Arbeitsplätzen der Landesfinanzverwaltung. Die Behörde ist nicht nur für das Land tätig, sondern auch länderübergreifend im so genannten KONSENS-Verbund.
Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Prozesse stark verändert und beschleunigt. Die Finanzverwaltung arbeitet heute hoch automatisiert und muss deshalb ihre technischen Möglichkeiten unter höchsten Sicherheitsanforderungen für den Datenschutz modernisieren. Daher, so das Finanzministerium, sollen die derzeit auf mehrere Gebäude in der Landeshauptstadt verteilten Beschäftigten künftig in einer Liegenschaft vereint werden. Diese werde nicht nur Platz für das benötigte Computer- und Serversortiment bereitstellen, sondern auch zahlreiche moderne Arbeitsplätze und Kreativräume. So solle die Finanzverwaltung fit für kommenden Herausforderungen werden, die mit Themen wie der Digitalisierung verknüpft seien, betont der Finanzminister Lutz Lienenkämper.
Entwickelt wird das RZF vom Büroentwickler Landmarken, einem der größten in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen hatte sich in einem europaweiten Verfahren durchgesetzt. In Kaarst werde das Unternehmen ein Gebäude verwirklichen, das Funktionalität und Umweltfreundlichkeit verbinden soll. In den kommenden Monaten sollen alle Beteiligten gemeinsam die geforderten Anträge für das Bauverfahren erarbeiten. Die Bauarbeiten am neuen Rechenzentrum der Finanzverwaltung sollen Anfang des Jahres 2023 starten.
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