Hamburg/Schleswig-HolsteinAuszeichnung für das Projekt KERN

[12.11.2024] Im Kooperationsprojekt KERN entwickeln Hamburg und Schleswig-Holstein ein Open-Source-basiertes Baukastensystem für digitale Verwaltungslösungen, das allen Bundesländern zur Verfügung steht. Die Zusammenarbeit erhielt nun den Preis für gute Verwaltung 2024.
Mann sitzt auf einem Sofa und tippt auf seinem Laptop.

Bürgerfreundliche Onlineservices dank eines bundesweiten Standards will das Projekt KERN erreichen.

(Bildquelle: dolgachov/123rf.com)

Mit KERN haben Hamburg und Schleswig-Holstein ein ungewöhnliches Kooperationsprojekt auf den Weg gebracht. Zusammen mit einer bundesweiten Fach-Community entsteht ein Baukastensystem für das Design von digitalen Verwaltungslösungen und ein offener UX-Standard, der eine effiziente Entwicklung qualitativ hochwertiger digitaler Leistungen erlaubt. Mit dem Leitgedanken Public Money – Public Code wird das technologieunabhängige Open-Source-Design-System allen Bundesländern, Kommunen und IT-Dienstleistern zur Verfügung gestellt. „Die Digitalisierung der Verwaltung ist nur dann erfolgreich, wenn sie nutzerfreundlich und nachhaltig gestaltet wird. Mit KERN schaffen wir ein solides Fundament, das es uns ermöglicht, gemeinsam den digitalen Staat der Zukunft zu bauen“, sagt Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.

Gemeinschaftlich entwickelte Lösungen schaffen Mehrwert

Nun wurde KERN im Rahmen des Public Service Lab Day in Leipzig mit dem Preis für gute Verwaltung 2024 ausgezeichnet. Das berichten die Hamburger Senatskanzlei und die Staatskanzlei Schleswig-Holstein in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Preis für gute Verwaltung ist eine unabhängige Initiative des Public Service Lab, der Agentur studiovorort und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin). Damit werden jährlich innovative Projekte gewürdigt, die durch nachhaltige digitale Lösungen die Qualität und Zugänglichkeit staatlicher Angebote verbessern wollen. „Die Anerkennung durch den Preis für gute Verwaltung zeigt, dass Digitalisierung am besten funktioniert, wenn gemeinschaftlich entwickelte Lösungen einen echten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger schaffen“, so der Hamburger Senatskanzlei-Chef Jan Pörksen.

Integration in die digitale Dachmarke des Bundes

Inzwischen ist KERN Teil der digitalen Dachmarke, einer Initiative vom Bundesministerium des Innern (BMI), Hamburg, dem Bundespresseamt und weiteren Partnern. Die digitale Dachmarke will vertrauenswürdige Kennzeichnungselemente etablieren, die digitale staatliche Angebote im Internet für Bürgerinnen und Bürger wiedererkennbar und sicher machen. Auch hier wurde auf den KERN-Community-Ansatz gesetzt: In gemeinsamer Co-Creation entstanden wesentliche Gestaltungsmerkmale, die künftig von KERN bereitgestellt werden.





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